Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

BLICK aktuell im Gespräch mit DTM-Teamchef Stefan Reinhold aus Andernach

„Wir alle möchten natürlich Rennen fahren“

11.05.2020 - 09:07

Andernach/Region. Seit Wochen schon legt das Corona-Virus auch den Sport lahm. Die DTM, in der das Andernacher BMW Team RMG an den Start geht, wird, wenn überhaupt, frühestens Mitte Juli in die Saison starten können. Zudem hat Audi (neben BMW der einzig andere Hersteller in der Serie) verkündet, ab 2021 aus der DTM auszusteigen. Die Rennserie steht vor ungewissen Zeiten. BLICK aktuell sprach mit RMG-Teamchef Stefan Reinhold über die momentan nicht einfache Situation für den Rennstall und über Zukunftsperspektiven.

BLICK aktuell: Herr Reinhold, wie hat Sie und Ihr BMW Team RMG die Corona-Krise getroffen? Welche direkten Auswirkungen hat sie auf Ihr Team und die alltägliche Arbeit?

Stefan Reinhold: Für uns hat sich vor allem der Saisonstart in der DTM verschoben, der kurz bevorstand. Im März sollten Testfahrten stattfinden. Zunächst war der Test in Italien geplant, aufgrund der Thematik wurde er aber nach Deutschland verlegt. Doch auch hier musste er dann schließlich abgesagt werden. Der Saisonstart mit dem Rennbetrieb hat sich natürlich auch verschoben. In der alltäglichen Arbeit haben wir unseren Zeitplan geändert, indem wir den Betriebsurlaub auf die Zeit um Ostern vorgezogen haben. Nun sind wir mitten drin in den Vorbereitungen, falls es kurzfristig grünes Licht für den Saisonstart gibt.

BLICK aktuell: Mitte Juli soll die Saison am Norisring starten, dies ist aber noch nicht sicher. Wie bereiten Sie sich gerade auf diesen noch sehr theoretischen Termin vor und wie schwierig ist dies?

Reinhold: Generell arbeiten wir hier mit einem normalen Ablauf an der Vorbereitung, natürlich unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften. Ein Rennfahrzeug muss noch komplettiert werden. Wir haben noch einige Dinge auf der Liste, die durch die zeitliche Verschiebung wegen des vorgezogenen Urlaubs noch zu tun sind und die wir jetzt im Mai machen. Wir rechnen auch damit, dass es vor dem ersten Rennen noch einen Test geben wird, von daher sind wir jetzt wieder in einer relativ normalen Zeitschiene angelangt.

BLICK aktuell: Welche Probleme würden sich für Sie ergeben, wenn die DTM dieses Jahr gar keine Rennen mehr fahren würde? Wäre dies für Ihr Team existenzbedrohend?

Reinhold: Wir alle möchten natürlich DTM-Rennen fahren und wären sehr enttäuscht, auch wegen der Fans. Denn jeder, der sich für die DTM interessiert, wartet auf den Saisonstart. Als Team arbeiten wir umfangreich mit BMW Motorsport zusammen, wir sind nicht zwingend an eine Rennserie gebunden.

BLICK aktuell: Audi steigt 2021 aus der DTM aus. Was bedeutet das für die Rennserie?

Reinhold: Es ist klar, dass dies für die Rennserie Schwierigkeiten bedeutet. Aber man muss betonen, dass man momentan noch nicht absehen kann, wo die Reise hingeht und wie es sich weiter entwickelt. Grundsätzlich macht es die Situation für die DTM jedoch nicht einfacher.

BLICK aktuell: Gibt es aus Ihrer Sicht trotzdem eine Zukunftsperspektive für die DTM?

Reinhold: Es gibt immer eine Zukunftsperspektive – für alles. Man muss eben abwarten, wie die Verantwortlichen die Serie in Zukunft gestalten möchten, beziehungsweise welche Entscheidungen getroffen werden.

BLICK aktuell: Sollte die DTM nicht weiter existieren, würden wir Sie und Ihr Team RMG in einer anderen Rennserie wiedersehen?

Reinhold: Wie ich eben schon gesagt habe: In unserer Zusammenarbeit mit BMW Motorsport sind wir nicht unbedingt an eine Rennserie gebunden. Und je nachdem, wie sich in der Partnerschaft mit BMW Einsatzmöglichkeiten ergeben, arbeiten wir auch gern in einer anderen Rennserie weiter. - DS -

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

„Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ im SWR Fernsehen

Streit um Brexbachtalbahn spaltet Westerwald

Bendorf. Blockiert Bendorf die Reaktivierung der Bahn? Darüber berichtet das Politikmagazin „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ am Donnerstag, 2. Juli 2020, ab 20:15 Uhr im SWR Fernsehen. mehr...

Abenteuer in Mayen-Koblenz

Die Heimat im Urlaub neu entdecken

Kreis MYK. Die Gischt eines Geysirs spüren, römisches Bauwesen bestaunen, den Eifelturm besteigen – was nach Urlaub in Island, Italien oder Frankreich klingt, sind Sehenswürdigkeiten direkt vor der Haustür. Denn wer seinen Urlaub dieses Jahr in der Heimat verbringt, braucht nicht auf spannende Erlebnisse, ausgezeichnete Kulturdenkmäler und reizvolle Landschaften zu verzichten. Der Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz bietet Museen, Bergwerke und Landschaftsdenkmäler, die Ferienspaß garantieren. mehr...

