Fünftes Inklusionshallenfußballturnier der DJK Kruft/Kretz
Wenn Inklusion zur Selbstverständlichkeit wird
Mehr als 70 Personen nahmen am Krufter Inklusionsprojekt teil
Kruft. Auch fünf Jahre nach der Initiierung von „Einfach Gemeinsam – Sport in Kruft“ hat das Krufter Inklusionsprojekt nichts von seinem Elan verloren.
Es nahmen mehr als 70 Aktive - mit und ohne Behinderung - am fünften Inklusionsfußballhallenturnier der DJK Kruft/Kretz im Rahmen der Albin-Szislowski-Turnierserie teil.
Dort kam zum Ausdruck, dass man in Kruft schon eine gewisse Routine und Selbstverständlichkeit bei der Durchführung von Inklusionsveranstaltungen hat. „Wer um 18 Uhr da war, wurde nach dem Zufallsprinzip in ein Team aufgeteilt, egal ob mit oder ohne Behinderung und dann ging es los. Alles andere haben die Jungs dann selbstständig geregelt.“, sagt Alfred Schmitt, der die Turnierleitung übernommen hatte.
Unterstützt in seinem Wirken als Turnierchef von Stefan Zeidan, der aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen und als Rollstuhlfahrer zwar nicht mitkicken konnte, aber als Turnierleitung ebenfalls maßgeblich zum Gelingen des Turniers beitrug. Wieder einmal wurde die Veranstaltung von der Ortsgemeinde Kruft und dem Fußballkreis Rhein-Ahr unterstützt. Bürgermeister Rudolf Schneichel und der Vorsitzende des Fußballkreises Rhein-Ahr, Dieter Sesterheim, freuten sich über die Selbstverständlichkeit und die sportliche Fairness, mit der in Kruft Inklusion im Sport gelebt wird.
„Insbesondere die unkomplizierte Art und Weise, mit der die vielen Jugendlichen Menschen mit Behinderungen von Beginn an mit eingebunden haben, hat mich sehr beeindruckt. Da merkt man, dass Kruft in den letzten Jahren schon einiges gewachsen ist.“, zeigte sich Bürgermeister Schneichel sichtlich beeindruckt von der gleichberechtigten Teilhabe, die an diesem Abend gerade auch von den jungen Krufter Mitbürgern gezeigt wurde.
Ebenso hatten sich wie immer aber auch viele, alte DJK-Recken in der Halle eingefunden und machten den Kick zu einem generationsübergreifenden Event.
Mit dabei waren auch zahlreiche Einrichtungen der Behindertenhilfe der Region (Werkstätten und Wohnheime), aber auch Familien, die ein Familienmitglied mit Handicap haben. Auch für sie ist die regelmäßige Teilnahme in Kruft längst Selbstverständnis.
Die Ergebnisse seien freilich total nebensächlich gewesen, sagte Markus Hillesheim von der ausrichteten DJK Kruft/Kretz: „Hier standen der Spaß und die gleichberechtigte Teilhabe im Vordergrund.“ Das war auch bei der anschließenden „Players Night“ zu merken, wo das Turnier noch gemeinsam ausklungen wurde.
So verabredeten sich die Spieler mit und ohne Behinderung auch zum baldigen gemeinsamen Training. Im Mai startet dann die nächste Fußballveranstaltung in Kruft. Dann werden etwa 100 Gäste zum zweitägigen Fußballcamp „Respekt trifft 11 Freunde“ erwartet.
