Lokalsport | 31.05.2022

Spektakuläres Jubiläumsrennen auf dem Nürburgring

Triumphfahrt der Meuspather-Teams von Phoenix und GetSpeed

50. Auflage des ADAC 24h Rennens

Insgesamt 134 Fahrzeuge starteten vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse in die 24h Hatz durch die Grüne Hölle, am Ende überquerten 93 Fahrzeugen die Ziellinie.  Fotos: PEBU

NÜrburgring. Nachdem in den letzten zwei Jahren beim ADAC 24h Rennen Corona bedingt die Zuschauerplätze an der Nordschleife geschlossen blieben, wurden in diesem Jahr wieder wahre Campingstädte in den markanten Streckenabschnitten errichtet. Mit den dazugehörigen Beleuchtungen dem Sound aus riesigen Lautsprecherboxen gepaart mit Grillfeuern und den davon ausgehenden Düften kehrte auch die einmalige Nordschleifen-Atmosphäre zurück, durch die das Motorsportfest nicht zuletzt seine Einzigartigkeit erlangte. Insgesamt feierten mehr als 230.000 Zuschauer über die gesamten Veranstaltungstage die fünfzigste Auflage des Motorsportklassikers.

Vor dieser beeindruckenden Zuschauerkulisse starteten dann am vergangenen Samstag insgesamt 134 Fahrzeuge in die 24h Hatz durch die „Grüne Hölle“. Fortan konnten die Fans abwechslungsreichen und einen an Spannung kaum zu überbietenden Rennverlauf erleben.

Nach zahlreichem Wechsel in der Führungsposition war es am Ende das Audi Sport Team Phoenix, das seinen insgesamt sechsten Erfolg bei dem 24h Marathon bejubeln konnte. Den Sieg für das Meuspather Team sicherten Kelvin van der Linde (Südafrika), die beiden Belgier Dries Vanthoor und Frederic Vervisch sowie Robin Frijns (Niederlande). Nach 24 Stunden erreichte das Quartett im Audi R8 LMS Evo II nach einer zurückgelegten Renndistanz von 4.035 Kilometern (159 Runden) das Ziel. Auf Position zwei folgten DTM-Champion Maximilian Götz, Fabian Schiller und Adam Christodoulou (Großbritannien) im GetSpeed Mercedes-AMG GT3 des ebenfalls in Meuspath beheimateten Teams. Da der zweite AMG GT3 von GetSpeed mit Maro Engel, Jules Gounon (Spanien) und Daniel Juncadella (Frankreich) das Podium komplettierte, sprach Streckensprecher Patrik Simon auch von den Meuspather Stadtmeisterschaften. Keine Rolle bei diesen Meisterschaften der Eifel-Teams spielte in diesem Jahr aber das Team von Manthey Racing. Nachdem wegen einer Strafversetzung der Bolide des Titelverteidigers das Rennen als letzter der ersten Startgruppe, aufnehmen musste, legte Startfahrer Kevin Estre eine beeindruckende Aufholjagd hin und führte das Feld sogar einige Runden an. Nach dem Laurens Vanthoor den Grello-Porsche übernommen hatte, kollidierte dieser bei einem Überholversuch mit dem Phönix Audi, der zu diesem Zeitpunkt von seinem Bruder Dries pilotiert wurde und schlug heftig in die Streckenbegrenzung ein. Damit endete bereits rund 3,5 Stunden nach dem Start alle Hoffnungen von Manthey Racing einen erneuten Erfolg. Generell war die Jubiläumsausgabe der 24h Nürburgring von zahlreichen Favoriten Ausfällen geprägt. Dabei erlebten Porsche und BMW ein wahres Desaster. Der beste Porsche erreichte erst auf Position neun das Ziel. Noch schlimmer erwischte es den Münchner Sportwagenhersteller bei seinem eigenen Jubiläum zu 50 Jahre BMW M GmbH. Der Fahrer des besten Fahrzeugs von BMW, aus der Klasse SP10 sah erst auf Position 19 die Zielflagge. Von sieben gestarteten GT3 Boliden erreichte nur einer abgeschlagen auf der Position 47 das Ziel.

