Rheinbach
75 Jahre nach der „Reichskristallnacht“
Rheinbach. In diesem Jahr wird das „Erinnern – Gedenken – Mahnen“ in Rheinbach anders verlaufen, als in den Jahren vorher.
Auf Initiative von Pfarrer Dr. Dietmar Römheld wird in der Gnadenkirche in der Ramershovener Straße um 17 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst stattfinden.
Der Schweigegang beginnt danach gegen 17.30 Uhr. Er nimmt einen anderen Weg als bislang.
Von der Gnadenkirche aus durch die Kriegerstraße, Gerbergasse, Bachstraße, Polligsstraße, Weiherstraße, Hauptstraße. Danach folgt er wieder dem gewohnten Weg: Vor dem Dreeser Tor, Am Jüdischen Friedhof, Bahnhofstraße, Kriegerstraße, Schweigelstraße, Lindenplatz. Dort wo der diesjährige Schweigegang an den Häusern vorbeikommt, in denen Rheinbacher jüdische Bürger zuletzt gelebt haben wird Peter Mohr an sie erinnern, indem er sie beim Namen nennt. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, unter diesem Leitspruch hat der Künstler Gunter Demnig im Jahr 1997 seinen ersten sogenannten Stolperstein verlegt. Der Schweigegang wird am jüdischen Friedhof, am Rathaus und am Mahnmal in der Schweigelstraße unterbrochen.
