TV Urbar
Teilnahme am Eiger Ultralauf
Urbar.„Härter als die Nordwand solo“, so bezeichnete den Ultralauf einst einer der besten Bergsteiger, Uli Steck, nach seiner ersten Teilnahme am Lauf „im Schatten der Eiger Nordwand“. Inspiriert von dem Mythos Eiger, wurde 2013 das erste Mal der Wettkampf durchgeführt. Im Angebot findet man verschiedene Strecken, angefangen bei 16km bis hin zur Königsklasse mit 101km. Alle Distanzen habe eines gemeinsam, sie sind mit vielen Höhenmetern gespickt. Vor dieser grandiosen Kulisse ist es kein Wunder, dass der Lauf die letzten Jahre direkt 5 min nach der Eröffnung der Online-Anmeldung bereits ausgebucht war. Frank Hardt vom TV Urbar hatte sich für ein paar wenige Startplätze beworben und die Bestätigung für einen dieser Plätze erhalten. Vor wenigen Wochen wurde die 101km Distanz von dem Veranstalter gestrichen, was vermutlich daran liegt, dass zurzeit auch viele internationale Läufer nicht die Möglichkeit haben an der langen Distanz teilzunehmen. Frank entschied sich ersatzweise für die 51km Strecke mit je 3100 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Eine gute Vorbereitung für die Wettkämpfe, die im Jahresverlauf noch folgen sollen. Am Samstag den 17. Juli 21 ertönte um 6 Uhr der Startschuss in Grindelwald. Von dort aus ging es in einem langen Anstieg, über die Große Scheidegg zum First, den Frank in weniger als 2,5 Stunden erreichte. Der Trail führte im weiteren Verlauf vorbei am Bachalpsee, über das Feld und dort wartete auch schon der nächste längere Uphill auf die Läufer. Nach der Hälfte der Distanz wurde am Faulhorn auf einer Höhe von 2640m, der höchste Punkt des Eiger Ultra, passiert. In einer langen Passage mit vereinzelten Schneefeldern und teilweise ausgesetzten Stellen wurde nach ca. 37km das Zwischenziel Schynige Platte angelaufen. Hier konnten sich die Läufer noch einmal versorgen, bevor ein 8 km Downhill mit einem Höhenunterschied von 1200m in das Tal nach Burglauen hinunter führte. Die abschließenden 7km mit dem letzten verbliebenen Anstieg führten die Läufer über Forstwege dem Ziel in Grindelwald entgegen. Mit diesem letzten steilen Anstieg, der direkt in das Dorf führte, war das Ziel bereits in Sichtweite. Frank hatte sich das Rennen gut eingeteilt, sodass er auch die letzten Meter vor dem Ziel genießen konnte. Frank benötigte für die Strecke von 52km mit 3100 m +/- (Höhenmetern) insgesamt 9:23 Stunden und landete mit diesem Ergebnis im Mittelfeld der Teilnehmer.
