Fußball-Rheinlandliga, 14. Spieltag
„Wir haben zurzeit überall Baustellen“
SG Eintracht Mendig/Bell unterlag bei der SG Malberg verdientermaßen mit 1:3 (1:2)
Malberg. Durch die 1:3 (1:2)-Niederlage bei der SG Malberg ist die SG Eintracht Mendig/Bell am 14. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga endgültig im Abstiegskampf angekommen. Die 125 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz in Malberg sahen eine unterhaltsame, temporeiche und gutklassige Partie. Für die personell angeschlagenen Gäste um Spielertrainer Kodai Stalph, der bereits nach 17 Minuten wegen muskulärer Probleme seinen Platz räumen musste, war es nach einer zweiwöchigen Spielpause die fünfte Niederlage im sechsten Auswärtsspiel der Saison, nachdem bis dato nur das Auftaktspiel in Neitersen gewonnen wurde.
„Wir haben zurzeit überall Baustellen, zu viele Baustellen“, kommentierte Stalph die Niederlage, die sich schon nach wenigen Minuten abzeichnete, weil die Malberger recht schnell die Achillesferse der Mendiger ausgemacht hatten. Besagte Achillesferse ist zurzeit durch den Ausfall der Innenverteidiger Florian Schlich und Pascal Zimmer die neu formierte Viererkette mit „heute ausschließlich gelernten Mittelfeldspielern“, resümierte Stalph. Die hellwachen Malberger ließen der Viererkette keine Zeit, um sich auf hinterster Linie zu sortieren beziehungsweise um sich auf die schnell und steil gespielten Bälle in den Rücken der Kette einzustellen.
Die Folgen waren absehbar: In der dritten Minute wehrte Torwart Robin Rohr einen Flachschuss von Jannik Weller noch an den Pfosten. 120 Sekunden später war Rohr erstmals machtlos, als Dominik Neitzert den Ball maßgerecht von Felix Rixen, erneut nach einem Angriff über rechts, aber diesmal mit zwei Querpässen am Strafraum, zum 1:0 aufgelegt bekam. Weitere drei Minuten später hatte Rohr seinen nächsten Doppeleinsatz: Erst holte er Lukas Müller bei einem Angriff über rechts elfmeterreif von den Beinen, anschließend ließ er sich beim Strafstoß von Sven Heidrich zum 2:0 in die falsche Ecke schicken.
In der nächsten Viertelstunde waren die Gäste ausschließlich damit beschäftigt, Schlimmeres zu verhindern. „Diese Unordnung hätten wir besser nutzen müssen, dann hätten wir uns das Zittern bis zum 3:1 ersparen können“, fasste der Malberger Trainer Volker Heun die Phase nach dem 2:0 zusammen. Im Klartext: In der folgenden Viertelstunde waren Justin Nagel, Lukas Müller und Felix Rixen dem 3:0 wesentlich näher als Mendig dem 2:1, das schließlich (aber nicht unerwartet) in der 34. Minute fiel, als sich Stoßstürmer Brice Braquin im Strafraum gegen die komplette Kette behauptete und den Anschlusstreffer markierte,
Nach der Pause änderte sich das Bild erneut, weil nun beide Ketten hoch standen und sich damit zwischen den Strafräumen ein schnelles, für beide Teams riskantes, aber auch unterhaltsames Spiel mit etlichen kniffligen Abseitsentscheidungen entwickelte. Da sich die Malberger dabei ein deutliches Plus an Torchancen herausspielten, verwunderte es eigentlich nur, dass sie sich bis zur 84. Minute Zeit ließen, um das Spiel zu entscheiden. Torschütze zum 3:1-Endstand war Felix Rixen.
Stalph konnte der Partie trotzdem Positives abgewinnen: „Wir haben schon deutlich weniger gezeigt als heute.“ Auch offensiv? „In der ersten Hälfte ging es ja noch, aber unterm Strich war das, was wir in der zweiten Hälfte in der gegnerischen Hälfte geboten haben, einfach zu wenig.“ Sein Gegenüber war vollauf zufrieden. „Wir haben heute verdientermaßen drei Punkte gegen einen Gegner geholt, der nach wie vor eine enorme Qualität hat“, erklärte Heun. „Die jetzt 21 Punkte sind für uns sensationell und eine Hausnummer, mit der sich sogar schon in der Winterpause einiges planen lässt.“
SG Malberg: Matthias Zeiler, Benjamin Weber, Dennis Märzhäuser, Arthur Becker, Tjark Benner, Jannik Weller (89. Bastian Bleeser), Sven Heidrich, Dominik Neitzert, Felix Rixen (90. + 1 Jung), Lukas Müller (86. Peter Gerhardus), Justin Nagel.
SG Eintracht Mendig/Bell: Robin Rohr, Milan Rawert, André Marx, Manuel Oster, Angelo Heid, Kodai Stalph (17. Petar Shopov), Florian Birnstock (64. Lars Assenmacher), Majdi Mahmud, Niklas Heinemann, Tim Montermann (83. Antonio Donkov), Brice Braquin.
Schiedsrichter: Henning Reif (St. Sebastian).
Zuschauer: 125.
Torfolge: 1:0 Dominik Neitzert (5.), 2:0 Sven Heidrich (8., Foulelfmeter), 2:1 Brice Braquin (34.), 3:1 Felix Rixen (84.).
Nächste Aufgabe für die SG Malberg: am Sonntag, 21. November, um 15.30 Uhr bei der SG 99 Andernach.
Nächste Aufgabe für die SG Eintracht Mendig/Bell: am Sonntag, 21. November, um 14.30 Uhr gegen den FC Germania Metternich.
