Lokalsport | 26.07.2019

Unternehmer Joachim Lütticken und Sohn Matthias starteten beim Eifel Rallye Festival in und um Daun

„Wir zeigen den Fans aus der ganzen Welt Rallye-Action

Matthias Lütticken (l.) und Copilot Olaf Pelz. Fotos: DEB

Daun. Die Geschichte des Rallye-Sports am Leben zu erhalten und die vielen Rallye-Fans in eine authentische Vergangenheit mitzunehmen, das ist die Idee der Macher des Internationalen Eifel Rallye Festival in der Vulkanstadt Daun in der Eifel.

Für die Rundstreckenfans dreht sich in der Eifel alles um den Nürburgring. Die Rallye-Gemeinde zieht es dagegen einmal im Jahr ins 20 Kilometer entfernte südlich gelegene Stadt Daun in der Vulkaneifel. Fahrer und Fans aus der ganzen Welt – aus Australien, Südafrika, Neuseeland, den USA – strömen Ende Juli zum größten Rallye-Festival der Welt. Dort wird die Geschichte des Sports zum Leben erweckt und so authentisch wie nirgendwo sonst auf der Welt präsentiert.

So verlief auch die 2019er Ausgabe – trotz eines schweren Unfalls beim „Shakedown“ gleich zu Beginn der Veranstaltung – bei bestem Wetter und zehntausenden Fans in der Stadt und auch draußen bei den Wertungsprüfungen super und es wurde toller Motorsport und auch eine tolle Atmosphäre mit Musik, Autogrammstunden mit den Superstars der Rallye-Geschichte und weitere Aktivitäten geboten. Um die 180 Rallye-Boliden, darunter Exoten und Wagen mit bis 700 PS Leistung, wurden bei den Prüfungen richtig in Szene gesetzt. Dazu findet in Daun auch ein Klassentreffen mit den Helden der vergangenen Jahre und Jahrzehnte statt, die bei der großen Autogrammstunde am Freitagmittag die vielen anstehenden Fans begeisterten.

Boliden in Szene gesetzt

Weltmeister wie der Schwede Stig Blomquist, Timo Salonen, Deutsche Meister wie Jochi Kleint, Erwin Weber, Isolde Holderried als ehemalige Damenweltmeisterin und viele andere folgten der Einladung in die Vulkanstadt Daun.

Der Einladung folgte auch der Neuwieder Unternehmer Joachim Lütticken, der zum 12. Mal mit seiner Copilotin Isabelle Brack in Daun am Start war. „Wir setzen wieder den Audi Quattro A2 ein, das Fahrzeug ist original und Baujahr 1985. Es ist das originale Einsatzauto, mit dem Weltmeister Walter Röhrl und Christian Geistdörfer zur Rallye Tour de Corse 1985 an den Start gingen. In meinem Besitz wurde der Werkswagen nach Verfügbarkeit der notwendigen Ersatzteile auf den technischen sowie optischen Stand der Rallye Neuseeland gebracht. Wir freuen uns auf die Prüfungen und das tolle Event hier in und um Daun.“

Beliebt: Lange Geraden und winklige Ecken

Begeistert ist auch der Sohn von Joachim Lütticken Matthias: „Wir freuen uns jedesmal auf das Rallye-Festival, es geht ja um keine Bestzeit, und trotzdem lassen wir unsere Boliden ‚fliegen‘, um den Fans aus der ganzen Welt Rallye-Action zu zeigen. Hier passt alles: Gutes Wetter, gute Stimmung, Fachpublikum und Rally-Enthusiasten aus der ganzen Welt. Außerdem trifft man viele Leute hier wieder, die man kennt von den verschiedenen Rallye-Einsätzen. Die Prüfungen sind sehr anspruchsvoll und schön. Lange Geraden und winklige Ecken hier in der Vulkaneifel, genau das, was wir Fahrer und die Fans so lieben. Man wird sehr gefordert, kann aber auch als Nichtprofi hier sehr gut mitfahren und Spaß haben.“

Matthias und sein Copilot Olaf Pelz fuhren auf einem Opel Ascona 400 der Gruppe 4 des Baujahres 1981. Dieses Fahrzeug ist einer von fünf Ascona 400, die im Jahr 2009 in Ostafrika gefunden wurden und nach Deutschland zurückgeführt wurden. Recherchen haben zuerst „nur“ bis zurück zur Argentinien-Rallye 1984 geführt. Erst später führte die Spur dieses RA 31 Fahrzeugs zur Rallye Monte Carlo 1981 und zurück zum Rallye-Europameister und Deutschem Meister Jochi Kleint aus Hamburg.

Es war wie immer eine Augenweide, beim größten Rallye-Festival der Welt mit Musik ,Sport und Action dabei zu sein. Im nächsten Jahr Ende Juli wird dann das nächste rollende Museum in Daun zu Gast sein.

DEB

Isabelle Brack und Joachim Lütticken.

Isabelle Brack und Joachim Lütticken.

Der Audi Quattro A2 Baujahr 1985.

Der Audi Quattro A2 Baujahr 1985.

Matthias Lütticken (l.) und Copilot Olaf Pelz. Fotos: DEB

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