Ebenso wie im Gesamtklassement gab es auch Licht und Schatten für Fahrer und Teams aus der Region.

Nach dem Sieg beim letzten NLS-Lauf konnte Schmickler Perfomance (Bad Neuenahr-Ahrweiler) erneut seine Leistungsstärke in der Porsche Cayman Klasse Cup3 mit einem Sieg unter Beweis stellen.

Gleiches gelang auch dem Team von Teichmann Racing mit dem KTM X-BOW GTX in der Cup-X Klasse. Der siegreiche KTM wurde neben Stephan Bodmerkel (Waldesch), den beiden Österreichern Laura Kraihamer und Constantin Schöll auch von Lokalmatador Hendrik Still aus Kempenich pilotiert.

Die beiden Autos des Teichmann Teams von Michael Mönch (Adenau) und Maik Rönnefarth (Bad Neuenahr-Ahrweiler) erreichten das Ziel nicht. Gleiches Schicksal ereilte auch Andreas Ziegler (Sinzig) und Tobias Wahl (Remagen). Für den Walkenhorst BMW M4 GT3 von Ziegler endete der Rundenzähler bereits nach 41 gefahrenen Runden. Bei dem Black Falken Porsche von Tobias Wahl kam das Aus nach insgesamt 45 Runden.

Auf der Schattenseite in diesem Jahr auch der Porsche von Frikadelli Racing aus Barweiler, der ebenfalls das Rennen nicht beendete.

Erfolgreicher verlief hingegen der Einsatz des von Black Falken (Meuspath) eingesetzten Porsche, der unter anderem von Moriz Kranz (Linz) und Alexej Veremenko (Adenau) auf die zweite Position in der Cup2 Wertung pilotiert wurde. Die gleiche Platzierung in der SP10 konnte auch das Team von Prosport Racing aus Wiesemscheid mit einem Aston Martin Vantage AMR GT4 einfahren. Mit einem Porsche 718 aus der Klasse SP4T konnte sich Ralf Zensen aus Barweiler und seine Teamkollegen in die Siegerliste eintragen.

Nur Knapp eine Podiumsplatzierung mit Rang 4 bei den TCR Fahrzeugen verfehlten die beiden Brüder Joachim und Jürgen Nett (Mendig/Mayen) bei ihrem ersten Renneinsatz in diesem Jahr.

Nach der Jubiläumsveranstaltung steht auch schon der Termin für die 51 Ausgabe, wo die Piloten vom 18. bis 21. Mai 2023 den Asphalt des Nürburgrings erneut für 24h unter die Räder nehmen werden. Den Prolog dazu gibt es bei den ADAC 24h Nürburgring Qualifiers vom 21. bis 23. April 2023.

BURG

Die siegreiche Besatzung des Teichmann KTM (v.li) Constantin Schöll, Lokalmatador Hendrik Still, Stephan Bodmerkel und Laura Kraihamer.

Die siegreiche Besatzung des Teichmann KTM (v.li) Constantin Schöll, Lokalmatador Hendrik Still, Stephan Bodmerkel und Laura Kraihamer.

Nach zwei Jahren Corona bedingter Abstinenz brachten die Fans diese einmalige Nordschleifen-Atmosphäre zurück, durch die das Motorsportfest nicht zuletzt seine Einzigartigkeit erlangte.

Nach zwei Jahren Corona bedingter Abstinenz brachten die Fans diese einmalige Nordschleifen-Atmosphäre zurück, durch die das Motorsportfest nicht zuletzt seine Einzigartigkeit erlangte.

Jürgen Nett beim Fahrerwechsel in den Cura TCR SEQ von Matilda Racing.

Jürgen Nett beim Fahrerwechsel in den Cura TCR SEQ von Matilda Racing.

Der siegreiche Audi R8 LMS Evo II von Phönix Racing.

Der siegreiche Audi R8 LMS Evo II von Phönix Racing.

Insgesamt 134 Fahrzeuge starteten vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse in die 24h Hatz durch die Grüne Hölle, am Ende überquerten 93 Fahrzeugen die Ziellinie. Fotos: PEBU

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