Fußball-Regionalliga Südwest: TuS Koblenz startet bei Astoria Walldorf
Vorbereitung des Aufsteigers endete mit einer Nullnummer
Nentershausen. Generalprobe geglückt? Diese Frage stellt sich nach den abschließenden beiden Partien der TuS Koblenz vor dem Punktspielstart. So zumindest lässt sich der Gesamteindruck der TuS bewerten. In Nentershausen siegte die TuS Koblenz knapp mit 2:1. Drei Tage später folgte ein 0:0 im Duell gegen den TuS Erndtebrück.
Sportfreunde Eisbachtal - TuS Koblenz 1:2 (0:2). Trainer Petrik Sander fand noch einige Kritikpunkte. „Mir haben einige Phasen heute überhaupt nicht gefallen. Da muss noch ein wenig gearbeitet werden“, so Sander nach dem Spiel. Allerdings blieb Sander seiner Linie treu und bespricht diese Dinge weiterhin intern.
In Halbzeit eins sah es vor allem in der Anfangsphase danach aus, dass die TuS einen gemütlichen Testspielabend verleben könnte. Bereits nach 20 Minuten führten die Schängel durch die Neuzugänge Nico Charrier (15.) und Kevin Lahn (20.) verdient mit 2:0. Auch in der Folge bestimmte der Regionalligist meist das Spielgeschehen, wobei auch die Gastgeber zu ein paar Gelegenheiten kamen. Aber die Offensivkräfte scheiterten in dieser Phase noch an der Abwehr der TuS.
Nach der Pause machte es David Röhrig zumindest einmal besser. Nach einem langen Ball konnte sich Röhrig (68.) das Spielgerät erlaufen und aus spitzem Winkel zum Anschlusstreffer vollenden. Zwar hatten die Gäste nach der Pause noch Gelegenheiten, jedoch eigenes Unvermögen und ein bärenstarker Daniel Erbse verhinderten weitere Tore der Blau-Schwarzen. So blieb es am Schluss beim knappen Erfolg.
TuS Koblenz: Yalcin (46. Kraus), Antonaci, Marx, Stark, Hadzic (62. Buchner), Grupp, von der Bracke (46. Saito), Schmidt (70. Arndt), Charrier (70. Jusufi), Lahn (46. Hillen), Bozic (82. Stieffenhofer).
TuS Koblenz - TuS Erndtebrück 0:0. Die Generalprobe der TuS Koblenz vor dem Saisonauftakt ist mit einer Nullnummer zu Ende gegangen. Vor 158 Zuschauern in Nörtershausen trennten sich die Schängel mit einem 0:0 vom TuS Erndtebrück.
Die „Gastgeber“ starteten mit zwei guten Gelegenheiten. Nico Charrier schlenzte in der siebten Spielminute den Ball aus 20 Metern knapp am Tor vorbei, kurz darauf probierte es Tony Schmidt nach Charrier-Flanke mit einem Kopfball (10.).
Auf der Gegenseite versuchte es Yannik Jaeschke mit einem Schuss von halblinks, der Ball wurde zur sicheren Beute von TuS-Schlussmann Sebastian Patzler (15.). In der Folge dominierten die Abwehrreihen beider Mannschaften das Geschehen. Erst kurz vor dem Pausenpfiff nahm die Partie wieder an Fahrt auf. Dejan Bozic setzte zunächst den Ball an die Latte (35.), ehe nur zwei Minuten später Erndtebrücks Torwart Paul Schünemann einen gefährlichen Distanzschuss von Akiyoshi Saito zur Ecke abwehren konnte.
Kurz nach Wiederanpfiff hatte Bozic den Führungstreffer für seine Farben auf dem Fuß, doch der Stürmer bekam aus rund zehn Metern nicht mehr genügend Druck hinter den Ball. Charrier (62.) sowie der eingewechselte Hendrik Hillen, dessen Flankenball sich gefährlich aufs Tornetz senkte (75.), sorgten im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs für Gefahr vor dem Kasten des Regionalliga-Absteigers aus Erndtebrück. Ein Treffer sollte an diesem Nachmittag jedoch weder hüben wie drüben fallen, sodass es letztlich beim torlosen Remis blieb.
TuS Koblenz: Patzler, Antonaci, Marx, Stark, Hadzic, Grupp, von der Bracke, Schmidt (70. Jusufi), Charrier (63. Hillen), Lahn (26. Saito), Bozic (67. Assauer).
Vorschau
Euphorie sieht anders aus. Aber dafür ist am Deutschen Eck auch gar kein Platz. Hier muss gearbeitet werden - und das Stück für Stück. Die Vorgabe ist eindeutig: Klassenverbleib. Und dafür muss sich jeder im Team und im Umfeld des Vereins unterordnen.
Aktuell scheint das auch jedem klar zu sein, denn am Oberwerth war es selten so ruhig wie zurzeit. Vorstand und die sportliche Abteilung arbeiten Hand in Hand, um eben auf den Punkt genau startklar zu sein, damit der Mannschaft so ein Debakel wie vor zwei Jahren erspart bleibt. Auch da startete die TuS bei Astoria Walldorf und kehrte mit einer deprimierenden 1:5-Pleite in die Heimat zurück.
Am Freitagabend soll das jedoch anders aussehen. Bis auf den angeschlagenen Michael Stahl scheinen alle Mann an Bord. So hat Petrik Sander die Qual der Wahl. Vielleicht können ja am Ende die mitgereisten Fans den ersten Auftaktsieg seit acht Jahren bejubeln. Damals siegte die TuS noch in Liga zwei gegen Rot-Weiß Oberhausen mit 3:0.
TH
