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Am Birnenrundwanderweg „Spirituelle Tankstelle“:

Bienenlantershofen wird eröffnet

08.10.2019 - 13:52

Lantershofen. Am 26. Oktober ab 10 Uhr wird am Birnenrundwanderweg „Spirituelle Tankstelle“ unter der Teilnahme des Landrates des Kreises Ahrweiler Dr. Jürgen Pföhler, des Bürgermeisters der Gemeinde Grafschaft Achim Juchem, Ortsvorsteher Lantershofen Leo Mattuscheck, dem Vorstand der Raiffeisenbank Voreifel eG, der Projekthelfer sowie Gästen das Bienenlantershofen eröffnet.

Der Anfang des Bienenlantershofen war 2005, als das Dorf sich an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligte und den 2. Platz in der Hauptrunde erreichte. Hierbei standen die Nachhaltigkeit und ganzheitliche Betrachtung der dörflichen Entwicklung im Vordergrund. Im Jahr 2006 erreichte das Dorf ebenfalls den 2. Platz, diesmal in der Sonderklasse bereits erfolgreicher Teilnehmergemeinden. Diese Leitbildgedanken flossen 2008 in das Dorferneuerungskonzept (DEK) ein, das mit Dorfmoderationen unter einer hohen Beteiligung der Lantershofener erstellt wurde. Im Rahmen dieser Zielvorstellungen rückten die prägenden Produkte des Dorfes wie Maubich und Birnenbrand wieder neben der gelebten Tradition in den Vordergrund. Im Dorf zählte man in den Dreißigerjahren ca. 500 hochstämmige Birnenbäume, doch hat sich diese Anzahl im Zuge der Flurbereinigung und aufgrund der Alterung der Bäume dezimiert. Ein Zielpunkt des DEK war, wieder Birnenbäume anzusiedeln. Hierbei kam das Land Rheinland-Pfalz dem Dorf Lantershofen mit dem Staatsekretär Günter Eymael zu Hilfe. Lantershofen erhielt entlang der Landesstraße L83 einen Rad- und Fußweg zur Kreisstadt und nach Ringen, für die eine Ausgleichsmaßnahme vom Land geschaffen werden musste. Die Ortsgemeinde nutzte die Gunst der Stunde, schlug dem Land hierfür ihr Projekt vor, und so entstand 2009 der Birnensortengarten mit 55 Birnenbäumen, auch mit einem Apfelbaum mittendrin, ausgewählt als einer der 111 Orte in der Eifel, die man gesehen haben muss - siehe Bernhard Imgrund, emons-Verlag.

2007 wurde der Verein „Zukunft Lantershofen“ gegründet, ursprünglich angedacht zur Rettung der Winzergenossenschaft „Winzerverein Lantershofen“. Doch hatte sich dies erledigt, da die Gemeinde Grafschaft das Areal „Winzerverein“ erwarb und mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Millionen Euro incl. Erwerb mit Fördermitteln der kommunalen Dorferneuerung als modernes Dorfgemeinschaftshaus sanierte und erweiterte. Der rührige Vorstand „Zukunft Lantershofen“ befasste sich zwischenzeitlich mit einem Nutzungskonzept für die Alte Schule, um hier - wie im DEK 2008 vorgesehen - die Neue Mitte des Dorfes zu realisieren. Doch entschied der Gemeinderat, nach Erwerb und Umbau des „Winzervereins“, die Alte Schule zu veräußern. Zwei Großprojekte in Lantershofen waren für das Budget der Gemeinde Grafschaft wohl doch zu viel.

