Tischtennisseniorenmeisterschaften in Kassel
Und immer wieder Heidi Wunner
Zwei Vizemeisterschaften waren dieses Mal ihre Ausbeute
Rheinbreitbach/Kassel. Jeweils ein zweiter Platz im Einzel und Mixed waren die Ausbeute von Heidi Wunner bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Tischtennissenioren in Kassel. „Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden“, freute sich die Rheinbreitbacher Tischtennisspielerin über die beiden Silbermedaillen. Am Start in Kassel waren insgesamt knapp 500 Teilnehmer in sieben Altersklassen.
Zählen kann die inzwischen 76-Jährige ihre nationalen und internationalen Titel schon lange nicht mehr. „Aber es findet sich in der Vitrine immer noch ein Platz für die Pokale, Medaillen und Urkunden“, erzählt Wunner.
Ans Aufhören verschwendet die emsige Athletin des SV Rheinbreitbach jedenfalls keinen Gedanken. Warum auch, wenn es immer noch hervorragend läuft. Ob in Bayern oder im Rheinland - nicht ein großes Turnier, dem Wunner mit ihrer unbändigen Leidenschaft für den Tischtennissport nicht ihren Stempel aufgedrückt hat. So auch jetzt wieder bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Kassel. Natürlich hat sich ihr Können auch bei der Konkurrenz längst herumgesprochen und wie selbstverständlich gehört sie in ihrer Altersklasse bei jedem Turnier immer zu den Favoritinnen. Auch wenn sie es manchmal unnötig spannend macht. Lief in der Gruppenphase der Einzelkonkurrenz mit zwei souveränen Siegen noch alles glatt, so unterliefen ihr in der anschließenden KO-Runde doch einige ungewohnte Leichtsinnsfehler. Gleich zwei Mal benötigte sie die volle Distanz von fünf Sätzen, um sich gegen allerdings starke Gegnerinnen für das Endspiel der Ü-75-Klasse zu qualifizieren. Hier traf sie auf Renate Metge vom TTC Rödinghausen, die sie in der Gruppenphase noch besiegt hatte. „Irgendwie bin ich diesmal nicht richtig ins Spiel gekommen“, zeigte sich Wunner selbstkritisch. Am Ende hieß es 3:1 für ihre Konkurrentin, was der Freude über die Vizemeisterschaft allerdings keinen Abbruch tat.
Noch spannender machte es Heidi Wunner im Mixed. An der Seite ihres langjährigen Partners Siegfried Lembke gelang ihr erneut der Einzug ins Endspiel.
Am Ende gab es eine knappe und unglückliche 2:3-Niederlage. „Klar hätte ich gern einen Titel mitgenommen“, so die engagierte und immer noch ehrgeizige Jugendwartin des SVR, „aber zwei zweite Plätze sind ja schließlich auch nicht schlecht.“ Viel Zeit zum Nachdenken und zur Fehleranalyse bleibt ohnehin nicht. Zurzeit ist Heidi Wunner schon wieder unterwegs ins spanische Alicante, wo die diesjährigen Senioren-Weltmeisterschaften stattfinden.
