Lokalsport | 15.05.2017

Fußball-Rheinlandliga: Die Mannschaft von Trainer Florian Stein hat alles selbst in der Hand

„Wir müssen die Geschichte noch vollenden“

SG Altenkirchen/Neitersen - SG Eintracht Mendig/Bell 3:4 (3:3)

Die drei Gegentore konnte Eintracht-Torhüter Jan Heinemann verschmerzen. SK

Mendig. Es hat lange gedauert, aber jetzt hat die SG Eintracht Mendig alles in eigener Hand: Nach dem dramatischen 4:3 (3:3) bei der SG Altenkirchen/Neitersen kann die Mannschaft von der Brauerstraße am Samstag, 20. Mai, ab 17.30 Uhr mit einem Heimsieg über die SG Malberg/Rosenheim den Klassenverbleib selbst realisieren und ist nicht mehr auf Schützenhilfe angewiesen.

Die Eintracht rückte mit nunmehr 37 Punkten auf den sicheren fünftletzten Platz (Rang 15) vor und profitierte dabei von der 0:1 (0:1)-Niederlage des unmittelbaren Konkurrenten SG Kyllburg/Badem/Gindorf im Abstiegsendspiel gegen die SG Betzdorf.

Die Kyllburger, die am nächsten Samstag zum gleichen Zeitpunkt bei der Spvgg Wirges antreten müssen, liegen mit weiterhin 36 Zählern genau einen Punkt hinter der Eintracht.

„Äußerlich ist mir zwar noch nichts aufgefallen, aber ich fühle mich schon um ein paar Jährchen gealtert. Die vergangenen Wochen und Monate sind sinnbildlich für die Belastungen eines Trainers“, gab Florian Stein, der verantwortliche Mann bei den Gästen, einen kurzen Einblick in sein Seelenleben.

„Unsere Aufgabe war es, dieses Spiel zu gewinnen, und das haben wir gemacht. Heute dürfen wir uns freuen, danach ist der Fokus ganz auf das Spiel gegen Malberg gelegt.“

Nach 37 Minuten hatten die fast 200 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz in Neitersen bereits sechs Tore gesehen.

Andre Fischer zum 1:0 (14.), wiederum Fischer zum 2:1 (26.) und Christoph Binot zum 3:2 (28.) brachten die Gastgeber drei Mal in Führung, nahezu postwendend glichen die Vulkanstädter durch Lars Bohm zum 1:1 (23.), durch Damir Mrkalj zum 2:2 (27.) und durch Marcel Berg zum 3:3 (37.) aus. „Es war ein offener Schlagabtausch, den wir so nie wollten“, räumte Stein ein.

„Das Spiel war in der ersten Halbzeit sehr wild, in der zweiten Hälfte spannend und dramatisch.“

Flügelstürmer Berg, der auch in der nächsten Saison für die SG Mendig/Bell (unabhängig von der Ligazugehörigkeit) auflaufen wird, brachte die Gäste mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag erstmals in Führung (54.). Nach einem Alleingang über die rechte Seite ließ der dem Altenkirchener Torhüter Dennis Lammert mit einem Heber keine Abwehrchance.

Die Mendiger verpassten es in der Folgezeit, mit dem fünften Treffer für die Entscheidung zu sorgen. Mark Spohler (62.) scheiterte an Lammert, Berg und Matthias Strahl schienen sich in der 83. Minute nicht einig zu sein, wer den Ball über die Linie bugsieren sollte.

Trotz Überzahl dramatisch bis zum Schluss

Zu diesem Zeitpunkt spielte der Gastgeber schon in Unterzahl: Der zweifache Torschütze Fischer meckerte zwei Mal innerhalb von wenigen Sekunden und musste mit der Gelb-Roten Karte vom Platz (78.). „In solchen Spielen hilft dir eine Überzahl zwölf Minute vor dem Ende auch nicht mehr weiter“, so Stein. „Altenkirchen war durch Standardsituationen immer wieder gefährlich. Wir haben aus 19 Chancen nur vier Tore gemacht, da mussten wir hinten raus gewaltig zittern.“ Vor allem in der zweiten Minute der Nachspielzeit: Nach einer Ecke von Marco Scholz setzte der aufgerückte Schlussmann Lammert einen Kopfball aus kurzer Distanz nur äußerst knapp über das Mendiger Tor. Erst nach sechs Minuten Nachspielzeit war der Erfolg unter Dach und Fach.

Und als der Sportliche Leiter Frank Schmitz die frohe Kunde aus Gindorf überbrachte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. „Ich war während unserer Partie nicht über das Ergebnis informiert, ich hatte auch mit unserem Spiel absolut genug zu tun“, atmete Stein auf. „Die Mannschaft hat einen Riesenjob gemacht. Aus den vergangenen elf Spielen haben wir 26 Punkte geholt, das sind im Durchschnitt 2,4 pro Spiel. Auf eine Saison hochgerechnet, wären das 85 Zähler, damit steigst du in jeder Liga der Welt auf. Unsere Aufholjagd sucht ihresgleichen. Es ist eine unfassbare Geschichte, aber wir müssen diese Geschichte am nächsten Samstag noch vollenden.“

SG Eintracht Mendig/Bell: J. Heinemann, Spohler, Bianco, Mrkalj, Schlich, Butte, Strahl, N. Heinemann, Berg, Bohm (90. + 5 To. Schumacher), Wedemeyer (90. +1 Kostrewa).

Schiedsrichter: Vincent Hardt (Altendiez).

Zuschauer: 200.

Torfolge: 1:0 Andre Fischer (14.), 1:1 Lars Bohm (23.), 2:1 Andre Fischer (26.), 2:2 Damir Mrkalj (27.), 3:2 Christoph Binot (28.), 3:3, 3:4 Marcel Berg (37., 54.).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Andre Fischer (78., SG Altenkirchen/Neitersen) wegen wiederholten Meckerns innerhalb von wenigen Sekunden.

Nächste Aufgabe für die SG Altenkirchen/Neitersen: am Samstag, 20. Mai, um 17.30 Uhr beim SV Mehring.

Nächste Aufgabe für die SG Eintracht Mendig/Bell: am Samstag, 20. Mai, um 17.30 Uhr gegen die SG Malberg/Rosenheim.

Mit zwei Treffern avancierte Marcel Berg zum Matchwinner.

Mit zwei Treffern avancierte Marcel Berg zum Matchwinner.

Grund zum Jubeln hatten die Mendiger (von links Mark Spohler, Damir Mrkalj, Marcel Berg und Nikas Heinemann) nach dem Erfolg in Neitersen.

Grund zum Jubeln hatten die Mendiger (von links Mark Spohler, Damir Mrkalj, Marcel Berg und Nikas Heinemann) nach dem Erfolg in Neitersen.

Die drei Gegentore konnte Eintracht-Torhüter Jan Heinemann verschmerzen. Fotos: SK

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