Vulkan-Ladies halten Partie beim TV Beyeröhde lange offen
Knappe Niederlage: Koblenz/Weibern verliert mit 32:34
Koblenz/Weibern. Die Negativserie von vier Niederlagen in Folge im Kopf, dazu die Gewissheit, dass es am Ende der Saison nicht mehr weitergeht – und dann auch noch die gesamte Partie über nicht einmal in Führung: Es war kein leichtes Gastspiel für die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern beim TV Beyeröhde, und dennoch schnupperte man bis zum Schluss an einem Punktgewinn – oder vielleicht sogar an einem Sieg. Doch das Team von Trainer Caslav Dincic musste am Ende die nächste Niederlage verdauen, verlor beim TV mit 32:34 (18:21).
„Wir haben eigentlich ganz korrekt gespielt“, war Vulkan-Ladies Trainer Caslav Dincic nicht unzufrieden aufgrund der gezeigten Leistung seiner Mannschaft. „Das war sicherlich das beste unserer letzten sechs, sieben Spiele. Wir hatten bis zum Schluss die Chance auf den Ausgleich.“
Beyeröhde gelang schnell die Führung
Allerdings hatten die Gäste in Hälfte eins eine viel zu schwache Abwehr gezeigt und schon nach 30 gespielten Minuten 21 Gegentore auf dem Konto. „Da war die Abwehr nicht gut“, sagte Dincic. „Dafür haben wir aber im Angriff gut gespielt.“ Zu den 21 Gegentoren gesellten sich nämlich auch 18 eigene Tore, was die Gäste vom Deutschen Eck weiterhin im Spiel hielt. Die hatten nach dem zuletzt obligatorischen schnellen Rückstand – diesmal mit 0:3 nach drei Minuten – besser ins Spiel gefunden, waren auf 3:4 (6.) und 10:10 (15.) herangekommen. Doch als sich der Rückstand bei 11:14 auf drei Tore einpendelte, konnten die Vulkan-Ladies zunächst nicht entscheidend zurückschlagen. „Trotz der 21 Gegentore hat Branka Zec sehr gut gehalten und noch mehr Gegentore verhindert“, lobte Dincic. Gleiches gilt für Hälfte zwei und Vanessa Gerken, die in den letzten 20 Minuten viele Bälle gehalten hat.“
Auch in der zweiten Hälfte schafften die Vulkan-Ladies keine Wende
Um die Partie im zweiten Abschnitt noch einmal zu drehen, fehlte es aber an den richtigen Entscheidungen und sicherlich an manchen Stellen auch am nötigen Glück. Beim Stand von 27:28 etwa und eigenem Ballbesitz (48.) gelang der Ausgleich ebenso wenig wie beim Stand von 28:29 (51.). „Da haben wir uns bei Ballbesitz nicht gut verhalten. In dieser Phase haben wir den möglichen Punkt verspielt“, sagte Dincic. Der Trainer hatte Petra Adamkova auf Linksaußen beordert (4 Tore), HIldigunnur Einarsdottir an den Kreis (6), Dora Varga (7) und Monika Odrowska (7) in den Rückraum. Die Last war auf vielen Schultern verteilt, im Gesamten aber reichte es nicht zum Sieg. Auch weil auf der Gegenseite Melina Fabisch gleich 12 Mal traf (davon sieben Siebenmeter), hinter ihr auch Mareike Köhler (7) und Laura Sosnierz (6) als beste Schützinnen beim TV herausstachen.
„Wenn wir so in der Abwehr spielen wie in der zweiten Halbzeit, dann können wir in den letzten drei Spielen noch den einen oder anderen Punkt einfahren“, hofft Dincic. Die Vulkan-Ladies sind derzeit Tabellenneunter, punktgleich mit den hinter Koblenz/Weibern liegenden Teams BSV Sachsen Zwickau und SV Werder Bremen. In der kommenden Woche treffen die Vulkan-Ladies im vorletzten Heimspiel am Samstag um 19.30 Uhr in der Koblenzer Conlog Arena auf den Tabellenachten TSV Haunstetten.
Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern: Zec, Gerken, Grob – Sabljak, Varga (7), Laszlo, Hradilova (2/1), Einarsdottir (6), Odrowska (7), Adamkova (4), Ringleb (4), Stockhammer (2).
Schiedsrichter: Frederic Linker, Sascha Schmidt.
Zuschauer: 240.
Siebenmeter: 8/7 – 2/1.
Zeitstrafen: 2 - 3.
