Lokalsport | 16.08.2016

TuS Roland Brey bei den Europameisterschaften Spezialsport in Jüterbog/Brandenburg

Tolle Leistungen beim außergewöhnlichen Wettbewerb

Tolle Leistungen beim außergewöhnlichen Wettbewerb

Brey. Für vier Tage reiste das Breyer Team in die ehemalige Militärgarnision südlich von Berlin und konnte viele eigene Leistungsgrenzen im Wurfbereich nach oben zu einer erfolgreichen internationalen Meisterschaft verschieben. Erstklassig präparierte Wurf- und Stoßanlagen luden die Teilnehmer aus zehn Nationen förmlich ein, alles in die bis zu 15 Wettkampfangebote hineinzuwerfen, im Gesamtergebnis wurden 17 Weltbestleistungen erzielt.

Karl-Josef Knecht war noch nicht richtig fit

Immer noch nicht so richtig fit ging Karl-Josef Knecht/M 65 mit gedämpften Erwartungen ins Rennen, immerhin wurden es vier fünfte und zwei sechste Plätze, wobei die Leistungen im einhändigen Gewichtswurf mit 19.7 Meter und Keulenwurf mit 42.76 Metern auch schon mal in Richtung eigener Bestleistung gingen.

Toni Dötsch stand starkem Feld gegenüber

Toni Dötsch hatte in der M 50 ein bärenstarkes, körperlich hochpräsentes internationales Feld gegen sich und verkaufte sich aufgrund seiner Bewegungsschnelligkeit und Schnellkraft gut: Mit dem 50-Kilogramm-Stein ging er mit 3.44 Metern nahe an seiner Bestleistung zu Platz fünf, ebenso mit der 500-Gramm-Keule. Vier Bestleistungen im Kugelschocken und Platz acht, Rang sechs folgte im Steindreikampf, ehe er mit dem 25-Kilogramm-Stein und 4.8 Metern den erfolgreichsten Wettkampf, nur einen Zentimeter unter seiner Bestleistung auf Platz vier vier zeigte und bester deutscher Athlet/M 50 wurde.

Als Zugabe gab es im Dreikampf Strongest Man mit fünf Kilogramm-Diskus, 25.4 Kilogramm-Gewichtswurf und 50 Kilogramm-Steinstoßen nahe seinen Bestleistungen Platz sechs.

Oliver Kirchner hatte mit muskulären Problemen zu kämpfen

Oliver Kirchner/M 35, der immer noch mit muskulären Problemen haderte, musste über den „berühmten Schmerzpunkt“ hinweg gehen: Mit oberen Durchschnittsleistungen holte er zweimal Bronze und Silber im Diskus Griechisch mit fünf Kilogramm, Kugelstoßfünfkampf und im Kugelschocken.

Sein krönender Abschluss wurden dann der Steinstoßdreikampf mit siebeneinhalb, zehn und 15 kg sowie der Strongest Man-Dreikampf nahe Bestleistung mit 1520 Punkten jeweils zur Goldmedaille, ein Leistungsbild, das er sich unter erschwerten körperlichen Bedingungen sehr hart erkämpfen musste.

Heinz Weber überraschte die Konkurrenz

Heinz Weber/M 60 überraschte sich und die Konkurrenz mit einer glänzenden Form über die drei Wettkampftage mit 25 persönlichen Bestleistungen in zwölf Disziplinen: Ein vierter Platz, dreimal Fünfter sowie Rang sechs und acht.

Ganze viermal räumte er Bronze mit internationalen Spitzenleistungen ab: Keulenwurf 56.91 Meter, im Steinstoßdreikampf knapp unter persönlicher Bestleistung, hochklassige 67.12 Meter im Kugelwurf eineinhalb bis drei Kilogramm und im Athletik-Dreikampf.

Das Gesamtergebnis vergoldeten dann zwei Europameistertitel, Ultrastein 12.5 Kilogramm und nach dem Titel des Deutschen Meisters im Mai 2016 nun der Europameistertitel im Strongest Man mit Leistungen der gehobenen Klasse seiner Altersgruppe.

Marina Haubrich zeigte überragende Leistungen

Marina Haubrich/W 30 setzte dieser Europameisterschaft und allen Frauenklassen mit einem überragenden Leistungsbild und bestechender Form ihren Stempel auf, zwölf Disziplinen, davon achtmal beste weibliche Teilnehmerin aller Klassen, zehn Goldmedaillen im Diskus Griechisch, historischen Gewicht 12.5 Kilogramm, Kugelschocken Keulenwurf mit 49.74 Metern, Ultrastein 25 Kologramm mit 4.10 Meter, knapp unter eigener Weltbestleistung, Schleuderball mit 52.53 Metern und auch im Strongest Woman lag sie über der alten Weltbestleistung.

In den goldenen Gewichtsdrehwürfen explodierten die Leistungen der Drehwurfspezialistin, zweimal Weltbestleistung mit dem fünf Kilogramm-Gewicht mit 23.38 und 23.66 Metern, im Gewichtswurfdreikampf drei, fünf und siebeneinhalb Kilogramm verbesserte sie die Weltbestleistung um 4.12 Meter auf 71.53 Meter, wobei das drei Kilogramm-Gewicht auf alles überragende 31.67 Meter flog.

Den Reigen beendete sie mit neuer Weltbestleistung im Steinstoßdreikampf mit 34.14 Meter. Silber holte sie im Kugelfünfkampf und im Athletik- Zweikampf, etwas weg von ihren persönlichen Bestleistungen.

Beste Stimmung- auch außerhalb der Sportstätten, vier erlebnisreiche Tage mit internationalen Athleten – eine tolle Kombination aus Spitzenleistung und Spaß – da konnte auch über einige organisatorische Mängel hinweggesehen werden.

Auf jeden Fall soll es dann nach dem Willen aller 2017 zur WM in Ungarn ein Wiedersehen mit den nationalen und internationalen Freunden geben.

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