Lokalsport | 09.02.2022, 07:58 Uhr

Hohe Auszeichnung für den SV Wachtberg im Jubiläumsjahr

Volleyballabteilung wird der Status eines Verbandsstützpunktes verliehen

Der Sportdirektor des Westdeutschen Volleyballverbandes überreichte die entsprechende Plakette an Abteilungsleiter Michael Lämmel und Bürgermeister Jörg Schmidt

Der Westdeutsche Volleyballverband (WVV) verleiht dem SV Wachtberg aufgrund der jahrelangen guten Jugendarbeit den Status eines „Verbandsstützpunktes“. In der Turnhalle der Hans-Dietrich-Genscher-Schule überreichte Jaromir Zachrich, der Sportdirektor des WVV, jetzt die entsprechende Plakette an Abteilungsleiter Michael Lämmel und Bürgermeister Jörg Schmidt.  Foto: JOST
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Wachtberg.Vor 15 Jahren stand die Volleyballabteilung des SV Wachtberg noch vor der Auflösung, weil selbst die einzige verbliebene Damenmannschaft mit Personalproblemen zu kämpfen hatte. Doch das hat sich grundlegend geändert: heute zählt die Volleyballabteilung unter der Leitung von Michael Lämmel nicht weniger als 180 Mitglieder, zwei Drittel davon sind im Jugendalter. Zwölf Mannschaften von der U13 bis zu den Seniorinnen kämpfen in hohen Spielklassen um Punkte. Jetzt gab es dafür den verdienten Lohn: Der Westdeutsche Volleyballverband (WVV) verleiht dem SV Wachtberg aufgrund der jahrelangen guten Jugendarbeit den Status eines „Verbandsstützpunktes“. In der Turnhalle der Hans-Dietrich-Genscher-Schule überreichte Jaromir Zachrich, der Sportdirektor des WVV, jetzt die entsprechende Plakette an Abteilungsleiter Lämmel und Bürgermeister Jörg Schmidt (CDU).

Zwölf Mannschaften sind aktiv

Eigentlich sei seine Tochter Alina verantwortlich für den Aufschwung der SVW-Volleyballerinnen, schmunzelte Lämmel, denn die habe damals mit ihren gerade mal sechs Jahren unbedingt Volleyball spielen wollen. Deshalb habe der Verein eine Jugendabteilung aus der Taufe gehoben, „und danach ist die Sache förmlich explodiert.“ Die Trainingsgruppen seien heutzutage voll bis oben hin, die Nachfrage weiterhin riesengroß. Auch der sportliche Erfolg stellte sich ein, mittlerweile spielen die meisten Jugendmannschaften in der Oberliga, die Damenmannschaft „Drachenfels Volleys“ sogar in der Regionalliga gegen Aachen, Essen und Düsseldorf. Um nun den nächsten Schritt zu gehen, schrieben die Vorstandsmitglieder Sven Maxeiner und Philipp Schmidt eine Bewerbung zum Verbandsstützpunkt an den WVV - pünktlich zum 100-jährigen Bestehen des SV Wachtberg in diesem Jahr.

„Wir haben den Verein schon seit Längerem beobachtet“, gab Zachrich zu, deshalb sei die Entscheidung sehr schnell gefallen, dem Antrag stattzugeben und Wachtberg nun zum insgesamt sechsten Verbandsstützpunkt zu erheben. Man werde den Verein auch bei seinem Bemühen unterstützen, eine Kooperation mit einer Schule in der Region zu starten, wenn dies auch derzeit schwierig sei. „Wir sind jedenfalls sehr angetan von dem, was hier auf die Beine gestellt wird.“ Bislang sei der südliche Teil von Nordrhein-Westfalen ein weißer Fleck in Sachen Frauen-Volleyball, doch das werde sich künftig ändern, versprach er. Hier gebe es jede Menge Potenzial, allerdings müsse der SVW nun stärker als bisher in Leistungssportbahnen denken.

Talente sichten für die Kadermannschaften

Mit Unterstützung von Landestrainerinnen solle versucht werden, das ganze Team ein Stück weiter zu bringen. Dazu gehört es auch, dass die Landestrainerin Julia van den Berghen des Öfteren hier vorbeischauen und Trainings abhalten werde, um dabei Talente zu sichten für die Kadermannschaften des Verbandes. Aber auch der Trainerstab aus den Vereinen der ganzen Region werde davon profitieren, war Zachrich überzeugt: „Wir sehen uns eher als helfende Hand denn als Kontrollinstanz“, betonte er, dass die junge Mannschaft an der Spitze des WVV versuche, die Dinge anders zu denken als bisher. Bürgermeister Jörg Schmidt zeigte sich in seinem Grußwort angetan: „Zusammenhalt, Engagement, Tradition und Kampfgeist zeichnen den SV Wachtberg mit seinen Sportlerinnen und Sportler aus“, wusste er. Durch hervorragende Jugendarbeit sei der Verein zu einer wahren Talentschmiede für den Volleyball geworden. Die Ernennung zum Verbandsstützpunkt sei der Lohn für die langjährige erfolgreiche Jugendarbeit sowie die sportlichen Leistungen und zudem eine Wertschätzung für das engagierte Trainerteam. Und der Bürgermeister versprach: „Wir wollen in unserer Gemeinde auch weiterhin gute Voraussetzungen und Bedingungen für den Volleyballsport schaffen.“ JOST

Der Westdeutsche Volleyballverband (WVV) verleiht dem SV Wachtberg aufgrund der jahrelangen guten Jugendarbeit den Status eines „Verbandsstützpunktes“. In der Turnhalle der Hans-Dietrich-Genscher-Schule überreichte Jaromir Zachrich, der Sportdirektor des WVV, jetzt die entsprechende Plakette an Abteilungsleiter Michael Lämmel und Bürgermeister Jörg Schmidt. Foto: JOST

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