Lokalsport | 31.03.2016

2. Bundesliga: Heimspiel am Sonntag um 16 Uhr

Vulkan-Ladies empfangen die HSG Bensheim Auerbach in der Conlog Arena

Franziska Ringleb mit der Nummer 22 von den Vilkan-Ladies. Foto:Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern

Koblenz/Weibern. Es ist das erste Spiel nach der großen Enttäuschung. Spiel eins nach der Verkündung, dass die Vulkan-Ladies am Saisonende den Spielbetrieb einstellen werden. Eine Meldung, die an niemandem im Umfeld spurlos vorbeigegangen ist. Und dennoch gilt das Motto: Jetzt erst Recht! „Wir wollen uns erhobenen Hauptes aus der 2. Bundesliga verabschieden“, sagt Trainer Caslav Dincic mit Blick auf die restlichen Saisonspiele. Zum Auftakt kommt am Sonntag um 16 Uhr die HSG Bensheim Auerbach in die Koblenzer Conlog Arena.

„Wie soll es mir gehen?“, stellt Dincic die Gegenfrage, als er nach seiner Gefühlslage gefragt wird. „Es geht mir wie allen anderen. Natürlich sind wir traurig. Es ist immer schade, wenn ein solch toller Verein keine Zukunft hat. Und natürlich ist es noch einmal schmerzhafter, wenn es wie jetzt unseren Verein trifft. Auf der anderen Seite kann ich aber auch die Entscheidung von Manfred Sattler verstehen und sie auch zu 100 Prozent nachvollziehen.“

Es fehlten Sponsorengelder

Weil es nicht gelungen war, für die Zukunft der Vulkan-Ladies ausreichend Sponsorengelder zu akquirieren und so erneut der Großteil der finanziellen Verpflichtungen an Geschäftsführer Manfred Sattler hängengeblieben wäre, verkündeten die Vulkan-Ladies in der Vorwoche, dass am Saisonende Schluss sei und man keine Lizenz mehr für die 2. Bundesliga beantragen würde.

„Wir alle sind hier von der ersten Minute an toll behandelt worden“, spricht Dincic für sich, seinen Trainerstab und die Spielerinnen. „Alles, was uns zugesagt wurde, ist auch eingehalten worden. Eine absolut korrekte und seriöse Vereinsführung. Dafür bin ich dem Verein sehr dankbar. Wir werden bis zum letzten Spiel alles für die Vulkan-Ladies geben. Das hat dieser Verein, das haben diese Fans und das haben auch all die Ehrenamtler und die Sponsoren genau so verdient.“

Dass es sportlich seit November eher unrund gelaufen ist, ärgert Dincic noch immer: „Vielleicht sind wir auch ein bisschen Schuld an der aktuellen Situation, auch wenn das niemand gesagt hat. Aber wir haben nicht immer unseren besten Handball abgerufen. Wir müssten deutlich mehr Punkte auf dem Konto haben. Da müssen wir auch selbstkritisch genug sein, das anzusprechen.“

Einige Spielerinnen müssen sich jetzt interessant machen

Über seine persönliche Zukunft macht sich Dincic „keine Sorgen. Es geht immer weiter. Aber um manche Weggefährten tut es mir wirklich leid.“ Die Spielerinnen sieht der Trainer nun in der Position, „sich in den restlichen Spielen für andere Vereine durch starke Leistungen interessant zu machen“.

Ob das nun schon in Spiel eins nach der Rückzugs-Ankündigung und ausgerechnet gegen die in der Tabelle besser postierte HSG Bensheim Auerbach gelingt bleibt abzuwarten. Das Hinspiel konnte der aktuelle Tabellenfünfte gegen den Siebten zwar nicht gewinnen (22:22), Bensheim Auerbach geht dennoch als leichter Favorit in dieses Duell. „Die HSG hat phasenweise wie wir gespielt: Wirklich starke Leistungen wie beim Sieg in Neckarsulm gezeigt, dann aber wieder fast unerklärlich gegen schwächer postierte Teams verloren. Dennoch: Das ist eine sehr starke Mannschaft.“

Bensheim Auerbach dürfte sieben Spieltage vor Schluss mit 15 Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz nicht mehr in Abstiegsgefahr geraten – es „droht“ jedoch vermutlich auch nicht der Aufstieg. An der Tabellenspitze haben sich neben dem designierten Meister Neckarsulm (40:6 Punkte) und dem TV Nellingen (34:12) zwei Teams abgesetzt. Die HSG liegt aktuell sieben Punkte hinter Nellingen und damit hinter dem zweiten und letzten Aufstiegsplatz. Auch das dürfte bei noch 14 zu vergebenen Punkten nur schwer aufzuholen zu sein. Die „Flames“ haben jedoch noch den dritten Tabellenplatz im Visier, wie sie auf ihrer Homepage vor der Osterpause vermeldeten.

Franziska Ringleb mit der Nummer 22 von den Vilkan-Ladies. Foto:Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern

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