Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf dem Nürburgring
Volvo feierte einen Doppelsieg
Nürburg. Zum dritten Mal ging im Rahmenprogramm des 24-Stunden-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife die Tourenwagen-WM an den Start. Nachdem der Ringkönig dieser Serie, José María López, in diesem Jahr in der FIA-Formel-E-Meisterschaft startet, wurde bei den Läufen am Ring ein Nachfolger für den dreifachen Weltmeister gesucht. López heimste insgesamt bei den vier WTTC-Läufen auf der Nordschleife drei Siege und einen zweiten Platz ein. Entsprechend motiviert zeigte sich für die beiden WM-Läufe auf dem Nürburgring auch das gesamte Fahrerfeld und bescherte in den zwei Rennen über jeweils drei Runden den Fans viele spannende Momente.
Dabei tat es der Spannung keinen Abbruch, dass sich mit Citroën und Lada über die Wintermonate gleich zwei Werksteams aus der Tourenwagen-WM verabschiedet hatten. Während die Fahrzeuge von Lada komplett aus der Serie verschwunden sind, werden die ehemaligen Werksautos von Citroën nur noch von Kundenteams eingesetzt.
Als Erster war es der Schwede Thed Björk, der mit seinem Sieg in Lauf eins in die Fußstapfen von López trat. Björk sicherte sich den Sieg im Volvo S60 WTCC vor Mehdi Bennani (Marokko) und Rob Huff (Großbritannien), die beide im privat eingesetzten Citroën C-Elysée unterwegs waren. Im zweiten Rennen katapultierte sich der Niederländer Nik Catsburg von Startplatz zwei am Honda Civic WTCC von Polesetter Norbert Michelisz (Ungarn) vorbei an die Spitze, musste diese aber gegen den ebenfalls gut gestarteten Huff in der ersten Kurve verteidigen. Nach einem kurzen Lackaustausch, über den sich Huff im Boxenfunk beschwerte, blieb Catsburg aber in der führenden Position und konnte sich im Rennverlauf von den Verfolgern absetzen.
Bei seinem ersten Saisonsieg verwies Catsburg, ebenfalls mit einem Volvo unterwegs, die beiden Piloten Michelisz und Huff auf die Positionen zwei und drei.
Für die WTCC-Piloten ist ihr Auftritt in der Eifel immer ein ganz besonderes Highlight im Kalender der Tourenwagen-WM, dementsprechend bekamen die erfolgreichen Fahrer nach dem Rennen auf der Nordschleife ihr breites Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Entsprechend euphorisch äußerte sich Michelisz: „Ich bin so glücklich, hier fahren zu dürfen. Dass ich hier die Poleposition geholt habe, werde ich bestimmt noch meinen Enkeln erzählen. Auch wenn ich das Rennen nicht gewinnen konnte, fühlt es sich einfach wahnsinnig toll an, auf so einer Strecke aufs Podium zu fahren. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr wieder hier fahren dürfen.“
Allerdings war an dem Rennen kein deutscher Fahrer beteiligt. Lokalmatadorin Sabine Schmitz, die in den beiden vergangenen Jahren an den Start ging, erklärte am Rande des Adenauer Racing Day: „Schade, ich wäre auch diesmal gern wieder in der WTCC gestartet, doch mein Team Münnich Motorsport setzt in dieser Saison nur ein Auto für Rob Huff ein, deshalb muss ich schweren Herzens zuschauen.“ Das nächste WTCC-Wochenende findet vom 23. bis 25. Juni in Vila Real in Portugal statt. BURG
Für die WTCC-Piloten ist ihr Auftritt in der Eifel immer ein ganz besonderes Highlight. So ging der sympathische Niederländer Tom Coronel auch bereitwillig beim Adenauer Racing Day auf Tuchfühlung mit den Fans.
Das Siegerpodium des zweiten Laufs.
Nik Catsburg mit seinem Volvo S60 WTCC auf dem Weg in die Startaufstellung.
