Lokalsport | 20.03.2018

Volleyball-Regionalliga Südwest

„Wir haben gegen uns selbst gespielt“

Eintracht Frankfurt - LAF Sinzig 3:1 (22:25, 25:17, 25:14, 25:18)

Sinzig. In ihrem drittletzten Spiel der Saison verpassten die Volleyball-Herren der LAF Sinzig bei ihrem Gastspiel in Frankfurt die Chance, sich einen entscheidenden Puffer im Abstiegskampf zu sichern. Dabei ging es eigentlich vielversprechend los. Die Mannschaft von Trainerin Sarah Funk war das klar bessere Team in Satz eins, das 22:25 war aus Sicht der Gastgeber sogar noch schmeichelhaft. Allerdings offenbarten sich auch schon in diesem Satz kleinere Schwächephasen, die im weiteren Verlauf immer länger und heftiger wurden.

Die LAF zeigten sich viel zu kopflos im Angriff und konnten die zahlreichen Fehler dann auch nicht mehr durch Block- und Abwehrleistungen ausgleichen. „Das war wirklich peinlich“, fasste Sarah Funk die Leistung ihrer Schützlinge knallhart zusammen. „Der Gegner war heute mehr als schlagbar - aber wir haben eigentlich auch nicht gegen den Gegner, sondern gegen uns selbst gespielt.“

Nahezu kein Sinziger erreichte seine Normalform - und noch viel schlimmer: Die Spieler auf dem Platz halfen sich viel zu wenig und zogen sich eher gegenseitig nach unten.

Funk schöpfte zwar alle Wechseloptionen aus, aber keiner der Wechsel brachte die erhoffte Wende. Außenangreifer Manuel Michno kam sogar zu seinem Debüt auf der Zuspiel-Position.

„Jetzt wird es richtig eng“, blickte Kapitän Merlin Hinsche auf die Tabellensituation und auf die letzten beiden Spiele. Durch einen Kantersieg gegen den Tabellenzweiten aus Langen zog die TG Mainz-Gonsenheim II an Sinzig vorbei und hinterließ die Barbarossastädter auf dem drittletzten Platz der Tabelle. Noch steht nicht fest, ob auch dieser Tabellenplatz den direkten Abstieg aus der Regionalliga Südwest bedeutet, aber die Sinziger wollen es darauf nicht ankommen lassen und müssen in den Spielen gegen die klar favorisierten Kontrahenten aus Langen und Speyer dringend punkten.

„Wenn wir keines der beiden Spiele gewinnen, haben wir es auch nicht verdient, in der Liga zu bleiben“, schimpfte Dirk Funk. „Das ist jetzt unsere letzte Chance, die Leistungen aus den Vorwochen zurechtzurücken und die Saison halbwegs vernünftig zu beenden.“ Am Samstagabend kommt es um 20 Uhr zum Heimspiel gegen Langen.

LAF Sinzig: Comes, Echelmeyer, Faller, Friedrich, Funk, Heinemann, Hinsche, Michno, Upgang und Warneken.

Verbandsliga Nord Frauen: SC Altenkirchen - VSG Sinzig 0:3 (20:25, 21:25, 22:25). Mit einem Sieg beim Auswärtsspiel in Altenkirchen ging für die erste Damenmannschaft der VSG Sinzig die Saison 2017/2018 zu Ende. Beim Tabellenfünften zeigten die Damen nicht ihre beste Saisonleistung, blieben letztlich aber ungefährdet und fuhren verdient drei Punkte ein. „Es gilt für uns, in der kommenden Saison unsere Fähigkeiten soweit zu verbessern, dass wir gegen die Topteams der Liga besser abschneiden als in dieser Saison“, so Merlin Hinsche. Der erste Pflichttermin der neuen Saison steht bereits am Sonntag an. In Sinzig findet dann die VVR-Pokal-Vorrunde der Damen statt. Mit elf Teams hat sich ein so großes Feld ergeben, dass in zwei Vorrundengruppen um die vier Plätze für die Endrunde im VVR-Pokal gekämpft wird. „Mit Andernach, Wierschem und Oberbieber sind drei Oberligisten dabei. Wir brauchen etwas Losglück und müssen dann an einem langen Turniertag unsere Stärken in den richtigen Situationen zeigen“ so Co-Trainer Daniel Upgang.

VSG Sinzig: Mona Bell, Annalena Dinkelbach, Tamara Rosauer, Rilana Schnelzauer, Larissa Pauly, Ramona Haubrichs, Jennifer Linden, Laura Mergenthal, Julia Füllmann, Michaela Eisele und Melanie Deurer.

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