Fußball-Bezirksliga Ost
VfB-Coach Becker: Zwei Punkte liegen gelassen
VfB Linz – SG Weitefeld 1:1 (1:0)
Linz. In der Fußball-Bezirksliga Ost haben sich die beiden Spitzenteams VfB Linz und SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen nach abwechslungsreichen 90 Minuten mit einem gerechten 1:1 (1:0) Remis getrennt. Es darf sich keiner erlauben zu verlieren, wurde im Vorfeld der Partie angesagt. Für VfB-Trainer Paul Becker war es zwar keine Niederlage, aber dafür zwei verschenkte Punkte. „Wir hätten unsere Konterchancen besser nutzen müssen und haben zwei wichtige Punkte liegen lassen. Aber die Saison ist noch lang und wir haben noch Chancen, weiter da oben mitzumischen“, so Becker, dessen Schützlinge nach anfänglichen Abtasten ins Spiel fanden und nach einer Viertelstunde die erste richtige Tormöglichkeit besaßen. Mario Seitz war es, dessen Schuss das Ziel knapp verfehlte. In der 28. Minute klappte es besser, markierte Seitz die 1:0-Führung. Der Weitefelder Keeper Lukas Hammer hatte ein Schuss von Michael Fiebiger nur abklatschen lassen. Seitz war zur Stelle und lochte unhaltbar ein. Kurze Zeit später hätten die Einheimischen durch Michael Krupp (34.) auf 2:0 erhöhen können, aber diesmal ließ sich SG-Schlussmann Hammer nicht bezwingen. Nach der Halbzeit steigerten sich die Weitefelder und nun wurde auch VfB-Schlussmann Sebastian Seitz beschäftigt. Von seiner besten Seite zeigte er sich in der 57. Minute, als er einen Distanzschuss des SG-Angreifers Maximilian Strauch mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte. Das Offensivspiel der Gäste machte für die Platzherren allerdings auch Räume frei, um Konter anzusetzen und hier vergab Seitz (68., 74., 78.) mehrmals die Möglichkeit, die Führung auszubauen. „Wir sind es natürlich selbst Schuld, wenn wir solche Chancen liegen lassen“, ärgerte sich der Linzer Coach, dessen Ärger sich in der Schussphase noch vergrößern sollte. Einen Zweikampf zwischen VfB-Schlussmann Seitz und dem Gästeakteur Maik Oliver Seibel wertete Schiedsrichter Alexander Mürtz als elfmeterwürdig. Fabian Lohmar nahm das „Geschenk“ an und verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:1-Endstand. „Der Elfmeter war ein bisschen glücklich“, analysierte SG-Trainer Jörg Mockenhaupt und fuhr fort: „Wir haben nach einem guten Beginn total den Fluss verloren. Die zweite Hälfte war von uns besser und deshalb ist das Unentschieden okay.“
Am ersten Spieltag der Rückrunde empfängt der VfB Linz am Sonntag um 15.30 Uhr die SG Müschenbach/Hachenburg. Die Schützlinge von Volker Heun spielen einen kampfstarken und unbequemen Fußball. Diese Erfahrung machten die Linzer bereits bei dem glücklichen 2:1-Sieg im Hinspiel. Gute Kritiken erhielten die Müschenbacher auch bei der knappen 0:1-Niederlage am letzten Wochenende bei der torhungrigen SG Emmerichenhain. Die Becker-Truppe dürfte auf einen Gegner treffen, der aggressiv und mutig Zählbares anstrebt.
VfB Linz: S. Seitz, Kastert, Muders, Böcking (80. Lemke), Kyrion, M. Seitz, Y. Becker, Krupp, Kizilkan, Fiebiger, Friese (74. Tolaj).
Schiedsrichter: Alexander Mürtz (Mendig).
Zuschauer: 100.
Torfolge: 1:0 Mario Seitz (28.), 1:1 Lohmar (87., Foulelfmeter).
LS