Der Verein griff das Leitziel des DEK 2008, Lantershofen an den Rotweinwanderweg anzubinden, wieder auf, und entwickelte die Idee des Birnenrundwanderwegs, zum einen als Wanderweg zum Birnensortengarten, zum anderen als Themenweg, möbliert mit Hochbänken, in einer 8,2 km lange Schleife über die Schwallhüll durch die alten Gassen von Lantershofen in die Feldmark und zum Rotweinwanderweg zurück. Um diesen Rundwanderweg und den Birnensortengarten attraktiver zu gestalten, hat der Verein „Zukunft Lantershofen“ zusammen mit Studenten der Hochschule Trier, Holzbauplanern und Ingenieuren architektonisch geprägte Holzbauten entworfen und realisiert. Diese einzigartigen Holzobjekte aus dem nachwachsenden Werkstoff Holz wurden mit Hilfe des Holzbau-Clusters Rheinland-Pfalz und mit Förderung des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) erstellt. Die Eröffnung des inzwischen mehrfach mit Preisen prämierten Birnen-Rundwanderweges mit hochwertigen Holzkonstruktionen erfolgte am 29. Mai 2015. Neue Impulse zur Entwicklung von Lantershofen als nachhaltiges Dorf kamen mit dem Jubiläumsjahr 2019, in dem Lantershofen seine erste urkundliche Erwähnung durch den Kaiser Heinrich II im Jahr 1019 feierte, im Festreigen „1000 Lantesche Jahre“. Im „Forum Lantershofen“ präsentierte am 25. Mai. 2018 der Lantershofener Hobbyimker Andreas Schneider einen Vortrag über „Bienen auf dem Land - mehr als Honig“, deren Bedeutung über den Honigertrag hinaus in der Bestäubungsleistung von Feldfrüchten und damit für die Nahrungsversorgung liegt. Zusammen mit der Förderinitiative des Landkreises Ahrweiler „Artenreiche Wiese“ war dieser Vortrag die Initialzündung für das Projekt „Artenreiche Wiese“, die auf Luftbildern der Landschaft von Lantershofen bis Leimersdorf zu sehen ist, als Vorstufe des Projekts Bienenlantershofen. Unterstützung kam spontan von der Familie Hemmers mit der Idee, einen Bienenlehrpfad und einen Bienenlehrstand am Birnenrundwanderweg anzulegen. Lantershofen kam zu Gute, dass die Gemeinde Grafschaft ein Waldgrundstück gekauft hatte, auf dem neben der Spirituellen Tankstelle nunmehr auch ein Bienenlehrstand und ein Biotop angelegt werden konnten. Neben dem vor dem ersten Weltkrieg angelegten Bahndamm gelegen, der aber diesbezüglich nie genutzt wurde, hat sich aufgrund der nicht durch Menschenhand gestörten Entwicklung ein Biotop gebildet. Von ansässigen Imkern unterstützt, ist ab dem Fliegenden Dach bis zur Spirituellen Tankstelle der Bienenlehrpfad mit vielen erklärenden Hinweistafeln über das Leben der Bienen, Insekten und verschiedenen Baumarten geschaffen worden.

Für das Projekt Bienenlantershofen wurden unzählige Helferstunden des Vereins „Zukunft Lantershofen“ und der Hobbyimker geleistet. Die Pfadfinder DPSG des Stammes Galilei Galileo Ringen/Grafschaft brachten sich mit einem 72-Stunden-Einsatz ein, „eine Waldrandfläche insektenfreundlich und ökologisch zu gestalten“, hier durch Anlegung einer Totholzhecke und Aufstellung eines Insektenhotels. Vereine, Firmen und die ortsansässigen Banken haben das Projekt unterstützt, das am 26. Oktober eröffnet wird.

