Lokalsport | 28.02.2022

Fußball-Rheinlandliga, 20. Spieltag

Vollgas von der ersten Sekunde an

SG Eintracht Mendig/Bell legte beim 4:3 (3:1) über den FSV Trier-Tarforst einen Frühstart hin

Kaum zu bremsen: Tim Montermann (am Ball) erzielte gegen den FSV Trier-Tarforst (li. Heiko Weber) nicht nur das 1:0 für die SG Eintracht Mendig/Bell, sondern legte auch das 4:1 durch Alexander Court mustergültig auf.  Foto: SK

Mendig. Der SG Eintracht Mendig/Bell ist gleich zum Auftakt nach der Winterpause der erhoffte Befreiungsschlag gelungen: Am 20. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga behielt die Mannschaft von Spielertrainer Kodai Stalph gegen den bisherigen Tabellendritten FSV Trier-Tarforst mit 4:3 (3:1) die Oberhand und konnte mit nunmehr 20 Punkten den Abstand zur gefährdeten Zone weiter vergrößern. Die 160 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße sahen eine gutklassige und intensive Begegnung, die mit der Eintracht einen verdienten Sieger hatte.

„Wir haben uns vorgenommen, eine bessere Rückrunde zu spielen. Deshalb wollten wir heute von Beginn an Vollgas geben, wir wollten zu Hause direkt da sein“, begründete Stalph die aggressive Anfangsphase. „Dass es dann so früh 2:0 für uns steht, war natürlich umso besser für uns und hat uns sicherlich in die Karten gespielt.“ Der unermüdliche Tim Montermann traf bereits nach exakt 42 Sekunden mit einem herrlichen 16-Meter-Schuss mit perfekter Schusshaltung ins lange Eck, nach elf Minuten erhöhte Brice Braquin mit einem Linksschuss aus 20 Metern bereits auf 2:0.

„Wir waren irgendwie gar nicht auf dem Platz, da haben wir uns zwei dumme Dinger eingefangen“, kritisierte FSV-Trainer Holger Lemke die fehlende Aufmerksamkeit seiner Schützlinge zu Beginn der Partie. „Erst nach einer Viertelstunde sind wir aufgewacht, der schnelle Anschlusstreffer gab uns Auftrieb. Kurz vor der Pause sind wir bei einem Konter aber eiskalt erwischt worden, für den Gegner fiel dieser Treffer genau zum richtigen Zeitpunkt.“ Torjäger Nicola Rigoni verwandelte zunächst einen Foulelfmeter zum 2:1, nachdem Rechtsverteidiger Milan Rawert den schnellen Mohammad Rashidi im Strafraum zu Fall gebracht hatte (18.). In der 40. Minute bediente Rawert mit einem Steckpass Braquin, der allein auf das Tor zusteuerte und FSV-Schlussmann Johannes München keine Abwehrchance ließ.

Mit dem 4:1 nur vier Minuten nach Wiederanpfiff schien die Begegnung entschieden. Nach einer Traumkombination über die rechte Seite stand Alexander Court bei der flachen Hereingabe von Montermann goldrichtig und belohnte sich mit seinem Tor für eine starke Leistung. „Alex tut uns richtig gut“, lobte Stalph den Spieler aus der zweiten Mannschaft. „Er arbeitet viel gegen den Ball und stresst den Gegner immer wieder. Deshalb spielte er auch von Anfang an.“

Im Gefühl des sicheren Sieges ließ das Defensivverhalten bei den Gastgebern nach, es schlichen sich immer wieder Unachtsamkeiten ein. Nach einem Freistoß von Benedikt Decker köpfte Fabio Fuhs den Ball aus zwei Metern rechts neben das Tor (61.). Besser macht es fünf Minuten später Rigoni, der beim 4:2 SG-Torhüter Robin Rohr mit einem gefühlvollen Heber aus kurzer Distanz keine Abwehrmöglichkeit ließ. Richtig spannend wurde es noch einmal in der vierminütigen Nachspielzeit. Nachdem SG-Innenverteidiger Pascal Zimmer einen Schuss von Fuhs mit dem Arm abgewehrt hatte, zeigte Schiedsrichter Oliver Sons aus Koblenz erneut auf den Elfmeterpunkt (90. + 2). Rigoni nutzte den Strafstoß mit seinem dritten Treffer zwar zum 4:3 (90. + 3), die restlichen 60 Sekunden brachten die Gastgeber aber souverän über die Zeit.

„Es war sicher ein ereignisreiches Spiel, das auch 9:6 oder 8:8 hätte ausgehen können“, resümierte FSV-Übungsleiter Lemke nach 94 spannenden Minuten. „Der Sieg für Mendig ist nicht unverdient.“ Sein Gegenüber Stalph blickte bereits in die Zukunft: „Der Start nach der Winterpause ist uns gelungen. Da uns spielstarke Mannschaften eher liegen, rechnen wir uns auch nächste Woche beim Spitzenreiter TuS Kirchberg etwas aus.

SG Eintracht Mendig/Bell: Robin Rohr, Milan Rawert, André Marx, Pascal Zimmer, Niklas Heinemann, Manuel Oster, Kodai Stalph (46. Ali Mirzaie), Tim Montermann, Philipp Pohl, Alexander Court (88. John Rausch), Brice Braquin.

FSV Trier-Tarforst: Johannes München, Heiko Weber, Fabio Fuhs, Elias Heitkötter (24. Noah Schuch, 77. Ruben Herres), Bernhard Heitkötter, Philipp Hahn (60. Benjamin Arnold), Adrian Ziewers, Benedikt Decker, Ayman Habbouchi, Mohammad Rashidi, Nicola Rigoni.

Schiedsrichter: Oliver Sons (Koblenz).

Zuschauer: 160.

Torfolge: 1:0 Tim Montermann (1.), 2:0 Brice Braquin (11.), 2:1 Nicola Rigoni (18., Foulelfmeter), 3:1 Braquin (40.), 4:1 Alexander Court (49.), 4:2, 4:3 Rigoni (66., 90. + 3, Handelfmeter).

Besonderheit: Gelbe Karte gegen Auswechselspieler John Rausch (78., SG Eintracht Mendig/Bell) wegen Meckerns.

Nächste Aufgabe für die SG Eintracht Mendig/Bell: am Sonntag, 6. März, um 15.30 Uhr beim TuS Kirchberg.

Nächste Aufgabe für den FSV Trier-Tarforst: am Mittwoch, 2. März, um 20 Uhr beim Ahrweiler BC.

Kaum zu bremsen: Tim Montermann (am Ball) erzielte gegen den FSV Trier-Tarforst (li. Heiko Weber) nicht nur das 1:0 für die SG Eintracht Mendig/Bell, sondern legte auch das 4:1 durch Alexander Court mustergültig auf. Foto: SK

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