SV Rot Weiß Queckenberg gewinnt gegen Polonia Bonn Reserve
Verdienter Sieg für den SV
3:0 beendet nach über zwölf Monaten den Auswärtsfluch
Rheinbach-Queckenberg. Lang, lang ist es her, dass der SV Rot Weiß Queckenberg ein Pflichtspiel in der Fremde siegreich gestalten konnte. Trotzdem oder gerade deshalb fuhr man extrem selbstbewusst zur Reserve von Polonia Bonn. Die Kurek-Abeling-Truppe wollte vor allem sich selbst beweisen, dass sie überall Zählbares auf der Habenseite verbuchen, nicht nur auf der heimischen Alm. Im ersten Durchgang schossen sich Mundorf, Geimer, Zurek und Uygur in einen wahren Rausch, vergaßen dabei jedoch, die Pille im Kasten zu versenken. Zwei zu Recht nicht gewertete Abseitstore ließen Trainer, Betreuer und Gästeanhang umso mehr verzweifeln. Als dann die Gastgeber einen blitzsauberen Konter ohne Schnörkel vortrugen, hielt das rot-weiße Lager den Atem an. Doch auch die Einheimischen erwiesen sich in diesem Moment als Chancentod. So verzeichnete der fleißige Statistiker zwar ein Torschussverhältnis von 2:12, durfte jedoch keinen Treffer notieren. Zu Beginn des zweiten Durchganges weiterhin das gewohnte Bild: Die „Queckies“ überboten sich im Versemmeln von Großchancen und Polonia fand bei zwei überfallartigen Gegenstößen jeweils in Watty seinen Meister. Als die Madbachjungs immer mehr ihren vergebenen Hundertprozentigen hinterher trauerten, war es Mundorf, der einen langen Ball aufnahm und mit rechts dem Bonner Torhüter keine Abwehrchance ließ (53.). Auf dieser knappen Führung ruhten sich die Voreifler jedoch nicht aus. Nur elf Minuten später entdeckte der eingewechselte Raffino mit links sein „Standbein“ ebenfalls als Torfabrik, so beruhigte sich langsam der Puls bei allen Freunden des RWQ (64.). Den Schlusspunkt setzte mit Zurek der auffälligste Offensivakteur an diesem Tage (78.).
„Die zwei Türme“
Obwohl vor allem das Spiel nach vorn absolut überzeugend vorgetragen wurde, muss die herausragende Organisation in der Defensive gelobt werden. Die beiden Abwehrtürme Declair und Klemm ließen hier absolut nichts anbrennen und konnten sich dabei jederzeit auf ihre souveränen und Ruhe ausstrahlenden Nebenleute verlassen. Somit darf man folgendes Resümee ziehen: Mundorf und Raffino können es definitiv mit links und rechts, seit fünfeinhalb Monaten steht endlich wieder mal die Null, und die „Queckies“ beenden tatsächlich nach einer Durststrecke von zwölf Monaten und 13 Tagen ihren Auswärtsfluch. Damit geht man gut gerüstet in die nächste Heimpartie am 14. September gegen den MSV Bonn III.
Es spielten: Watty - Rau, Winkel, Klemm, Dupin - Heiliger, Mundorf, Uygur, Declair, Geimer - Zurek. Verstärkung: Becker, Raffino. Eiserne Reserve: Kolvenbach.
