Lokalsport | 06.04.2017

SV RW Queckenberg unterliegt offensivstarken Muffendorfern

Von alten Säcken und jungem Gemüse

SV Rot Weiß Queckenberg - SC Muffendorf (0:1) 0:4

Queckenberg. Als am vergangenen Sonntag der SV Rot Weiß Queckenberg die Klingen mit dem SC Muffendorf kreuzte, seines Zeichens überragender Tabellenzweiter mit einem Torverhältnis von 46:7, waren neben dem aktuellen Kader auch einige wohlbekannte Veteranen bereit zum großen Säbelrasseln. So standen im Spielberichtsbogen des RWQ gleich fünf Akteure, die schon in der ersten Lohaus-Ära vor mittlerweile über 6 Jahren den Umzug vom VfL Rheinbach hoch auf den Fußballberg am Eichener Weg wagten. Der Älteste davon, Uwe Müller stand in dem zarten Fußballalter von 48,25 Jahren über die volle Spielzeit auf dem Platz und zwar unter Starkstrom. Rund um den erfahrenen Libero baute Lohaus einen (zunächst) unüberwindbaren Verteidigungsring auf, der den einen oder anderen etwas betagteren Zuschauer am Spielfeldrand stark an heiße Kesselschlachten aus längst vergangenen Tagen erinnerte.

Müller dirigierte seine Vorderleute prächtig, und so brachten die jungen rot-weißen Krieger den Favorit gehörig ins Schwitzen und an den Rand des Wahnsinns. Denn das erstmals in dieser Saison von Kappe gehütete Tor blieb trotz spielerischer Überlegenheit des SC jungfräulich unberührt. Erst nach einer guten halben Stunde bejubelten die offensivstarken Gäste ihre Führung, wohlgemerkt mit dem bis dato erst dritten Torschuss. Zu dieser Zeit wirbelte bereits ein gewisser Stefan Kurek auf dem Queckenberger Hochplateau gehörig Staub auf und pushte damit seine teilweise über zehn Jahre jüngeren Kameraden enorm. Mit dem mehr als achtbaren, weil knappen, Zwischenstand japsten die Queckies in die Halbzeitpause. Hier gab es jede Menge verdientes Trainerlob für eine kämpferische und taktisch tadellose erste Halbzeit. Gerade Müllers Abwehrkampfschweine, aber auch die verbissen ackernden Sechser lieferten einen großen Kampf und pumpten nun wie die Maikäfer.

Leider konnte man im zweiten Durchgang nicht ganz so lange den nächsten Gegentreffer verhindern. Gerade einmal 240 Sekunden nach Wiederanpfiff legte der Gast nach. Doch der RWQ schmiss sich weiter aufopferungsvoll in jeden Zweikampf, pustete immer wieder jede Menge Sand in das Sturmgetriebe des SC. So musste sich der Favorit quasi wie im Häuserkampf Millimeter um Millimeter Raumgewinn erarbeiten. Mit zwei weiteren Treffern (60./71.) stand dann zwar ein standesgemäßes und auch verdientes Endergebnis fest.

Doch die alten Säcke lagen sich mit dem jungen Gemüse hochzufrieden in den Armen, aufgrund des ehrlichen und disziplinierten Auftritts, den die gesamte Lohaus-Truppe einschließlich der eisernen Reserve gezeigt hatte. Während Frank übrigens heilfroh war, nicht mehr ins Geschehen eingreifen zu müssen, durfte zumindest Themel noch 45 Minuten lang eindrucksvoll beweisen, warum er der Eisenfuß vom Mount Queck ist. Nach dem Spiel musste von Sturm seinen Schädel kühlen, nachdem er gefühlte 30 Mal bei Kopfbällen die Lufthoheit unter rot-weiße Flagge stellte.

Für die Fußballopas gab es in der dritten Halbzeit ausreichend Gelegenheit, um die Gelenke zu ölen. Ob es in der nächsten Partie ein Wiedersehen mit den Helden aus vergangenen Fußballzeiten gibt, davon kann sich ein jeder Neugierige selbst überzeugen, wenn der RWQ am 9. April ab 12:30 Uhr in Oberdrees das Derby austrägt.

Aufstellung: Kappe – Müller – Heinrichs, Jentsch, von Sturm, Breuer – Czernik, Rau, Klemm, Becker – Mücklich, Verstärkung: Kurek, Themel, Jakobs Eiserne Reserve: Watty, Frank.

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