Vallendarer Volleyballjugend schreibt Geschichte bei Rheinlandmeisterschaft
U18 ist Vizerheinlandmeister
Vallendar. Zum ersten Mal in der Geschichte des Vallendarer Volleyballs nahm eine männliche U18-Mannschaft des TV Vallendar an den Jugendmeisterschaften des Volleyballverbandes Rheinland teil. Entsprechend motiviert und aufgeregt machten sich die Jungs der Jahrgänge 2007 bis 2010 auf den Weg nach Neuwied, wo der TV Feldkirchen die Rheinlandmeisterschaft für insgesamt sechs Mannschaften ausrichtete. Trotz Kampfgeist und Siegeswillen aller Mannschaften entwickelte sich schnell eine angenehme Atmosphäre in der Halle. Die Jungs der teilnehmenden Vereine kennen sich mittlerweile von diversen Einsteigerturnieren, U16, U20 und aus dem Ligabetrieb der Bezirksklasse.
So galt der TV sebamed Bad Salzig mit seiner langen Tradition im Männervolleyball als klarer Favorit. Und es war schon eine kleine Sensation, dass der TVV diese Mannschaft in der Vorrunde mit 2:1 besiegen konnte. Bundestrainer Bernd Werschek sah ein Spiel auf Augenhöhe. Nach dem knapp verlorenen ersten Satz witterte Vallendar seine Chance, das Spiel noch zu drehen. Der TVV gab gegen die technisch stärkeren Salziger keinen Ball verloren und machte im Angriff und Aufschlag konstant Druck. Die Jungs um Mannschaftskapitän Clemens Oehl liefen zur Höchstform auf. „So gut habe ich sie noch nie spielen sehen“, lobte Trainer Horst Schmidt, der sein Team von der Seitenlinie aus lautstark durch jede Aktion führte. Die mitgereisten Vallerer Fans befürchteten zwischenzeitlich, dass ihre Jungs plötzlich den Ball fallen lassen würden, wenn der Trainer seinen Redeschwall unterbrechen würde. Doch diese Gefahr bestand nicht, es gab genug zu erklären. Bereits im ersten Gruppenspiel gegen Burgbrohl kämpften sich die Vallerer in drei Sätzen zum Sieg. Da diese Mannschaft wegen fehlender Jugendpässe außer Konkurrenz spielte, konnten alle elf Vallendarer Spieler eingesetzt werden und Spielpraxis sammeln.
Mit zwei Siegen in der Vorrunde erreichte der TVV den ersten Platz in seiner Gruppe und traf im Überkreuzspiel auf den anderen Gruppenzweiten, die Westerwaldvolleys. Auch hier wurden drei Sätze zum Sieg benötigt. Nach einer 13:8 Führung im dritten Satz gewann Vallendar am Ende denkbar knapp mit 16:14. Die Freude über den Einzug ins Finale war riesengroß. Im anderen Überkreuzspiel setzte sich Salzig klar gegen Feldkirchen durch und stand somit als Finalgegner fest.
Nach drei Dreisatzspielen war die Luft raus, Vallendar konnte leider nicht an die Leistungen der anderen Spiele anknüpfen. Zu viele Fehler in Aufschlag, Annahme, Zuspiel, Angriff und Abwehr machten es Salzig leicht, beide Sätze für sich zu entscheiden. Dennoch waren alle mit der Silbermedaille sehr zufrieden, zumal sie zur Teilnahme an den nationalen Meisterschaften im Februar berechtigt. Um dort bestehen zu können, müssen die nächsten Trainingseinheiten effektiv genutzt werden. BA
