Lokalsport | 14.06.2018

Ingolstadt Triathlon

Torsten Drommel gewinnt erfolgreich bei Mitteldistanz-DM

Torsten Drommel - Perdorceritt auf dem Bike und als Finisher.privat

Ingolstadt. Aufgrund einer „Absage“ seines eigentlich geplanten Wettkampfes in Baumholder (RLP) über die olympische Distanz, musste der DJK-Triathlet Torsten Drommel kurzfristig umdisponieren.

Nach einer kurzen Recherche entschied er sich, auf der doppelten Distanz (2 km Schwimmen, 86 km Rad und 20 km Laufen) zu starten. Wohl wissend, dass es aufgrund seiner - für die olympische Distanz - reduzierten Trainingsumfänge mit Sicherheit keine einfache Herausforderung werden würde.

Aufgrund der Entfernung entschied sich Torsten, schon am Vortag anzureisen und einzuchecken. Somit hatte er am Wettkampftag deutlich weniger Stress, um den Triathlon erfolgreich in Angriff nehmen zu können. Die Location in Ingolstadt zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass in einem sehr schön gelegenen Baggersee direkt neben der Donau geschwommen wird , die Radstrecke relativ flach und komplett gesperrt ist und der abschließende 20 km-Laufen wieder vier Mal um den Baggersee führt. Am Wettkampfmorgen begrüßte dann auch ein strahlend blauer Himmel die Athleten, der die folgende Hitze schon ankündigte.

Aufgrund seiner Nachmeldung wurde Torsten zwar „nur in der offenen Wertung“ berücksichtigt, da er aber mit seinen Altersklassen-Konkurrenten zusammen startete, war ein direkter Vergleich in der „DM-Wertung“ aber möglich. Zunächst waren im Baggersee 2 km schwimmend zu bewältigen. Schon nach der Hälfte der Strecke schwamm Torsten auf langsamere Teilnehmer der vor im startenden Athleten auf und konnte seine Erfahrung beim Überholen, insbesondere an den Wendebojen ausspielen. Er erreichte den Schwimmausstieg nach einer guten Zeit von 33 Minuten. Rasch entledigte er sich seines Neopren-Anzugs und startete auf die zweimal zu durchfahrende Rad-Runde. Hierbei stellte sich schnell heraus, dass sich aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen auf dieser flachen, aber schnellen Strecke einige Gruppen bilden. Somit musste Torsten aufpassen, dass er die Windschatten-Regel (12 m Abstand zum Vordermann) einhalten konnte.

Er setzt alles auf eine Karte und beschleunigte nochmals, um vor den Grupettos „stressfrei“ fahren zu können. Dies gelang ihm im zweiten Teil der Radrunde, da diese mit einigen Rampen und Hügeln versehen war. Torsten wusste jedoch zu diesem Zeitpunkt, dass sich sein „Parforceritt“ höchstwahrscheinlich auf der Laufstrecke „bemerkbar“ machen würde. Zusätzlich brannte nunmehr die Sonne erbarmungslos auf die Athleten nieder. Torsten nutzte deshalb jede Gelegenheit, um Wasserflaschen zu greifen und sich damit schon auf dem Rad abzukühlen. Nach einer sensationellen Fahrt über 86 km erreichte er bereits nach 2:20h (das entspricht einem Durchschnitt von 37km/h!) die zweite Wechselzone, schlüpfte in seine Laufschuhe und begann den abschließenden 20 km-Lauf.

Da die Temperatur nunmehr die 30 Grad Marke erreicht hatte, war es nun wichtig, sich ausreichend zu kühlen und mit Flüssigkeit zu versorgen.

Der erfahrene Triathlet spielte hier seine ganze Erfahrung aus und nutzte jeden Verpflegungspunkt, um sich mit Schwämmen weiter abzukühlen. Zusätzlich hatte er auch Energy-Gels dabei. Bereits nach wenigen Kilometern merkte Torsten, dass die Kraftanstrengung auf dem Rad nun ihren Tribut forderte.

Er konnte sein Anfangs-Tempo nicht ganz halten und nahm etwas Tempo raus, um kein Risiko einzugehen.

So lief er ein konstantes Tempo im Bereich von 4:30-40 min/km weiter und erreichte nach sehr guten 1:32h das Ziel. Dort stellte er zur Überraschung fest, dass er die offene Wertung der AK50 gewonnen hatte. Gleichzeitig bedeutete seine Endzeit von 4:30:08h in der DM-Wertung einen formidablen 13. Platz (AK50 M). Somit hatte sich der Trip nach Ingolstadt für Torsten mehr als gelohnt. Die DJK-Abteilung gratuliert zu diesem tollen Ergebnis.

Torsten Drommel - Perdorceritt auf dem Bike und als Finisher.Foto: privat

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