VLN Langstreckenrennen
Team Racing One beim Grenzlandrennen erfolgreich
Bisherige Pechsträhne beendet
Andernach. Seit dem letzten VLN Langstreckenlauf waren drei Wochen vergangen und die Fans warteten gespannt darauf, welche Rennwagen und Fahrer beim 42. RCM DMV Grenzlandrennen auf dem Nürburgring an den Start gehen werden. Der sechste Lauf der größten Breitensportserie der Welt fand wie immer auf der verkürzten Grand Prix Strecke der Nürburgring Nordschleife, der schwierigsten Strecke der Welt statt. Es ging über die Distanz von vier Stunden. Ein großes Problem war dabei das Wetter, weil es in Strömen regnete. Das erschwerte zusätzlich die Arbeit der Teams und der Fahrer mit den 160 Rennwagen, die in den über 20 Klassen an den Start gingen. Bereits beim Qualifying am Samstagmorgen gab es viele Unfälle und zahlreiche Ausfälle. Mit dem Sieg des Teams Black Falcon Auto Arena Motorsport und ihren Piloten Patrick Assenheimer und Manuel Metzger auf einem AMG Mercedes GT3 endete das unter schwierigen Bedingungen laufende Rennen. Assenheimer siegte in der VLN zum dritten Mal in Folge und schrieb sich so in die VLN-Geschichtsbücher ein.
Das Team Racing One aus Andernach war in der Klasse SP8 mit dem über 600 PS starken „Springenden Pferd“ aus Maranello, dem Ferrari 458 am Start. Das Team hatte bei den vorausgegangenen Läufen zur VLN Langstreckenmeisterschaft viel Pech, beim RCN DMV Vierstundenmarathon verlief es hingegen zufriedenstellend. Christian Kohlhaas aus Andernach, einer der erfolgreichsten VLN Piloten in der Geschichte der Serie und Stephan Köhler fuhren den Ferrari bei strömenden Regen sehr schnell durch die Abschnitte Hatzenbach, Karrussel, Brünnchen, Schwalbenschwanz, Adenauer Forst und Wehrseifen. Am Ende wurden sie mit einem guten 17. Gesamtplatz belohnt. Mit einer Fahrzeit von vier Stunden und 18 Minuten, 24 schweren Runden und einem Schnitt von knapp 140 km/h eroberten sie sich auch den Klassensieg. In der VLN gab es damit wieder was zu feiern.
Das Rennen beschrieb Fahrer Stephan Köhler aus Dreieich. Christian Kohlhaas fuhr einen sehr guten Start und hat dabei viel Boden gutgemacht. Als die Strecke begann, etwas abzutrocknen, habe ich den Wagen übernommen. Das Fahren mit Slicks war schwierig, aber es war die richtige Entscheidung. Ich konnte mich vom zweiten auf den ersten Platz vorkämpfen. Als es dann wieder heftig zu regnen begann, sind wir leider eine Runde zu lange draußen geblieben. Wir wollten noch eine zweite Runde mit den Slickreifen im Regen abwarten, aber der Regen wurde so heftig, dass ich eine Runde Wasserski gefahren bin. Das hat natürlich Zeit gekostet, doch unsere Pechsträhne 2019 in der VLN haben wir mit dem guten Ergebnis endlich hinter uns gelassen. Der siebte Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft findet am 28. September 2019 statt. Das 59. ADAC Reinoldus Vierstundenrennen läutet dann das letzte Saisondrittel ein.
