+Beim fünften offenen Hallenfußballturnier der Verbandsgemeinde Mendig war für den Gastgeber früh Schluss
U23 von Fortuna Köln sahnte so richtig ab
Mendig. Das hatte sich der Gastgeber sicher anders vorgestellt: Sowohl die erste Mannschaft (Rheinlandliga) als auch die zweite Vertretung der SG Eintracht Mendig/Bell (Kreisliga B Mayen) schieden beim fünften offenen Hallenfußballturnier der Verbandsgemeinde Mendig schon nach der Vorrunde aus. Der dritte Vertreter aus der Verbandsgemeinde Mendig, die SG Wehr/Rieden/Volkesfeld (Kreisliga A Rhein/Ahr), musste in der Großsporthalle an der Fallerstraße ebenfalls früh die Segel streichen.
Den Turniersieg und die 500 Euro Prämie holte sich schließlich die U23 des SC Fortuna Köln (Landesliga Mittelrhein), die in einem spannenden Finale über einmal 13 Minuten die SG Elztal knapp mit 2:1 bezwingen konnte. Der Bezirksligist nahm immerhin noch 200 Euro mit nach Hause aufs Maifeld. Zudem durften sich die beiden Finalteilnehmer über zwei Fünf-Liter-Fässchen mit Mendiger Vulkan-Bräu freuen.
Im Neun-Meter-Schießen um Platz drei (darauf hatten sich die beiden Vereine kurzfristig geeinigt) behielt Rheinlandligist SG 2000 Mülheim-Kärlich gegen den Bezirksligisten FC Metternich mit 2:0 die Oberhand. Für die Mannschaft von Trainer Patrick Wagner-Galda, der als mitspielender Torwart im Einsatz war, gab es noch 100 Euro und ein Fünf-Liter-Fässchen Mendiger Vulkan-Bräu, die Koblenzer Vorstädter durften sich nur das Bier schmecken lassen und mussten ohne Prämie nach Hause fahren.
Die Geldpreise hatten die Volksbank Rhein/Ahr/Eifel und die Verbandsgemeinde Mendig, bei der Siegerehrung durch den Ersten Beigeordneten Joachim Plitzko vertreten, im Vorfeld ausgelobt. Die Sachpreise gingen ebenfalls mit in die Domstadt: Kai Burger (er bekam ein Paar Schienbeinschoner) entpuppte sich mit sieben Treffern als bester Torschütze des Turniers, Jonahtan van Oort (der U19-Spieler erhielt ein Paar Torwarthandschuhe) wurde von der Turnierleitung um Hermann Frings zum besten Schlussmann gewählt. Die Reserve des SC Fortuna Köln hatte in Mendig also so richtig abgesahnt. Die drei einheimischen Schiedsrichter Helena Euskirchen, Alexander Müller und Alexander Mürtz brachten alle Spiele souverän über die Bühne, lediglich zwei Zwei-Minuten-Strafen mussten ausgesprochen werden.
Das spielerische Niveau in den beiden Halbfinalspielen und im Finale war ansprechend, die Vorrunde (bei zwei Gruppen mit jeweils fünf Mannschaften) zog sich doch arg in die Länge. Das Spielen mit der Bande hat sich wiederum bewährt.
Schwache Resonanz
Lediglich mit der Zuschauerresonanz war der Vorsitzende der SG Eintracht Mendig/Bell nicht so zufrieden. „Mit der Terminfindung und dadurch mit der Vorbereitung waren wir in diesem Jahr hinten dran. Der endgültige Termin wurde erst Anfang Dezember endgültig fixiert. Das wollen wir beim nächsten Mal besser machen und für Januar 2018 frühzeitig einen Termin blocken“, so Harald Heinemann in seiner Manöverkritik. „Zwischen den Jahren konkurrieren wir doch stark mit der Mayener Stadtmeisterschaft, zudem befinden sich zwischen Weihnachten und Neujahr viele Spieler im Urlaub.“
Neuer Modus
Auch der Modus wird geändert. 2018 sollen nur noch acht Mannschaften beim Hauptturnier, das an einem Sonntag um 15 Uhr beginnen wird, am Start sein. „Dann sind wir um 21 Uhr durch“, blickte Heinemann ein wenig voraus. „Es ist natürlich nicht so prickelnd, wenn die Siegerehrung erst um 23.10 Uhr beendet ist. Weder für die Spieler noch für die Zuschauer.“
Mohammed Loum von der U23 des SC Fortuna Köln präsentiert stolz die Siegertrophäe.
Ein Heinemann steht immer zwischen den Pfosten: Beim Hallenfußballturnier der Verbandsgemeinde Mendig ersetzte Niklas Heinemann seinen verhinderten Bruder Jan als fliegender Torwart. Gegen den späteren Turniersieger, die U23 des SC Fortuna Köln (rechts Mohammed Loum), musste er allerdings fünf Gegentreffer hinnehmen.
Der Mendiger Matthias Strahl (links), der am Tag des Turniers seinen 20. Geburtstag feierte, hatte gegen den technisch versierten Senegalesen Mohammed Loum, der noch für die U19 von Fortuna Köln spielberechtigt ist, so seine Schwierigkeiten.
Die U23 von Fortuna Köln sahnte so richtig ab: Joachim Plitzko, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Mendig (links), Turnierleiter Hermann Krings (Zweiter von links) und SG-Vorsitzender Harald Heinemann (rechts) zeichneten Kai Burger (Mitte) als besten Torschützen und Jonahtan van Oort als besten Schlussmann aus.Fotos: SK