Weitere Berichte

FWG Mayen-Koblenz zum Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein

Als Maximalversorger für unsere Region sehr wichtig

Kreis Mayen-Koblenz. Nachdem sich der Kreistag in zwei Sondersitzungen im Februar sehr intensiv mit den notwendigen Maßnahmen zur Überwindung der akuten Liquiditätskrise und der Implementierung einer... mehr...

Geänderte Öffnungszeiten

Corona-Ambulanz in Mayen

Geänderte Öffnungszeiten

Kreis MYK. Bereits vom Wochenende 4./5. Juli an ändern sich die Öffnungszeiten in der Corona-Ambulanz in Mayen. Aufgrund rückläufiger Patientenzahlen, ist die Corona-Ambulanz in der Weiersbachhalle in Mayen ab sofort an Wochenenden und Feiertagen geschlossen. mehr...

Politik
Traumergebnis bei
der Kandidatenkür

CDU Wachtberg

Traumergebnis bei der Kandidatenkür

Gemeinde Wachtberg. Ein bisschen sah man ihm den Stolz schon an. Kein Wunder bei dem Ergebnis, das Christoph Fiévet im sogenannten 300er-Gremium der Rhein-Sieg-CDU eingefahren hatte. Mit 98,7 Prozent... mehr...

Besondere Einrichtung der Stadt

Ludger Banken besucht Jugendwohnheim „Haus Rheinbach“

Besondere Einrichtung der Stadt

Rheinbach. Bevor die Sommerferien beginnen, nutzte Ludger Banken, Rheinbacher Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl im September, die Gelegenheit zum Besuch einer besonderen Einrichtung unserer Stadt:... mehr...

Sport

Sensation beim SV Niederbachem

C-Jugend spielt Bezirksliga

Niederbachem. Nach der Entscheidung des Verbandsjugendtages am 20. Juni 2020 waren die Verantwortlichen, Trainer und die Spieler des SV Niederbachem ernüchtert. mehr...

Stadtsportverband Meckenheim e.V.

„Sport im Park“

Meckenheim. Meckenheim bewegt sich nun im zweiten Jahr bei „Sport im Park“. Einfach vorbeikommen und mitmachen - ganz ohne Anmeldung. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Virologe Ch. Drosten warnt vor 2. Welle: Wie schätzen Sie den weiteren Verlauf der Pandemie ein?

Ich halte das für realistisch und befürchte einen 2. Shutdown.
Jetzt im Sommer wird sich das Virus langsamer verbreiten, denn wir sind alle viel draußen.
Ich sehe und erlebe viele, die sich nicht mehr an die Regeln halten - deshalb hat Drosten vermutlich Recht.
Ich halte Corona nicht für besonders gefährlich und bleibe deshalb gelassen.
Es ist mir egal - wir sind in Deutschland gut genug ausgestattet, um auch einen 2. Shutdown gut zu überstehen.
Spätestens im Herbst mit der üblichen Grippewelle wird sich auch Corona wieder ausbreiten.
aktuelle Beilagen
 
Kommentare
Helmut Gelhardt:
Geehrte Streiter von Pulse of Europe, Sie stellen zurecht fest: "Die Menschen haben mit Bestürzung erlebt, dass "systemrele- vante" Wirtschaftsbereiche einem seit Jahrzehnten gehuldigten neoliberalen Zeitgeist zum Opfer gefallen waren."Ich ergänze: und sind!Warum aber haben Sie als 'Festredner' einen Funktionär der FDP eingeladen, die noch mehr als das oberste Führungspersonal der CDU/CSU dem neoliberalen Credo (=marktextremistischer Kapitalismus) seit jedenfalls 1982 bis heute das Wort redet?Soll diese Person "Rechenschaft ablegen" oder haben Sie sich bei der 'Festrednerschaft' in der Personenauswahl vertan?Vom Säulenheiligen des Neoliberalismus,Friedrich August von Hayek, stammen die Worte:"Was eigentlich sozial heißt, weiß niemand.Wahr ist nur, dass eine soziale Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft, ein sozialer Rechtsstaat kein Rechtsstaat, ein soziales Gewissen kein Gewissen,soziale Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit - und ich fürchte auch,soziale Demokratie keine Demokratie ist."
Jean Seligmann:
Nach dem ganzen Trump-Bashing und dem Antiamerikanismus durch die Bundesregierung, Landesregierung und den Mainstreammedien, zeigen sich die gleichen Leute verwundert, dass die USA einen Teil ihrer Truppen verlegen/abziehen möchte. Die einzige verbliebene Schutzmacht für Deutschland so zu brüskieren zeugt von (dümmlicher) Überheblichkeit! Bedenke wohl, worum du bittest, es könnte dir gewährt werden!
Otfried Breidenich:
Ich bin der festen Überzeugung das bei einer VLN Veranstaltung das Coronarisiko auf der Nordschleife nicht besonders hoch ist. Schließlich kann man sich dort aus dem Wege gehen, was ja wie jetzt gesehen an Nord- und Ostsee nicht der Fall ist. Dort liegen und sitzen sie wie Heringe im Fass nebeneinander. Also was soll das? Ich will wieder Rennen sehen und hören.
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.