SG OASF/Barweiler - Abteilung Fußball
Wieder keine Punkte, aber klare Leistungssteigerung
SG OASF/Barweiler - SV Kripp 2:3 (1:2)
Barweiler. Nach dem 1:8-Fiasko von Walporzheim stand für die erste Mannschaft das zweite Heimspiel der Saison an, in dem Trainer Fabian Hideg mehrere Veränderungen im Vergleich zu den ersten beiden Spielen vornahm. So rückte neben Ben Krahe auch der aus dem Ruhestand zurück auf das Spielfeld beorderte Rudi Seifen in die Startelf, genau wie Denny Naumann und David Koll, die beide erstmals in ihrer Karriere in einem Meisterschaftsspiel von Beginn an aufliefen. Nach längerer Pause war zudem auch Sebastian Hermes wieder im Kader zu finden. Gegen den traditionell spielstarken SV Kripp wollte man Wiedergutmachung für den Saisonauftakt betreiben, war allerdings vor der Qualität des Gegners gewarnt.
Bereits in der Anfangsphase war zu erkennen, dass sich die Gastgeber einiges vorgenommen hatten. So gehörte zwar die erste Torchance den Krippern, als ein Kopfball nach einem Eckstoß knapp am Toreck vorbeirauschte, ansonsten konnte man aber mit entschlossener Zweikampfführung die Partie ausgeglichen gestalten. Noch besser kam es dann beim ersten nennenswerten Abschluss der Heimmannschaft in der 18. Minute. Nach einem Freistoß des in die Abwehrkette zurück beorderten Christian Lückenbach ließ SVK-Torwart Jan Meyer den Ball direkt vor die Füße von Max Niggemann fallen, welcher aus kurzer Distanz keine Mühe hatte, seine Farben in Führung zu bringen.
Leider hatte das 1:0 nur sieben Minuten Bestand. Auf der linken Außenbahn bekamen die Gäste deutlich zu viel Platz und konnten somit eine präzise Flanke auf den ersten Pfosten schlagen, welche erneut Max Niggemann unter Bedrängnis mit dem Knie über die eigene Torlinie bugsierte. Philipp Cläsgens bekam noch beide Hände an den Ball, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern.
Wenig später war es erneut eine Hereingabe, diesmal von der rechten Seite, welche beinahe das 1:2 nach sich gezogen hätte, doch den folgenden Schuss aus kurzer Distanz konnte Ben Krahe in höchster Not abblocken. Auf der anderen Seite sorgte erneut ein Freistoß von Christian Lückenbach für größte Gefahr, allerdings verfehlte der freistehende Fabian Hideg mit einer Direktabnahme aus fünf Metern denkbar knapp. Stattdessen gerieten die Platzherren kurz vor der Pause vollkommen unnötigerweise in Rückstand. Auf der linken Außenbahn verpasste man es in einer eigentlich komfortablen Position konsequent zu klären, sodass ein Kripper dazwischen spritzen und einen scharfen Pass in die Mitte spielen konnte, welchen Nils Meyer zum 1:2 vollendete.
Wie schon im letzten Drittel der ersten Halbzeit waren die Gäste auch nach dem Seitenwechsel zunächst deutlich aktiver und kontrollierten das Spiel. In dieser Phase hatte die heimische SG das eine oder andere Mal Glück, nicht höher in Rückstand zu geraten. So konnte Philipp Cläsgens mit einer glänzenden Parade einen sehenswerten Fallrückzieher von SVK-Kapitän Nils Meyer entschärfen, bevor eine Flanke von der rechten Seite einen Spieler nahe des Fünfmeterraums fand, welcher um Zentimeter am Tor vorbei köpfte. Mit einem Freistoß meldete sich dann die SG OASF/Barweiler zurück und sorgte zugleich für den ersten größeren Aufreger des Spiels in Bezug auf den Schiedsrichter. Im Kampf um den zweiten Ball wurde Lukas Thelen durch einen seitlichen Tritt in den Bauch am Abschluss gehindert, der fällige Elfmeterpfiff blieb allerdings aus. Dennoch wirkte diese Aktion als Initialzündung, denn in der Folge intensivierten die Hausherren ihre Offensivbemühungen und wurden in der 66. Minute für diese belohnt. Denny Naumann erkämpfte einen eigentlich schon verlorenen Ball, sodass das Leder Peter Klein vor die Füße fiel, welcher den letzten verbliebenen Verteidiger stehen ließ und mit einem platzierten Rechtsschuss den Ausgleich erzielen konnte. In der Folge erhöhten die Gäste noch einmal den Druck, während sich die Heimmannschaft mit allen verfügbaren Kräften gegen einen erneuten Rückstand stemmte. Bis auf einige Distanzschüsse gelang es bis in die Schlussphase hinein, Kripp vom eigenen Tor fernzuhalten. Umso bitterer war es dann, dass eine eklatante Fehlentscheidung des Unparteiischen, welcher zuvor schon einige kontroverse Entscheidungen getroffen hatte, den entscheidenden Treffer zum 2:3 einleitete. In der 86. Minute bekam der SVK in unmittelbarer Strafraumnähe einen Freistoß zugesprochen, und zwar nach einem Handspiel, das nie und nimmer hätte abgepfiffen werden dürfen. Die folgende punktgenaue Flanke fand Philipp Ruthsch, welcher sich geschickt Platz verschaffte und aus kurzer Distanz einköpfte. Im Anschluss wurde das ohnehin sehr intensiv geführte Spiel noch hitziger, wozu auch der zum Ende hin zunehmend überfordert wirkende Schiedsrichter seinen Teil beitrug, indem er zwei Tätlichkeiten jeweils nur mit gelben Karten ahndete. Vor den Toren passierte hingegen nichts mehr, sodass eine bittere und vermeidbare Niederlage besiegelt war.
Fazit: Ein Spiel zu verlieren, ist immer ärgerlich - ein Spiel durch ein echtes und ein halbes Eigentor sowie eine Fehlentscheidung zu verlieren, ist extrem ärgerlich, zumal der Gegner ohne den geschenkten Freistoß wohl kaum noch zum Siegtreffer gekommen wäre. Trotz ihrer eindeutig besten Saisonleistung steht die erste Mannschaft auch nach drei Partien mit leeren Händen da. Spielerisch mag die Vorstellung nicht erstklassig gewesen sein, aber die kämpferische Einstellung war absolut vorbildlich. Auch die defensive Organisation sowie das Tempo und die Dynamik im Offensivspiel kann man als stark verbessert bezeichnen. Mit etwas mehr Glück in den entscheidenden Situationen hätte man an diesem Tag Zählbares mitgenommen, so aber bleibt der Mannschaft nichts anderes übrig, als in den nächsten Spielen an diese Leistung anzuknüpfen, um so ein Ende der Niederlagenserie zu erzwingen.
Vorschau: SV Remagen - SG OASF/Barweiler, Sonntag, 8. September um 14:30 Uhr in Remagen.
