Fußball-Rheinlandpokal 2. Runde
Über Einsatz und Wille eine Runde weiter
TuS Oberwinter – SG 99 Andernach 2:1 (0:0)
Oberwinter.Einsatz und Wille waren entscheidend, dass der TuS Oberwinter durch den 2:1 (0:0)-Sieg über die SG 99 Andernach die dritte Runde im Fußball-Rheinlandpokal erreichte. Eigentlich stand für die Andernacher ein Spiel gegen den A-Ligisten SG Rhens-Spay auf dem Programm, der aber bei ihrem 2:1-Sieg über den TuS Oberwinter einen nicht spielberechtigten Akteur einsetzten und folglich das Spiel für die Bandorfer gewertet wurde. In einer durchwachsenen Partie enttäuschten vor allem die Rheinstädter, die zu keinem Zeitpunkt in ihr Spiel fanden. „Ich bin richtig enttäuscht“, sagte SG 99-Trainer Kim Kossmann nach dem Abpfiff und fuhr fort: „Wir haben uns im gesamten Spiel nur eine Torchance erspielen können. Wenn wir nur 90 Prozent geben, dann reicht das in keinem Spiel.“ In der Tat besaßen die Gäste nach einer halben Stunde lediglich eine nennenswerte Einschussmöglichkeit, als Ole Conrad nach Vorlage von Daniel Kossmann an TuS-Keeper Niklas Fachinger scheiterte. Die Partie spielte sich überwiegend zwischen den beiden Sechszehner ab. Die Platzherren übten den größeren Druck aus, machten aber zu wenig aus ihren Offensivaktionen. Auch nach dem Wechsel zeigten sich Platzherren wesentlich lauf- und zweikampfstärker. Und dann war es Nico Schooß (47.), der nach einer schönen Kombination die längst fällige 1:0-Führung markierte. Eine Gegenwehr der Gäste erfolgte auch weiter nicht gegen eine Hirt-Elf, die sich nicht mehr in Verlegenheit bringen ließ. Es dauerte aber bis zur 90. Minute, ehe die Partie endgültig entschieden war. Thomas Enke bewies wieder einmal seine Torjägerqualitäten und erhöhte auf 2:0. Der 2:1-Anschlusstreffer durch einen direkt verwandelten Eckball des SG-99-Akteurs Tom Tiede (90.+6) kam zu spät und war lediglich Ergebniskosmetik.
„Bei den zwei Niederlagen gegen die SG Vordereifel und SG Mörschbach haben wir zu offensiv agiert, operierten überwiegend mit offensiven Spielern. Diesmal lag der Fokus auf der Defensive mit zwei Akteuren mehr in der Abwehr. Das hat sich bezahlt gemacht“, resümierte ein zufriedener TuS-Coach Cornel Hirt und ergänzte: „Wir haben unsere Fehler minimiert, standen gut und haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Für die Moral war das nach zwei Niederlagen sicherlich sehr wichtig.“
Ein Sieg, der dem TuS Oberwinter im Viertelfinale des Rheinlandpokals ein Heimspiel gegen den TuS Koblenz beschert. In der Saison 2012/2013 schaffte der TuS Oberwinter einen überraschenden 2:0-Pokalsieg über den damaligen Regionalligisten TuS Koblenz. Das letzte Aufeinandertreffen ist noch nicht lange her. Im Viertelfinale des Rheinlandpokals 2020/2021 war der Oberligist ebenfalls auf der Bandorfer Höhe zu Gast und machten erst in der Schlussphase den 5:2-Sieg perfekt. Am Mittwoch, 5. Oktober um 19.30 Uhr gastiert der derzeitige Oberliga-Tabellenführer erneut auf der Bandorfer Höhe. Eine Partie, die viele Zuschauer verspricht und interessante 90 Minuten.
TuS Oberwinter: Fachinger, Meiswinkel, Koll, Groß, Reggami (56. Bollig, 89. Lefevre), Spahn, Halfen, Schooß, Enke, Manneh, Antwerpen.
SG 99 Andernach: Koch, Hoffmann, Wilbert (46. Heider), Schmitz, Unruh, Conrad, Kossmann (79. Oster), Oligschläger (50. Reintges), Lutz (60. Tiede), Weber, Hild.
Schiedsrichter: Robert Depken (Koblenz). Assistenten: Alex Bach, Paul Volk.
Zuschauer: 120.
Torfolge: 1:0 Nico Schooß (47.); 2:0 Thomas Enke (90.); 2:1 Tom Tiede (90.+6). LS
