Rot-Weiß Queckenberg
Tolle Moral nicht belohnt
Trotz 1:2-Niederlage gegen Bonn ein gelungener Auftakt
Queckenberg. Als der Mount Queck zum ersten Heimspiel der Saison seine Pforten öffnete, empfing der RWQ mit der zweiten Vertretung des VTA Bonn den ältesten türkischen Verein Deutschlands. Die Männer aus der Voreifel wollten ihren gelungenen Saisonauftakt unbedingt mit einem Dreier zu Hause vergolden. Getreu ihren rot weißen Vereinsfarben legten die Queckies denn auch los wie die Feuerwehr. Mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit hätte Gümüs nach fünf Minuten den zahlreich erschienenen Anhang bereits in Entzückung versetzen können, doch leider brachte er das Spielgerät nicht im Gästetor unter. Nach diesem furiosen Auftakt zog sich Queckenberg etwas zurück und gönnte dem Gegner teilweise großzügige Freiheiten in dessen Aufbauspiel. So erarbeitete sich der VTA einige Großchancen, allein Katze Gerhard ließ den Gästesturm ein ums andere Mal verzweifeln. Da auch die Queckies ihre schnellen und jederzeit gefährlichen Konter nicht in Tore ummünzen konnten, wollten Müller und Kurek bereits ein 0:0 in der Halbzeitpause analysieren. Doch unmittelbar vor dem Pausentee (43.) schlug es dann doch nach einer Ecke im Queckenberger Kasten ein. Obwohl die Gastgeber nach dem Seitenwechsel verstärkt ihr Glück in der Offensive suchten, waren es wieder die Gäste, die jubeln konnten. Nach einer missglückten Abseitsfalle stand es in der 49. Minute 0:2. Nun setzte das Trainerduo auf totale Offensive. Dies und die Tatsache, dass der Gegner sein Chancenplus fahrlässig vergeudete, bauten den Neuling weiter auf. Die Flügelzange Geimer und Alibajro wurde durch Uygur immer wieder auf Reisen geschickt. Und während die Defensivabteilung zunehmend ihren Gegnern den Schneid abkaufen konnte, belebten vor allem Frank und Mundorf das Angriffsspiel der Einheimischen enorm. So fiel in der 83. Minute endlich der sehnlichst herbeigewünschte Anschlusstreffer. Der eingewechselte Konieczny verwandelte eine Wyrzykowsky-Vorlage absolut sehenswert. Nun hielt es auch Abeling nicht mehr länger im eigenen Sechzehner. In der dramatischen Schlussphase rannten quasi zehn rot-weiße Stürmer gegen eine Mauer an und bissen sich daran regelrecht die Zähne aus. Zwar notierten die Trainer nach dem Abpfiff eine Niederlage, können aber aufgrund der vorbildlichen Einstellung aller Akteure inklusive der Ersatzspieler mit Stolz auf einen gelungenen Einstand in der C-Liga zurückblicken.
Aufstellung Queckenberg
Gerhard - Becker, Abeling, Wyrzykowsky - Klemm, Frank - Pesch, Uygur, Declair, Geimer,- Gümüs, Alibajro, Mundorf, Konieczny, Haas, Rücker
