SG Eintracht Mendig/Bell stellte seine Mannschaft in der Vulkan-Brauerei vor
Voller Tatendrang in die neue Saison
Mendig. Fußball-Rheinlandligist SG Eintracht Mendig/Bell hat seine neue Mannschaft vorgestellt. Und das im passenden Ambiente: in den Räumlichkeiten des Hauptsponsors, der Vulkan-Brauerei Mendig.
Im Rahmen einer 45-minütigen Brauereibesichtigung führte Robert Kamm durch das Unternehmen, anschließend präsentierten sich die Neuzugänge während einer Bierverkostung mit Brotzeit im neuen Tasting Room, der im modernen Paletten-Stil eingerichtet ist. Im Dialog mit dem SG-Vorsitzenden Harald Heinemann sorgte Kamm für einen kurzweiligen Nachmittag für die zahlreichen Gönner und Sponsoren.
„Wir feiern heute mit dieser Form der Teamvorstellung eine Premiere, aber ich bin sicher, dass wir dies in den nächsten Jahren fortsetzen werden“, erklärte Heinemann in seiner Begrüßungsansprache. „Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind. Persönlich sehe ich der neuen Saison und den vielen neuen Gesichtern optimistisch entgegen. Wir haben hart gearbeitet, aber wenn gefeiert wird, dann wird gefeiert.“
Nach dem ersten Bier, einem Mendiger Pils, traten der neue Trainer Florian Stein und Co-Trainer Holger Riek, ein 42-jähriger Berufsschullehrer, vor das Publikum. „Mein Hauptjob ist der eines Grundschullehrers, obwohl mir das in den vergangenen Wochen nicht ganz klar war“, gab Stein einen kurzen Einblick in sein Seelenleben. Auch der Sportliche Leiter Frank habe zuletzt sicher mehr Zeit mit ihm verbracht als mit Ehefrau Uschi: „Ich wusste im Vorfeld, dass er einen Wahnsinnsaufwand betreibt. Gleichzeitig muss ich eingestehen: Es ist noch mehr, als ich gedacht hatte.“
Genügend Zeit für den Umbruch
Seine Aufgabe sei es nun, alles aus der Mannschaft herauszukitzeln. „Wir werden als Einheit auftreten. Ich bitte aber darum, uns Zeit zu geben“, so Stein. „Bei diesen Strukturen dürften wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Die Rahmenbedingungen sind allererste Sahne. Fangt die Kritiker ein, bündelt die Kräfte, zieht alle an einem Strang. Hier wächst etwas zusammen, das ist zu spüren. Wir haben viele Spieler verloren, das tut weh. Aber wir werden diesen großen Umbruch bewältigen.“ Heinemann versprach „eine andere Außendarstellung“ als im vergangenen Jahr, bevor Kamm mit dem Weizenbier mit Bananen-Aroma das „Aushängeschild“ der Brauerei kredenzte. Danach waren die ersten Neuzugänge an der Reihe. Der 18-jährige Max Sauerborn aus Rüber, von der U19 der TuS Koblenz nach Mendig gekommen, soll in seinem ersten Jahr bei den Senioren auf der linken Seite oder im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommen. Nach Aussage seines Trainers verfügt er über eine herausragende Schusstechnik. Jason Franke (20) aus Köln wechselte vom Bezirksligisten VfR Bachem in die Vulkanstadt. „Prinz Kongo“, wie er im Mannschaftskreis genannt wird, ist im Normalfall auf der Außenbahn unterwegs. Seine Mutter stammt aus Tansania, sein Vater aus Jamaika. Der 21-jährige Kevin Wendt aus Bonn ist als Soldat in Daun stationiert und wird nach Aussage Steins „nicht nur das Land, sondern auch Mendig verteidigen“. Auch wenn es sich bei ihm um einen nominellen Stürmer handelt.
Nach einem Pale Ale mit Maracuja-Aromen und einem Indian Pale Ale mit einer Grapefruit-Note bildeten Mark Spohler (24) und Kevin Kostrewa (26) den Abschluss der Teamvorstellung. Der 24-jährige Spohler verfügt durch seine vier Jahre beim Oberligisten Bremer SV über die nötige Erfahrung und suchte nach einer studienbedingten Auszeit eine neue Herausforderung, die er nun in Mendig gefunden hat. Obwohl der Innenverteidiger erst seit drei Wochen mit der Mannschaft trainiert, übernimmt er schon Verantwortung. Ebenso wie der vom SV Kripp gekommene Kostrewa, der im defensiven Mittelfeld über eine überragende Physis verfügt. „Es ist besser, ihn in deiner Mannschaft zu haben“, ließ Trainer Stein durchblicken. Mit einem gemütlichen Zusammensein in der Brauerei klang die harmonische und perfekt inszenierte Teamvorstellung aus.
Neuzugänge unter sich (v.l.): Kevin Wendt, Kevin Kostrewa, Jason Franke, Trainer Florian Stein, Co-Trainer Holger Riek, Max Sauerborn und Mark Spohler.
Im Dialog führten Robert Kamm (rechts) und SG-Vorsitzender Harald Heinemann (Mitte) durch das Programm.
