Rheinlandmeisterschaft im 13. Sommerbiathlon der Schützengilde Raubach
Wettkämpfer aller Altersklassen traten in Raubach an
Raubach. Zur Rheinlandmeisterschaft im Sommerbiathlon hatten sich zahlreiche Mitglieder verschiedener Schützenvereine eingefunden. Insgesamt ungefähr sechzig Wettkämpfer traten zur Meisterschaft an – die jüngsten waren gerade sieben Jahre, der älteste stolze 61 Jahre alt.
Bei strahlendem Sonnenschein und zum Laufen fast schon zu warmem Wetter starteten die Wettkämpfer zeitversetzt ab 14 Uhr auf die insgesamt fünf Runden von 1000 m Länge mit jeweils zwei Liegend- und zwei Stehendschießeinlagen dazwischen. Im Gegensatz zum Winterbiathlon werden die Waffen nicht auf die Laufrunde mitgenommen, sondern verbleiben am Schießstand. Die jüngeren Teilnehmer im Alter von sieben bis zwölf Jahren schießen mit dem Lasergewehr, ab zwölf Jahren darf dann mit dem Luftgewehr geschossen werden.
Der Veranstalter – die Schützengilde Raubach – hatte eine durchaus anspruchsvolle Laufstrecke mit einer Steigung durch den Wald und die dahinter liegenden Felder abgesteckt und auch an der Bogensportanlage alles perfekt für spannende Wettkämpfe vorbereitet. Einzig auf den Wind, der es den Schützen am Schießstand zwischendurch ein wenig schwer machte, hatte sie natürlich keinen Einfluss. Aber das ist ja schließlich das, was den Biathlon immer wieder so spannend, weil unberechenbar macht.
Wettkampf gehört zu den Qualifikationswettkämpfen für die Deutschen Meisterschaften
Die zahlreichen Zuschauer, die sich hinter den Schießständen im Schatten geschützt bei kalten und warmen Getränken und Kuchen aufhalten und die Wettbewerbe beobachten konnten, feuerten alle Wettkämpfer gleichermaßen an. Besonders die jüngsten, die sich im Feld der Großen schon sehr gut behaupteten, wurden von allen Besuchern für ihre Leistungen gelobt und bewundert.
Der Wettkampf hat auch durchaus eine sportliche Bedeutung, denn er ist einer der Qualifikationswettkämpfe für die Deutschen Meisterschaften im Sommerbiathlon und so zählt eine gute Zeit für das Erreichen der Teilnahme der Deutschen Meisterschaft. Das war natürlich das erklärte Ziel aller Teilnehmer, doch trotzdem blieben Fairness und sportliches Verhalten nicht auf der Strecke.
Besonders schön und erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass es auch einen Schießstand für Sehbehinderte und Blinde gab, die sich mit Hilfe von Geräuschen orientieren und auch mit einem Betreuer, der sie über die Strecke führte, am Laufwettbewerb teilnehmen konnten. Ein sehr schönes Beispiel für gelebte Integration, das die Schützengilde Raubach hier bei dieser Gelegenheit gegeben hat.
Zahlreiche Mitglieder verschiedener Schützenvereine waren gekommen und traten gegeneinander an.
Am Schießstand herrschte munteres Treiben.
