SV Rot Weiß Queckenberg
„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“
Queckenberg. Beim letzten Pflichtspiel des SV Rot Weiß Queckenberg im Jahre 2013 setzten die Queckies bei SV Germania 1922 Impekoven in den ersten 180 Spielsekunden zwei ganz fette Ausrufezeichen, doch scheiterten in beiden Situationen am eigenen Unvermögen. Anstatt eine beruhigende Führung herauszuschießen, sah sich die Mannschaft unmittelbar danach nach bösen Patzern in den eigenen Abwehrreihen ganz bitter bestraft und lief fortan einem 0:2 hinterher (03./05.). Folglich musste den Einheimischen vollends die Spielgestaltung überlassen und weitere Gegentreffer hingenommen werden (35./36./42.). Lediglich beim zwischenzeitlichen 1:3-Punktestand ließ die Müller/Kurek-Truppe kurzzeitig den Glanz der vergangenen Aufstiegssaison aufblitzen: Becker-Pass, Gümüs-Finte, Geimer-Knaller, Tor - das sah in der 33. Minute richtig gut aus. Allerdings blieb es bei diesem kurzen Aufflackern rot-weißer Fußballkunst.
Die eigentlich fällige Kabinenpredigt ersparte sich Kurek in der Hoffnung, dass die Spieler ihr Auftreten selbst analysieren und für den zweiten Durchgang die richtigen Lehren daraus ziehen würden. Mit dem Wiederanpfiff standen tatsächlich elf Männer auf dem Platz bereit. Angetrieben von dem an diesem Tage unaufhaltbaren, überragenden Geimer und dem immer besser ins Spiel findenden Wyrzykowsky spielten sich die Gäste in einen wahren Rausch, schnürten die Einheimischen in deren Hälfte regelrecht ein, verkürzten schnell auf 3:5 (Geimer 46., Mundorf 49.) und brachten die Germanen an den Rand der Verzweiflung. Auch danach walzte sich Angriff um Angriff der Gäste gen Impekoven-Kasten, allerdings blieb den sich endlich tapfer wehrenden Gästen der Anschlusstreffer versagt. Als die Hausherren mit einem gut platzierten Fernschuss die Führung quasi aus dem nichts wieder ausbauen konnten, war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen (75.). Zwar warfen die Queckies weiterhin alles nach vorn, doch klare Einschussmöglichkeiten spielten sie sich nicht mehr heraus. Vielmehr kassierten die Voreifler kurz vor Ultimo noch das 3:7 vom Elfmeterpunkt (85.).
Nach dieser durchaus vermeidbaren Niederlage beendet der Neuling die Hinrunde auf Platz 13 und steht über dem berühmten Strich. Damit liegt Queckenberg zwar auf Kurs Klassenerhalt und letztlich auch im Soll. Jedoch vergab die Mannschaft eine durchaus bessere Platzierung durch zu viele unnötige Niederlagen. Für die Rückrunde muss daher die Marschroute lauten: „endlich wieder mit aller Entschlossenheit die absolute Gier nach Tor- und Punkteerfolgen zu entwickeln und sowohl auf als auch neben dem Platz dieser Einstellung alles unterordnen.“ Dabei muss sich Queckenberg als eingeschworene Gemeinschaft präsentieren, der es eine Ehre ist, die Farben des SV Rot Weiß Queckenberg in der Kreisliga C zu vertreten.
Aufstellung: Schmieder - Klemm, Rücker, Pesch - Wyrzykowsky - Geimer, Raffino, Nordt, Becker - Gümüs und Mundorf; Verstärkung: Declair; eiserne Reserve: Kolvenbach und Abeling.
