Lokalsport | 11.05.2021

Interview mit Ralph-Gerald Schlüter und Christian Stephani, den Machern der VLN

„Wir haben 2022 einige Veränderungen vor!“

Nürburg. Das erste Saisondrittel der Nürburgring Langstrecken-Serie 2021 ist absolviert, Zeit für ein erstes Zwischenfazit. Die beiden Köpfe der VLN – Ralph-Gerald Schlüter (Generalbevollmächtigter VLN e.V. & Co. oHG) und Christian Stephani (Geschäftsführer VLN VV GmbH & Co. KG) – blicken zurück und geben schon jetzt einen spektakulären Ausblick auf die Saison 2022.

Die ersten drei Veranstaltungen liegen hinter uns. Wie ist Eure Gemütslage?

Stephani: Wenn alles optimal gelaufen wäre, hätten wir ja bereits vier Events hinter uns – den VLN Probe- und Einstelltag mit eingerechnet. Das Wetter hat uns in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und die Pandemie fordert uns ja auch weiterhin heraus. Trotzdem würde ich zum jetzigen Zeitpunkt ein positives Fazit ziehen.

Pandemie ist ein gutes Stichwort. Corona hält die Welt nach wie vor in Atem. Trotzdem haben alle Rennveranstaltungen mit dem ausgefeilten Hygienekonzept stattgefunden.

Schlüter: Wir haben da im Vorfeld sehr viel Energie hineingesteckt und die Erfahrungen aus dem Vorjahr genutzt. Gemeinsam mit dem Nürburgring und weiteren Veranstaltern wurde das Gespräch mit verantwortlichen Regierungsstellen gesucht. Das hat gefruchtet. Die uneingeschränkte Testpflicht in Verbindung mit der durchgehenden Verpflichtung, auf dem gesamten Gelände und in den Gebäuden FFP2 Masken zu tragen, hat maßgeblich mit zur Genehmigung beigetragen.

In diesem Zusammenhang fiel auch immer wieder das Stichwort ‚Profisport‘.

Stephani: Die Nürburgring Langstrecken-Serie ist eine professionell ausgerichtete Rennserie mit kommerziell agierenden Teams und damit durchaus vergleichbar mit anderen Rennserien, die ebenfalls stattfinden.

Die beiden Rennen, die stattgefunden haben, kann man ohne Übertreibung als gelungen bezeichnen.

Stephani: Absolut! Die Veranstaltungen liefen Seitens der Organisation reibungslos. Unseren Teams gebührt großer Dank. Rennen unter Pandemiebedingungen sind immer ein Kompromiss. Aber am Ende sind wir gemeinsam alle froh, dass wir Rennen fahren konnten.

Ein wichtiger Aspekt der Nürburgring Langstrecken-Serie fehlte allerdings…

Stephani: Klar, die Zuschauer. Es fühlt sich nach wie vor falsch an, die Leute aufzufordern, daheim zu bleiben. Das Gute ist: Das Zuschauerkonzept des Nürburgrings liegt griffbereit in der Schublade und wir könnten bei Vorliegen der Genehmigung sofort mit dem Ticketing starten.

Wie schaut Euer sportliches Fazit aus?

Schlüter: Wir sind begeistert. Sowohl die Quantität als auch die Qualität unseres Teilnehmerfelds war bei den zwei Rennen enorm. Auch hier muss ich den Teams wieder ein großes Lob aussprechen.

Stephani: Und diesen großartigen Sport haben wir mit unserem aufgewerteten Livestream zu den Fans nach Hause gebracht. Der ROWE-Heli ist eine absolute Bereicherung. Und auch die anfangs von H&R und nun Schnitzelalm Racing unterstützte Fan-Onboard kommt sehr gut an. Als Marketingmann kann ich sagen: Zwei packende Rennen haben sehr gute Zahlen erzielt.

Auch wenn die Saison 2021 gerade einmal so richtig in Schwung gekommen ist, laufen bereits jetzt die Planungen für 2022. Und da gibt es gleich zwei große Projekte. Christian, das erste bitte.

Stephani: Wir überlegen, in 2022 ein 12-Stunden-Rennen zu fahren.

Was steckt hinter dieser Überlegung?

Stephani: Im vergangenen Jahr war der Double-Header, aus der Corona-Situation heraus geboren, ein voller Erfolg. Alle Beteiligten waren begeistert, sodass wir auch in diesem Jahr eine Doppelveranstaltung im Kalender haben. Der naheliegende Gedanke ist: Wieso nicht zwei 6-Stunden-Rennen in einer Wertung zusammenfassen? Das 6h-Rennen bleibt bestehen. Daneben planen wir mit sechs weiteren Rennen über die Distanz von vier Stunden.

Was ist das zweite Projekt?

Schlüter: Alleine das 12-Stunden-Rennen erfordert eine tiefgreifende Überarbeitung unseres Punktesystems. Bei dieser Gelegenheit prüfen wir, ob grundlegende Änderungen auch für die 4- und das 6-Stunden-Rennen sinnvoll und unter sportlichen Gesichtspunkten gerechter sind.

Was soll sich ändern?

Schlüter: Wir planen die Punkteformel künftig bei einer noch zu definierenden Teilnehmerzahl zu deckeln. Platz eins von zehn wird dann beispielsweise genauso viele Punkte einbringen, wie Platz eins von 20 Fahrzeugen. Dadurch haben mehr Fahrzeugklassen und damit Teilnehmer die Chance, am Jahresende den Meister zu stellen.

Das macht schon jetzt Lust auf die neue Saison. Habt Ihr über diese Themen bereits mit Akteuren gesprochen? Wie war das Feedback?

Schlüter: Wir haben beide Neuerungen in Gesprächen mit unseren Partnern und der ILN andiskutiert und die Reaktionen waren durchweg positiv. Jetzt werden wir die Details ausarbeiten.

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