Pokalfinale des Fußballballkreises Koblenz
Vallendar holt dritten Titel in drei Jahren
Spay. Jedes Jahr ein Fest: Beim SC Vallendar ist dies nun schon im dritten Jahr in Folge Gesetz. Nach den Meistertiteln der vergangenen beiden Jahre und den daraus resultierenden Aufstiegen gab es in dieser Saison den Kreispokal zum Feiern. 2016, damals als amtierender C-Klassenmeister, war der SC Vallendar am SV Spay gescheitert. In dieser Saison gab es nun, ausgerechnet in Spay, die Krönung. Der FC Horchheim, der bereits im Vorjahr mit seiner Reserve im Endspiel dieses Wettbewerbs stand, unterlag vor 600 Zuschauer knapp mit 0:1 (0:0). Spieler des Tages war Manjano Gerhartz, der sieben Minuten vor Spielende das Tor des Tages erzielte.
Zu Beginn der Partie schien sich eine Überraschung anzubahnen. Die Horchheimer, die als Tabellenzweiter bereits den Aufstieg in die Kreisliga A erreicht hatten, fanden schneller ins Spiel und hatten in der Anfangsphase auch die besseren Möglichkeiten. Erst nach einer knappen Stunde hatte dann der Favorit die Partie besser im Griff, ohne allerdings den FC ernsthaft in Gefahr zu bringen. Horchheim hingegen traf durch Marvin Kerber mit einem Heber zumindest die Querlatte des Vallendarer Tores.
Am Spiel selbst änderte sich auch nach der Pause wenig. Die Fans aus beiden Lagern erlebten eine ausgeglichene Partie. Weitere Tormöglichkeiten blieben Mangelware - bis eben auf die 83. Minute. Hier hatte sich Gerhartz das Spielgerät geschnappt und von der Strafraumgrenze einfach draufgehalten. Der Ball prallte gegen die Unterkante der Latte, hinter die Linie und wieder aus dem Tor. Schiedsrichter Oliver Sons (Koblenz) entschied nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf Tor.
Für Jörg Laux zumindest eine fragwürdige Entscheidung. „Meiner Meinung nach war der Ball nicht hinter der Linie. Aber wir akzeptieren die Entscheidung“, gab sich der Trainer der Horchheimer mit Kritik zurückhaltend. Aber er konnte ja auch mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden sein. „Klar ist es schade, so ein Spiel zu verlieren. Aber wir waren ein ebenbürtiger Gegner und haben uns hier teuer verkauft.“
Dies hatte dann auch Vallendars Chef Marcello Dreher-Reinhardt so gesehen. „Horchheim hat uns hier ein Spiel auf Augenhöhe geliefert. Aber jetzt wird erst einmal gefeiert.“ Der Trainer des SC Vallendar hatte bei seinem Abschiedsspiel, in der kommenden Saison will er beim Oberligisten Rot-Weiß Koblenz auf Torejagd gehen, auch allen Grund dazu. Immerhin gilt er im Vredestein-Stadion als Vater des Erfolgs. Mit drei Titeln in den vergangenen drei Jahren sorgte er für den Aufschwung beim A-Ligisten.
Und der soll „in Familientradition“ nun weitergeführt wird. Zur neuen Saison übernimmt Bruder Amando das Team. Auch der 28-Jährige will beim SC Vallendar zunächst als Spielertrainer fungieren.
Aufstellung
SC Vallendar: Civil, Häusler, Cevik, Reinhardt, Cui, Raffauf (64. Vlasakidis), Nefferdorf, Gerhartz, Minnebeck, Softic, Dreher-Reinhardt (88. Altun). TH
Die entscheidende Szene: Manjano Gerhartz hat abgezogen. Wenige Sekunden später feiert er gemeinsam mit seinem Team den Führungstreffer.
