SV Rot Weiß Queckenberg
Türkischer Honig an der Nelkenstraße in Waldorf
Waldorf. Das Comeback in der C-Liga nach achtjähriger Abstinenz hätte für den SV Rot Weiß Queckenberg kaum erfolgreicher verlaufen können. Im Duell zweier Neulinge gastierte die Müller/Kurek-Truppe zum Saisonauftakt bei der ambitionierten zweiten Vertretung des SV Vorgebirge an der Nelkenstraße. Während die Rot Weißen den Klassenerhalt anpeilen, schielt die Heimelf sogar in Richtung Meisterschaft. Von Anbeginn entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem es nach 20 Minuten bereits 0:2 für die Männer aus der Voreifel hieß. Zunächst verwandelte Alibajro einen Freistoß von halbrechter Position traumhaft zur Gästeführung (06.). Vierzehn Minuten später steckte Wyrzykowsky die Pille in den Strafraum durch auf den gestarteten Gümüs, der überlegt einschob und die Gästeführung scheinbar beruhigend ausbaute. Nach diesem Traumstart der Männer aus der Voreifel fand die Heimelf besser in die Partie und verkürzte schnell auf 1:2 (22.). Das Spielgeschehen verlagerte sich nun zunehmend in die Queckenberger Hälfte, doch Abeling organisierte seine Abwehrleute hervorragend und wusste mit Gerhard einen jederzeit sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten. Als alle Queckies bereits den Halbzeitpfiff herbeisehnten, gelang den Gastgebern der mittlerweile verdiente Ausgleich (44.), allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position.
Der zweite Durchgang begann mit einem rotweißen Urknall. Nach Foul an Gümüs legte sich Uygur das runde Leder zum Freistoß zurecht und zeigte kein Erbarmen, weder mit dem Spielgerät noch mit dem Querbalken. Vielmehr drosch er die Kugel aus 25 Metern an die Lattenunterkante und versenkte den Ball in unnachahmlicher Manier zur erneuten Gästeführung. Damit wurden 44 Minuten eingeläutet, die an Dramatik kaum zu überbieten waren. Mehrfach hielten alle Fans, Spieler und Betreuer beider Mannschaften den Atem an, Herzschrittmacher wurden heruntergetaktet und anstatt Kaffee wurden vermehrt Valiumtabletten gereicht. So rettete Gerhard mehrfach großartig gegen die wütend anrennenden Gastgeber. Aber auch Frank (60.), Geimer (63.), Gümüs (80./85.) und Alibajro (70.) versemmelten teilweise tausendprozentige Möglichkeiten und verpassten es so, den Sack vorzeitig zuzumachen. Am Ende blieb es schließlich bei dem nicht unverdienten 2:3 in einem Spiel, welches gut und gerne 8:8 hätte ausgehen können. Den Sieg verdienten sich alle Queckies durch ihre brennende Leidenschaft, ihren nimmermüden Kampfgeist und eine absolut positive Spieleinstellung. Dabei ist in jedem Falle die Defensivleistung von Klemm hervorzuheben. Unauffällig aber allgegenwärtig zerstörte er die Angriffsbemühungen und ließ seine Gegenspieler mehr und mehr verzweifeln. Mit der gezeigten Leistung sowie den Vollstreckerqualitäten der Bosporus-Fraktion kann der RWQ den kommenden Aufgaben absolut optimistisch entgegenblicken! Aufstellung: Gerhard - Haas, Abeling, Wyrzykowsky - Klemm, Nordt - Alibajro, Uygur, Mundorf, Geimer,- Gümüs. Verstärkung: Becker, Frank, Declair, Eiserne Reserve: Pesch.
