Sportbericht von David Breuer
Zehnter Platz beim Ironman in Bahrain
Adenau. Die Saison mit einem 10. Platz beim Ironman 70.3 Middle East Championship Bahrain zu beenden, rundet ein erfolgreiches Jahr für David Breuer ab. „Nach der eher durchwachsenen Teilnahme an der 70.3 Weltmeisterschaft“, so berichtet er, „wollte und konnte ich nicht in die Winterpause gehen. So entschieden mein Trainer und ich kurzerhand, noch bis Dezember weiterzumachen mit dem Ziel, die ersten Punkte für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr zu sammeln. Dass die Vorbereitung auf das Rennen in Bahrain etwas schwieriger wird, war mir durchaus bewusst und so machte ich das Beste draus, um möglichst konkurrenzfähig an der Startlinie stehen zu können.
Die körperliche Vorbereitung ist das eine, was ich jedoch das erste Mal zu spüren bekam, war die mentale Einstellung auf den Wettkampf. Das Jahr fing für mich bereits im April an und hat doch bis Dezember einige Körner gekostet, physisch als auch psychisch.
Ich war schließlich froh, als es endlich in den Flieger Richtung Bahrain ging. Für mich war es das erste Mal im Königreich Bahrain und dementsprechend überwältigend waren die neuen und interessanten Eindrücke von einem unbekannten Land. Die letzten Tage vor dem Rennen sind dann meist Routine, lockeres Training, Registration, Briefing und Check-in. Der Wettkampftag begann bereits gegen 4 Uhr morgens und ich hatte ein gutes Gefühl und einfach richtig Lust auf das Rennen.
Dennoch war ich mir nicht wirklich sicher über meine Form und doch auch sehr angespannt. Die Startliste war gespickt mit internationalen Top-Athleten und versprach ein schnelles und enges Rennen. Das Schwimmen verlief wirklich nicht gut und ich kam doch mit etwas größerem Rückstand als gewohnt aus dem Wasser.
Ich erwischte einen sehr schnellen Wechsel und stieg mit knapp 1 Minute auf die etwas größere Gruppe vor mir auf das Rad.
Wie so oft dieses Jahr war ich alleine zwischen zwei Gruppen. Ich hatte zwei Optionen, entweder erstmal verhalten losfahren und schauen, wie sich das Rennen entwickelt oder alles auf eine Karte und zu der vorderen Gruppe aufschließen. Ich hatte nichts zu verlieren und entschloss mich für die zweite Option. Kopf runter und einfach nur treten. Relativ schnell merkte ich, dass ich Stück für Stück näher kam und schließlich nach etwa 15 km schaffte ich den Anschluss.
Im Nachhinein betrachtet war das der entscheidende Moment, welcher die Ausgangslage für den 10. Platz bereitete. Zusammen mit Richie Cunningham, Patrik Nilsson, Yvan Jarrige, Jan van Berkel und Frederik Croneborg lief die Gruppe dann doch sehr homogen. Die Radstrecke war zwar flach, jedoch durch den sehr starken Wind anspruchsvoll. Der zweite Wechsel verlief auch reibungslos und so ging es auf den abschließenden Halbmarathon. Ich fand doch schnell in einen guten Laufrhythmus und versuchte einfach konstant Kilometer für Kilometer abzuspulen. Ich wusste nichts Genaues über Platzierung oder Rückstände. Auf einer kleineren Wendepunktpassage kamen mir die vorderen Athleten entgegen und ich konnte mich grob orientieren. Nach 15 km klappt das Zählen dann nicht mehr ganz so gut und ich schätze, dass ich etwa zwischen dem 10. und 12. Platz liegen müsste. Gegen Ende des Rennens konnte ich dann noch einen Athleten überholen und schließlich nach 3:57 h das Ziel erreichen.
Fazit: Ich habe das maximale aus meiner aktuellen Form herausgeholt und kann nun in die neue Vorbereitung für die nächste Saison gehen. Ein riesiges Dankeschön geht an unsere Home-Stay Familie Mick und Janet Craven für die tolle Gastfreundschaft, ebenfalls an meine Sponsoren und Familie für deren Unterstützung über das gesamte Jahr.“
