HSG Rheinbach-Wormersdorf
Wechselbad der Gefühle
Rheinbach-Wormersdorf. Die 300 Zuschauer in der Sporthalle Berliner Straße wurden während der Oberligapartie der HSG Rheinbach-Wormersdorf gegen den Pulheimer SC durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt.
Tolle Aufholjagd 30:30 nach 20:27-Rückstand
Am Ende eines verrückten und packenden Spiels trennten sich beide Teams 30:30 (15:19)-Unentschieden, nachdem die Hausherren in der 43. Minute bereits mit 20:27 in Rückstand lagen. Die HSG legte los wie die Feuerwehr. Mit einem guten Torwart Leon Thürnau als sicheren Rückhalt und konzentriertem Angriffsspiel konnte das Team sich schnell auf 7:3 (8. Min) absetzen. Doch dann war es aus mit der Herrlichkeit. Pulheim zeigte eine bessere Spielanlage und hebelte die zu statische HSG-Abwehr mit flüssigen Kombinationen immer wieder aus. Mit fünf Toren in Folge ging Pulheim mit 7:8 (13.) in Führung. Zwar konnte die HSG noch einmal mit 9:8 (15.) und 12:11 (18.) in Führung gehen, doch nach dem 14:14-Ausgleich (24.) erhöhten die Gäste auf den 15:19-Pausenstand, letztendlich ein Ergebnis viel zu passiver Abwehrarbeit verbunden mit zu kopflosem Angriffsspiel. Nach dem Wechsel verkürzte die HSG auf 19:21, ehe Pulheim von harmlosen Angriffen und schwacher Abwehr profitierte und auf 20:27 (42.) davon zog. Nach einer Auszeit stellte Trainer Dietmar Schwolow seine Abwehr auf ein offensives 4+2-System um und brachte Torwart Funke. Funke parierte mehrfach glänzend und es begann eine kämpferische Aufholjagd. Mit vier Toren in Folge wurde auf 24:27 (47.) verkürzt. Die Halle stand Kopf und mit einem weiteren Viererpack wurde von 24:28 zum 28:28 (52.) ausgeglichen. Nach zwei vergebenen Großchancen ging Pulheim wieder mit 28:30 (58.) in Führung. Doch Mike Ribbe verkürzte auf 29:30 (59.) und als Funke ein weiteres Mal parierte wurde mit Grischa Arndt der 7. Feldspieler gebracht, der mit dem Schlusspfiff Siebenmeter reif gefoult wurde. Den Siebenmeter verwandelt Mike Ribbe zum 30:30-Endstand. Es spielten: Thürnau (Tw, 1. – 42.), Funke (42. – 60.), Ribbe 10/5, Lönenbach 9, Reuland 4, Lauktien 3/1, Gunkel 2, Adolph 2, Schwolow und Zirkenbach
HSG 2 chancenlos gegen den Spitzenreiter
Das Lokalderby der 2. Mannschaft der HSG Rheinbach-Wormersdorf gegen den souveränen Tabellenprimus TSV Bonn rrh. nahm den erwarteten Verlauf. Insbesondere im zweiten Durchgang war die HSG 2 chancenlos und musste eine deftige 20:33 (11:16) Packung einstecken. Die Hausherren begannen mutig und überraschten mit einer 5:3-Führung (8.). Doch der TSV ließ sich nicht beirren, glich zum 6:6 aus und übernahm beim 8:9 (19.) das erste Mal die Führung. Die HSG rannte sich immer wieder am starken Bonner Innenblock fest und vernachlässigte das Spiel über die Außenpositionen. So hatte der Spitzenreiter wenig Mühe, um sich über 9:15 (25.) bis zur Pause auf 11:16 abzusetzen. Mit einer Doppelmanndeckung gegen David Röhrig und den überragenden Simon Röhrig versuchte Trainer Andi Behr dem Spiel noch eine Wende zu geben. Doch gegen den immer schwächer werdenden HSG-Angriff und eine viel zu passive Abwehr zog der TSV über 11:20 (38.) und 18 : 29 (55.) zum 20:33-Endstand davon. Es spielten: Trimborn (TW), Stachmann (TW), Dasburg (2), Schäfer (1), M. Adolph (1), B. Wittmaack (4), P. Schwarz (6/1), L. Schwolow, T. Wittmaack (3), Hensel (2), Merzbach (1), Sarac, Füller, Bohl.
Damen mit Sieg gegen Troisdorf
Gegen die Zweitvertretung des HSV Troisdorf gewinnt die Damenmannschaft der HSG Rheinbach-Wormersdorf dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung trotz 14:11 Pausenrückstand noch mit 25:28. Gestützt auf eine starke Stefanie Seib im Tor gestaltete die HSG die Partie bei wechselseitigen Führungen ausgeglichen. In den letzten fünf Spielminuten der ersten Halbzeit verlor die HSG bei einer 10:11-Führung plötzlich die Linie, kassierte vier Toren in Folge, so dass mit einem 14:11-Rückstand die Seiten gewechselt wurden. Nach dem Wiederanpfiff verkürzte die HSG zunächst auf 15:14, doch nach unnötigen Ballverlusten zog Troisdorf auf 21:17 davon (45.). In der letzten Viertelstunde zeigte die Mannschaft von Spielertrainerin Sara Saß jedoch Moral und Kampfgeist. Tor um Tor wurde aufgeholt und nachdem die Führung übernommen wurde, entschied man das Spiel letztendlich mit 25:28 für sich. Es spielten: Stefanie Seib (TW), Sara Saß 10, Marie Zingsheim 8/8, Kerstin Mügge 3, Lisa Bois 2, Jana Grün 1, Lena Evenschor 1, Lucia Polak 1, Angelika Saß 1 und Sandra Stanke 1.
