Lokalsport | 16.02.2016

Unglückliche Niederlage für den TV Welling I

Welling gibt Spiel gegen Urmitz am Ende noch aus der Hand

TV Welling I - SV Urmitz endet 26:27

Welling. Der TV Welling hat der Serie von äußerst spannenden Partien gegen den SV Urmitz ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Diesmal unterlagen die Maifelder in einer sowohl in Sachen Kampf, als auch spielerischer Klasse gehobenen Rheinlandligabegegnung äußerst unglücklich mit 26:27 (14:11). Entsprechend ärgerte sich TV-Spielertrainer Kai Schäfer am Ende nur über eins: „Heute hat im Grunde genommen alles gestimmt, bis auf das Ergebnis. Wir hatten zumindest ein Unentschieden verdient. Das hat auch meine Trainerkollege Werner Klöckner vom SV Urmitz eingeräumt. Aber kaufen können wir uns dafür leider auch nichts. Am Ende bleibt trotzdem das bescheidene Gefühl mit leeren Händen da zu stehen. Allenfalls für die Moral war unsere gute Leistung mit Blick auf die kommenden Aufgaben vielleicht noch gut. Wir hätten uns aber wegen der Niederlagen unserer Mitkonkurrenten schon mit einem Zähler den Abend vergolden können“. In der Wellinger Nettetalhalle agierten beide Teams nach einer zunächst noch fehlerbehafteten Anfangsphase schnell und rasant und suchten mit Tempohandball den offenen Schlagabtausch. Das Ganze ging dabei aber nicht einmal auf Kosten der Defensive, denn auch hier wurde bei beiden Mannschaften intensiv der jeweilige Gegner beackert. So stand laut Schäfer insbesondere die Innenverteidigung seines Teams hervorragend und konnte den Gästen mit etlichen geblockten Bällen manchen Angriff zunichte machen. Ein Sonderlob verdiente sich dabei sowohl defensiv, als auch in der Offensive Linkshänder Christian Welsch. Angespornt von einer für dieses Duell schon traditionell guten und engagiert mitgehenden Zuschauerschar setzen die Maifelder dabei in Sachen Führung über 50 Spielminuten lang die Akzente. Urmitz lief dabei ab dem Wellinger 4:3 einem Rückstand hinterher, der phasenweise vier Tore (10:6) betrug und sogar beim 14:9 der Einheimischen auf fünf Treffer anwuchs. Je offensiver Gästetrainer Werner Klöckner seine eigene Verteidigung auch agieren ließ und dabei manchmal einen, manchmal zwei Wellinger Angreifer unter Sonderbewachung stellte, desto besser waren lange Zeit die Antworten der Maifelder auf diese Varianten. Vielleicht aber war es auch ein erfolgreicher Verschleißkampf aus Urmitzer Sicht, der dafür sorgte, dass die Gastgeber am Ende trotzdem das Nachsehen hatten. Nachdem Klöckner nämlich in der Schlussphase zu einer 6:0-Abwehr mit defensiverer Ausrichtung zurückkehrte, kamen die Wellinger Angriffsbemühungen ins Stocken und der TVW ins Wanken. „Wir haben in den letzten Minuten zu viele Möglichkeiten vergeben und kamen da nicht mehr so zum Zuge wie zuvor“, räumte Schäfer ein. Zwei, drei ausgelassene Gelegenheiten und schon waren es beim 22:23, nach vorherigem 22:20 für Welling, die Rheinstädter, die vorne lagen. Die Schlussphase blieb dann heiß umkämpft, wobei die Wellinger Fans mit den beiden Schiris wegen der Auslegung verschiedenen Aktionen haderten. Bei wechselnden Führungen setzte Urmitz dann mit dem 27:26-Siegtreffer kurz vor Spielende den für Welling unbefriedigenden Schlusspunkt. Schäfer: „Wir sind am Ende vielleicht etwas müde geworden. Dennoch war das eines der besten Spiele. Diese Leistung müssen wir weiter abrufen, allerdings dabei künftig auch etwas Zählbares einfahren.“

Aufgebot des TV Welling:

S. Monschauer, Esch; Schäfer (9/1), Hürter (4), Welsch (4), F. Monschauer (4/3), Schnor (3) Orth (1), und Schwarz (1), Lichtl und Mannheim.

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TV Welling

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