Kickboxverein Tomburg Boxing Rheinbach e.V.
WM Sieg - Rheinbacher Kick- boxerinnen erobern die Weltspitze
Sarah Liegmann und Valeria Philipp bei WM in Spanien erfolgreich
Rheinbach. Die Rheinbacher Kickboxerinnen Sarah Liegmann, 13 Jahre, und Valeria Philipp, 16 Jahre, kehrten mit Eltern und Trainer kürzlich erfolgreich von der Weltmeisterschaft des Verbandes World Kickboxing and Karate Union, WKU, in Spanien zurück in ihre Heimat. Dort wurden sie von ihren Vereinskameraden vom Kickbox Verein Tomburg Boxing Rheinbach e.V. mit einer Willkommensparty und sogar dem Radio in Empfang genommen.
Sarah Liegmann gewann Gold und Silber
Sarah Liegmann gewann die Goldmedaille im Vollkontakt-Kickboxen der Junioren bis 14 Jahre. Dabei hatte sie im Losverfahren Pech und musste im Finalkampf gegen die ehemalige Weltmeisterin aus Nordirland an den Start. Nach kurzer Beratung mit dem Bundestrainer Marco Ross entschied sich Trainer Willi Zinken keinen Widerspruch einzulegen, obwohl die Nordirin gute 10 kg mehr auf die Waage brachte. Sein Vertrauen in das Können von Sarah zahlte sich aus: Schon nach 20 Sekunden musste die Favoritin aus Nordirland das erste Mal angezählt werden. Zu hart war für sie der Punch der Rheinbacherin, der immer wieder den Weg auf die Nase der Gegnerin fand. Kurz vor Ende der ersten Runde beendete der Kampfrichter den Kampf, nachdem die ehemalige Weltmeisterin zum dritten Mal angezählt werden musste. Der Bundestrainer und alle Mitgereisten waren beeindruckt von Sarahs Leistung.
Zwei Tage später erkämpfte sich Sarah zusätzlich die Silbermedaille im Leichtkontakt-Kickboxen bis 55 Kilogramm, nachdem sie in den Vorfinalkämpfen sogar die Weltmeisterin aus Kanada besiegt hatte.
Valeria Philipp erkämpfte Silber Mit Handicap in die Teamkämpfe
Über sich hinaus wuchs auch die Zweite im Bunde: Valeria Philipp. Sie kämpfte sich im Verlaufe des Turniers nach vorne und kegelte die Top-Favoritinnen in ihrer Gewichtsklasse aus dem Turnier: Sieg gegen die USA, Sieg gegen Kanada, Sieg gegen eine starke Engländerin - und somit Finale. Erst hier musste sie sich in einem Kampf auf Augenhöhe gegen eine weitere Engländerin knapp geschlagen geben und verdient demnach zu Recht die Silbermedaille im Leichtkontakt bis 60kg, eine Gewichtsklasse über Sarahs.
Beeindruckt von der Leistung der beiden nominierten die zuständigen Bundestrainer beide für den Teamkampf der weiblichen Jugend im Leichtkontakt. Die dritte Nominierte kam von den Kölner „Rheinfighters“ und hatte ebenfalls Top-Leistung in ihrer Gewichtsklasse erbracht. Am letzten Tag der WM ging es um die Teammedaille gegen das englische Team. Leider hatte sich die Kölnerin in ihrem letzten Kampf verletzt und konnte nicht antreten. Da eine Nachnominierung laut Regelwerk untersagt ist, mussten Sarah und Valeria allein gegen vier englische Kämpferinnen antreten oder absagen. Die Entscheidung lag bei Sarah und Valeria - und wie erwartet war „kneifen“ keine Option. Da eine Kämpferin fehlte, entschied das Los und so zog Deutschland mit 1:0 vor. Valeria bekam es mit einer 93 Kilogramm schweren Gegnerin zu tun. Sie kämpfte wie eine Löwin, aber es war eine unlösbare Aufgabe. Nun stand es 1:1. Sarah stellte sich ebenfalls mit allem, was sie hatte gegen eine 65 Kilogramm schwere Engländerin. Die Halle tobte, erweckte ihre letzte Energie, aber am Ende reichte es nicht ganz. Die Freude über den Sieg war bei den Engländerinnen verhalten. Respekt und Achtung haben sich die Rheinbacherinnen bei ihren schwereren und größeren Gegnerinnen erkämpf. Diese hoben denn auch gemeinsam die Hände der zwei deutschen Mädels symbolisch in die Luft.
Alles in allem war es eine Wahnsinnswoche. Die sechs Wochen knallharte Vorbereitung mit Blut, Tränen und Schweiß haben sich für alle im Trainerteam und für die Kämpferinnen ausgezahlt. Der Kickbox Verein Tomburg Boxing e.V. ist unsagbar stolz auf sein gesamtes Wettkampfteam, welches sich in nur einem Jahr an die Weltspitze gekämpft hat. Weitere Informationen www.tomburg-boxing.de.
