Lokalsport | 17.09.2014

46. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig

Versunken im Nebel

Selbst auf kurzer Distanz trübten dichte Nebelschwaden die Sicht auch in der Boxengasse. BURG

Nürburgring. Hatte die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring in diesem Frühjahr, nicht wie in den vergangenen Jahren unter einem verspäteten Wintereinbruch zu leiden, so machte am vergangenen Samstag, die frühzeitliche herbstliche Witterung den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung, alle zehn Läufe planmäßig austragen zu können. Dichte Nebelschwaden zogen immer wieder, besonders in den Höhenlagen über das Asphaltband der Nordschleife und machten einen Start des 8. VLN Laufs unmöglich.

Warten auf Wetterbesserung

Nach über zweistündigem Warten auf Wetterbesserung gab dann um 14:05 Uhr VLN-Geschäftsführer Karl Mauer (Üxheim) die Absage der Veranstaltung bekannt. „Die Sicht war viel zu gering, als dass wir dem Start des Rennens hätten zustimmen können. Neben der Beeinträchtigung der Sicht für die Teilnehmer war vor allem auch die Tatsache, dass der Rettungshubschrauber unter diesen Bedingungen nicht hätte starten können, für unsere Entscheidung ausschlaggebend“, erklärte Rennleiter Peter Bröcher, die Absage. Schon das Qualifying in den Morgenstunden wurde durch Nebelschwaden auf der Grand-Prix-Strecke beeinträchtigt und konnte erst mit leichter Verspätung aufgenommen werden. Zunächst wurden die Fahrer auf dem Grand-Prix-Kurs mittels der gelben Flagge eingebremst, bis sich hier die Witterungsbedingungen gebessert hatten. Zu diesem Zeitpunkt war die Sicht auf der Nordschleife noch in Ordnung. Die Hoffnung aller Beteiligten, dass sich die Wetterlage weiter verbessern würde erfüllte sich aber nicht. Im Gegenteil, nach rund 50 Minuten sah sich die Rennleitung gezwungen, das Training vorzeitig abzubrechen.

Bestzeit

Die Bestzeit in diesem verkürzten Zeittraining hatte sich das Team von Frikadelli-Racing (Barweiler) vor dem Black Falcon Mercedes-Benz SLS AMG GT3 (Meuspath) gesichert. Viel Beachtung bei den Fans fand auch der geplante Einsatz des WTCC–Honda, der jedoch auch den Witterungsbedingungen zum Opfer fiel. Mit Blick auf den WM-Lauf im Rahmen des 24h-Rennens 2015, sollten die beiden WM Piloten von Honda, Tiago Monteiro und Gabriele Tarquini erste Erfahrungswerte mit ihrem Honda Civic WTCC auf der Nordschleife sammeln. Da sich bei den letzten Läufen die Termine der VLN mit den stattfindenden WM-Läufen in Shanghai und Suzuka überschneiden, ist ein weiterer Start in der VLN 2014 für das Team leider nicht mehr möglich. Aufgrund des nicht ausgetragenen 8. Laufes wird die Wertung der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2014 voraussichtlich nur neun Rennen betragen, sodass am Ende der Saison dementsprechend nur ein Streichergebnis berücksichtigt wird. Der neunte und vorletzte Lauf der Saison findet am 11. Oktober mit dem ROWE DMV 250-Meilen-Rennen des MSC Monheim statt.

Erfahrungsaustausch beim Zeittraining zwischen den beiden RTR Piloten, (v.li.) Marc Hennerici und Alex Autumn.

Erfahrungsaustausch beim Zeittraining zwischen den beiden RTR Piloten, (v.li.) Marc Hennerici und Alex Autumn.

Die beiden Honda WM Piloten, (v.li.) Tiago Monteiro und Gabriele Tarquini.

Die beiden Honda WM Piloten, (v.li.) Tiago Monteiro und Gabriele Tarquini.

Selbst auf kurzer Distanz trübten dichte Nebelschwaden die Sicht auch in der Boxengasse. Fotos: BURG

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