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Siegfried Kowallek:
Da hatten die Landtagsfraktionen von CDU, FDP, SPD und Grünen wegen einer Abwahl des Medienausschussvorsitzenden Joachim Paul von der AfD eine Sondersitzung beantragt, und im Koblenzer Stadtrat wollten die von zwei Ratsmitgliedern der Grünen unterstützten Linken mit dem Antifa-Symbol ein Zeichen gegen Joachim Paul setzen, der ja nicht nur Landtagsabgeordneter, sondern auch Ratsmitglied ist, weil es im Raum ist, er habe für eine rechtsextreme Zeitschrift geschrieben. Optimal wäre es gewesen, hätte man angesichts dieser ja erlaubten Zeichensetzung die AfD allein aus dem Saal gehen lassen. Aber durch das gemeinsame Vorgehen, mit der AfD die Sitzung zu verlassen, solidarisierten sich die lokalen Vertreter der Landtagsparteien CDU und FDP dem Anschein nach mit Joachim Paul, dessen Abwahl als Medienausschussvorsitzenden beide Landtagsfraktionen andererseits wiederum wünschen. Eine überzeugende und widerspruchsfreie klare Kante ihrer Ratsmitglieder im Hinblick auf den Vorwurf rechtsextremer Betätigung Joachim Pauls lässt sich bei den von der AfD insbesondere nach der Wahl in Thüringen gerne als gleichfalls „bürgerlich“ vereinnahmten Parteien so nicht erkennen. Siegfried Kowallek, Neuwied
Walter Müller:
Gut zu wissen, dass sich FDP, CDU und freie Wähler in Koblenz im Zweifel eher hinter Faschisten stellen und Sympathie zeigen. Auch unser Grundgesetz ist antifaschistisch geschrieben - aus gutem Grund. Niemand sollte Faschisten verteidigen!
juergen mueller:
Anstatt zu "Reden" und zu klären, was ja sonst auch immer ausgiebig gemacht wird, steht man auf und geht und zwar gemeinschaftlich Fraktion für Fraktion. Und keiner hat den Arsch in der Hose, wenn er eine solche Reaktion als eine der falschen Wahl ansieht, sitzen zu bleiben. Eine Einigung auf der Basis, Antifa-Symbole für die Dauer der Ratssitzung einfach wieder verschwinden zu lassen, wäre m.E. möglich gewesen.
Stefan Knoll:
Es ist nicht zu fassen, was der SWR in seiner Berichterstattung zu Joachim Paul herausgefunden hat. Paul gehört zum rechten Rand der rechten AfD. Dieser desolate rheinland-pfälzische AfD-Landesvorstand mit Joachim Paul hat die Landespartei schon jetzt enorm geschwächt. Ein Joachim Paul als AfD-Landesvorsitzender würde die Landes-AfD ins politische Niemandsland katapultieren. Hoffentlich wählt der Medienausschuß des Landtags Joachim Paul diese Woche als Vorsitzenden ab.
Antje Schulz:
Wieso war eigentlich Joachim Paul von der AfD nicht auf der Stadtratssitzung in Koblenz anwesend? Die Niederlagenserie des Joachim Paul ist schon beeindruckend. Die katastrophalen AfD-Wahlergebnisse in Koblenz, die Niederlage von Paul bei der versuchten Klage gegen die SPD-Landtagsabgeordnete Köbberling, das gescheiterte Burkiniverbot und jetzt die erhärteten Indizien bei den hervorragenden Recherchen des SWR bei der Frage, ob Joachim Paul Autor einer NPD-Zeitschrift war. Und hierbei stellt sich zudem die Frage: Ist Joachim Paul ein Lügner und hat vor dem Medienausschuß des Landtags die Unwahrheit gesagt? Und zwei weitere Fragen stellen sich: Christiane Christiane und Jens Ahnemüller sind wegen Nichtigkeiten mit Parteiausschlußverfahren (PAV) des AfD-Landesvorstands konfrontiert. Zeigt Uwe Junge jetzt auch konsequentes Handeln und belegt Joachim Paul mit einem PAV? Und werden die Mitglieder wirklich Joachim Paul im November zum AfD-Landesvorsitzenden wählen? Das wäre erschreckend.
juergen mueller:
Herr Zwiernik. Was Ihre Partei sich bei dieser Aktion gedacht hat,weiß ich nicht. Vor allem nicht,ob Sie und Ihre Fraktionskollegen/innen darüber informiert sind,dass sich die Antifa-Bewegung mittlerweile anders positioniert hat,nämlich,indem sie sich z.B.antisemitischer Klischees,der Bildersprache aktueller Rechtsextremen und gewaltsamer Aktionsformen bedient und befürwortet. Wenn das von Ihrer Grünen-Partei befürwortet u.akzeptiert wird,sind Sie in der falschen Partei. Bevor man eine solche,m.E. für eine Ratssitzung unpassende Aktion startet (es gibt andere Möglichkeiten) sollte man schon seinen Denkapparat auf "grün" schalten u.nicht auf "rot".
juergen mueller:
Dieses Verhalten angeblicher "Volksvertreter" zeigt nur eines auf:"Nichts ist wichtiger als das eigene Ego in trockene Tücher zu betten und sich in Selbstmitleid zu baden, dass es überhaupt jemand gewagt hat, sie mit einer Aktion zu konfrontieren, mit der sie offensichtlich ganz einfach überfordert waren". Damit haben sich die gewollt überforderten und jeglicher Redekunst beraubten "Abwesenden" keinen Gefallen getan. Die für die Zukunft erdachte Lösung einer Änderung der Geschäftsordnung ist nur das erbärmliche Produkt politischer Hilflosigkeit auf eine Konfrontation mit einer Situation, auf die man nicht vorbereitet, nicht im Vorfeld informiert wurde. Diese Selbstentlarvung war überfällig, da sie aufgezeigt hat, was gewisse Volksvertreter unter einer demokratischen Verantwortung verstehen ... wenn es sie kalt erwischt.
Uwe Klasen:
"Er appellierte an die Fraktionen des Stadtrates sich zu beraten, wie solches Verhalten künftig vermieden werden kann." ---- Das tragen und zeigen solch "Verfassungsfeindlicher" Symbole (hier: Antifa-Devotionalien) ganz einfach Unterlassen!
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