Interview mit Florian Schlich, Kapitän der SG Eintracht Mendig/Bell
„Trainer Cornel Hirt tut uns allen gut“
Mendig. Ganze vier Akteure der Startformation der SG Eintracht Mendig/Bell gegen die SG 06 Betzdorf waren schon in der vergangenen Saison für die Mannschaft von der Brauerstraße aufgelaufen. Neben Matthias Strahl, Marcel Berg und Philipp Geisen gehört Kapitän Florian Schlich fast schon zum Inventar. Der 28-Jährige, dem Trainer Cornel Hirt eine „sensationelle körperliche Verfassung“ attestiert, entwickelt sich nun auch noch mehr und mehr zum Torjäger. Nachdem er eine Woche zuvor in Badem schon nach drei Minuten per Kopf die frühe Führung erzielt hatte, traf der lange Abwehrspieler auch gegen Betzdorf mit einem herrlichen Volleyschuss zum 1:0. Der 36-jährige Jörg Jenke, der gegen Betzdorf mit Schlich die Innenverteidigung bildete, bezeichnet seinen Nebenmann als „echten Leader“ und ist voll des Lobes: „Wir haben zusammen 500 Rheinlandligaspiele auf dem Buckel, da brennt so leicht nichts an.“ Im Interview zieht Schlich eine erste Zwischenbilanz.
Ist das der beste Florian Schlich, den es jemals gab?
Schlich: „Um Gottes Willen, das möchte ich so nicht sagen. Tatsache ist, dass ich vor der Saison fünf Kilogramm abgenommen und meine Ernährung umgestellt habe. Cornel hat mich immer wieder gepusht und gekitzelt und im positiven Sinn gestichelt. Anfangs ist er mir ziemlich auf die Nerven gegangen, aber er tut uns allen gut. Zudem habe ich meinen Bandscheibenvorfall nun endgültig überstanden.“
Dabei wären Sie nach der Saison beinahe in Plaidt gelandet…
Schlich: Das Thema ist abgehakt, dazu gibt es nichts mehr zu sagen.
In Mülheim-Kärlich und gegen Mayen stand Florian Wirths in der Innenverteidigung neben Ihnen, in Badem Daniel Bianco und heute Jörg Jenke. Mit wem funktioniert die Zusammenarbeit am besten?
Schlich: Das möchte ich nicht thematisieren. Es zeigt aber, dass wir viele Optionen haben. Wir sind in der Defensive gut aufgestellt und haben erst drei Gegentore bekommen, das sagt alles. Wir arbeiten im Training hart, die nötige Lockerheit darf dabei allerdings nicht fehlen. Diesen Spagat bekommen wir hin.
Vier Spiele, sieben Punkte: Was geht noch in dieser Saison?
Schlich: Auch wenn es momentan so gut läuft, sollten wir versuchen, frühzeitig den Klassenverbleib zu erreichen, damit sich der Verein stabilisieren kann. Wir sollten den Nichtabstieg nicht wieder auf den letzten Drücker realisieren, das wäre besser für die Nerven aller Beteiligten.
Am Sonntag geht es nach Morbach. Können die Fans da ihr drittes Saisontor erwarten?
Schlich: Nein, ich werde fehlen. Da ich bald meine Meisterprüfung als Schornsteinfeger beginnen werde, fliege ich noch mit meiner Freundin für zehn Tage nach Mallorca. Aber keine Angst, es geht dort ganz ruhig zu. Und unser Trainer hat für mich schon ein spezielles Fitness-Programm zusammengestellt. Beim nächsten Heimspiel gegen den VfB Linz bin ich wieder dabei.“
Ein charakteristisches Bild nicht nur gegen Betzdorf: Florian Schlich obenauf.
