Erste Tischtennismannschaft des SC Niederzissen
Tischtennis-Krimi in Ahrweiler
Niederzissen. Die erste Tischtennismannschaft des SC Niederzissen konnte am Samstag erstmals in Bestbesetzung zum TuS/PSV Bad Neuenahr-Ahrweiler anreisen. Da die Ahrweiler bisher in unterschiedlichen Formationen angetreten waren, rätselte man auf Niederzissener Seite bei der Anfahrt, welche Überraschung da beim aktuellen Tabellenvierten auf sie zukommen würde. Die Auflösung dann vor Ort: Ahrweiler ersetzte Brett zwei und drei nicht gleichwertig, was eine positive Prognose aufseiten Niederzissens erlaubte. So ging es in die Eingangsdoppel, in dem Vendel/Kowall gegen das Ahrweiler Einserdoppel Kossytorz/Wiemer über den schnellen Gewinn des ersten Satzes (11:5) so überrascht waren, dass sich im zweiten Satz Unkonzentriertheiten einschlichen und dieser mit 7:11 verloren ging. Sie fanden dann aber wieder ihren Rhythmus und holten mit 3:1 Sätzen den ersten Punkt. Ihnen gleich, in den Sätzen aber noch souveräner, taten es Ockenfels/Friedrich gegen Stallmann/Jüngling. Mit klarem Dreisatzsieg (11:5/5/8) wurde Punkt zwei eingefahren. Lediglich das Niederzissener Dreierdoppel Haselbauer/Didinger kam mit dem unangenehmen Schlägermaterial der Ahrweiler Jaensch/Strauß nicht zurecht und mussten nach drei Sätzen gratulieren. Diese Beiden sollten auch bei den Einzeln noch als unangenehme Punktesammler für Ahrweiler in Erscheinung treten. Aber die Führung war schon mal gut fürs Selbstvertrauen. Das hatte wohl auch Dominik Friedrich getankt - bereits eine Woche zuvor gegen Hatzenport-Löf mit drei Siegen aus Doppel und Einzel „Man of the match“ - der den Ahrweiler Einser Markus Kossytorz in sehenswerten und spannenden fünf Sätzen (2:0/2:2/3:2) niederrang. Anschließend war es Ahrweilers Harry Jaensch, der den Niederzissener Jörn Ockenfels mit schnellen ersten beiden Sätzen (2/9:11) an den Rand der Verzweiflung brachte. Mit einer spieltaktischen Umstellung schien Jörn zunächst die Wende noch zu gelingen (mit 11:5 und 13:11 glich er aus), die jedoch im fünften Satz mit 4:11 wieder zusammenbrach, sodass seine Negativserie standhielt. Diese wurde auch in der späteren Drei-Satz-Niederlage gegen Markus Kossytorz bestätigt. Auch Dominik Friedrich fand gegen das Material von Jaensch keine Lösung.
Niederzissens "Goldene Mitte"
Nun sollte jedoch Niederzissens „Goldene Mitte“ mit Josef Vendel und Sascha Haselbauer kommen, die dann in klaren Drei-Satz-Siegen die nächsten beiden Punkte auf das Konto beisteuerten und dies in Runde zwei des Matchs mit zwei weiteren Punkten wiederholten. Weiter mit dem unteren Paarkreuz: Stephan Didinger hatte in der ersten Runde seinen Gegner Dirk Wiemer nach Aufholen eines 0:2-Rückstands zum 2:2 im fünften Satz am Rande einer Niederlage, konnte sich aber trotz zwischenzeitlicher Führung im Entscheidungssatz nicht durchsetzen. Heiko Kowall machte es besser und konnte sich des unangenehmen Materials von Peter Strauß erwehren. Damit war die Luft im unteren Paarkreuz raus und beide verloren ihre zweiten Partien jeweils in drei Sätzen. Eingeständnis Kowall: „1:4 ist zu wenig für unten.“ So stand es nach 6:3- und 8:5-Führung plötzlich nur noch 8:7 und das Zittern begann. Doch die mittlerweile Schlussdoppel-erfahrenen Ockenfels/Friedrich zeigten nur im ersten Satz bis zum 6:8-Rückstand leichte Schwächen, drehten dann aber auf und brachten das Match klar mit 11:8/6/7 nach Hause. Das Endresultat lautete 9:7 und bedeutete die erhofften zwei Punkte. Damit konnten die Niederzissener den Abstiegsrängen erst mal den Rücken kehren. Nächsten Freitag beim Heimspiel gegen Mendig soll nachgelegt werden.
