Neunte Deutsche Clickball Meisterschaft
„The Witcher“ unter den Top-Twenty
Cochem. Über 100 Spieler, darunter ausnahmslos die deutsche Clickball-Elite, nahmen in Fulda an diesem DM-Kultturnier teil. Gespielt wurde Retro-Tischtennis, die archaische Form des Tischtennis. Jeder Spieler spielte mit einem identischen Schläger, der mit Sandpapier überzogen war, wodurch der typische Click-Sound zustande kommt. Clickball ist Tischtennis nach dem Motto: gleiche Schläger, gleiche Chancen.
Mittendrin- statt nur dabei- wollte auch „The Witcher“ sein. Nein, als Perspektivspieler geht er dieser Tage wahrlich nicht mehr durch, der 74 Jahre alte „Hexer“ von der Mosel. Ein taufrischer Emporkömmling sieht bei allem Respekt, doch anders aus. Seine Leistungen hingegen cool, clever, klasse bei diesem um Jahrzehnte jüngeren Teilnehmerfeld. Angeheizt von der permanenten elektrisierenden musikalischen Atmosphäre entwickelten sich bereits viele der Vorrundenspiele zu wahren Krimis. Nach seinem hart erkämpften zweiten Platz in der Achter -Vorrundengruppe sah sich der Moselaner unverhoffter Dinge in der Runde der letzten 64-besten nationalen Clickballer. Doch das war noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn „The Witcher“ gewann auch das Folgespiel in der 1. KO-Runde gegen Marcus Günther, Kampfname „Firestorm“, mit 2:1 Sätzen. Doch dann in der Runde der letzten 32 das Duell der Generationen: „The Witcher“ gegen den 30 jährigen Christoph Krenzlin, Kampfname „Blume“, der bei den Buchmachern hoch im Kurs stand. „The Witcher“, als krasser Außenseiter notiert, führte permanent zum Entsetzen der mitgereisten Fans von „Blume“, die diesen nach jedem Punktgewinn pushten, doch „The Witcher“ lies nicht mehr locker und gewann den ersten Satz mit 15:13. Nach verlorenem zweiten Satz dann der spannende Entscheidungssatz. Die Taktik von „The Witcher“: seinen Gegner mit Tempowechsel aus dem Rhythmus zu bringen, Bälle exakt zu platzieren, und „Blume“ mit Druckschupfbällen zu verwirren, ging nicht auf. Der Sturm und Drang der Jugend mit Tempo in den Bällen und Speed in den Beinen waren letztendlich Garant für den 15:13 Erfolg und das Aus für „The Witcher“, der im Endklassement als Nr. 17 gelistet wird.
