Termine | 27.08.2026, 10:54 Uhr

Stadtführungen führen zu wahren Tatorten und Kriminalfällen

Auf den Spuren von Lahnsteins Verbrechen

Die neuen Stadtführungen beleuchten dunklere Seiten der Stadtgeschichte.

Lahnstein. Was geschah einst hinter diesen Mauern? Welche Geschichten verbergen sich in den alten Gassen? Und welche dunklen Geheimnisse schlummern bis heute in den Archiven? Wer durch Lahnstein spaziert, ahnt kaum, dass sich hinter mancher vertrauten Fassade Geschichten von Verbrechen, Betrug und menschlichen Abgründen verbergen.

Genau diesen Geschichten ist Winfried Conrad auf die Spur gegangen. Monatelang hat er in Archiven recherchiert, alte Dokumente ausgewertet und Fälle zusammengetragen, die ein überraschend anderes Bild der Lahnsteiner Vergangenheit zeichnen. Nun holt er sie aus den Akten zurück an die Orte, an denen sie sich tatsächlich zugetragen haben.

Bei den Kriminalführungen werden Straßen, Häuser und Plätze zu Schauplätzen wahrer Begebenheiten. Conrad führt die Teilnehmer zu den Originalorten und erzählt, was dort einst geschah. Dabei geht es nicht um erfundene Schauergeschichten: Die Fälle sind tatsächlich passiert. Mal sorgen sie für Gänsehaut, mal für ungläubiges Staunen und manchmal darf trotz aller kriminellen Energie auch geschmunzelt werden.

Noch zweimal heißt es in diesem Jahr „Tatort Niederlahnstein“: Am 19. September und 10. Oktober 2026 jeweils um 16.00 Uhr begeben sich die Teilnehmer auf Spurensuche durch den Stadtteil. Dabei zeigt sich, dass sich für einen echten Kriminalfall nicht immer die Kulisse einer Großstadt braucht – auch vor der eigenen Haustür hat sich so manches zugetragen, das heute kaum noch jemand weiß.

Besonders spektakulär wird es am 31. Oktober um 16.00 Uhr. Passend zu Halloween rückt ein Mann in den Mittelpunkt, dessen Geschichte weit über Lahnstein hinaus für Aufsehen sorgte: Michael Born. Unter dem Titel „Einmal Fälscher, immer Fälscher? Die zwei Gesichter des bekannten Lahnsteiner TV-Manipulators Michael Born“ führt Conrad in die jüngere Mediengeschichte. Born sorgte in den 1990er Jahren bundesweit mit gefälschten Fernsehreportagen für Schlagzeilen. Seine vermeintlichen Geschichten schafften es ins Fernsehen, doch vieles von dem, was die Zuschauer zu sehen bekamen, war inszeniert. Die ausführliche Themenführung geht der Geschichte des Lahnsteiners nach und beleuchtet die unterschiedlichen Facetten eines außergewöhnlichen Falls zwischen Täuschung, Fernsehen und öffentlichem Aufsehen.

Die regulären Kriminalführungen kosten 15 Euro pro Person, die ausführlichere Michael-Born-Themenführung 20 Euro pro Person. Im Preis ist jeweils ein Getränk enthalten. Da die Führungen an eine Mindestteilnehmerzahl von acht bis zehn Personen gebunden sind, ist eine vorherige Anmeldung bei der Touristinformation Lahnstein unter 02621 914-171 oder per E-Mail an touristinfo@lahnstein.de erforderlich.

Manchmal muss man wissen, wo man hinschauen muss, um hinter der vertrauten Stadt eine andere Geschichte zu entdecken. Die vollständige Übersicht der Stadtführungen ist unter www.lahnstein.de/stadtfuehrungen zu finden.

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Die neuen Stadtführungen beleuchten dunklere Seiten der Stadtgeschichte. Foto: Stadtverwaltung Lahnstein

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