Stadtbild Deutschland regt vertragliche Sicherung des historischen Altbaus an
Burg Steineck nicht an den Höchstbietenden verkaufen
Rheinbreitbach. Die zum Verkauf stehende Burg Steineck in Rheinbreitbach verdient besondere Aufmerksamkeit. Das Ensemble aus einem historischen Gebäudeteil und einem später hinzugefügten Neubau liegt auf einem etwa 2.000 Quadratmeter großen Grundstück mit Baulandpotenzial. Die aktuelle Verkaufsabsicht eröffnet Chancen, birgt aber auch Risiken – insbesondere für die bauhistorisch bedeutende Substanz.
Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal des Vereins Stadtbild Deutschland e. V. regt daher an, im Zuge des Verkaufs vertraglich sicherzustellen, dass der historische Teil der Burg nicht abgerissen werden darf. Eine solche Klausel wäre ein verhältnismäßiger, aber wirkungsvoller Schritt zum Schutz ortsbildprägender Architektur.
Bislang ist nicht bekannt, dass eine solche Sicherung im Kaufprozess vorgesehen ist. Dabei könnten klare vertragliche Regelungen leicht verhindern, dass die Burg – mangels Denkmalschutz oder anderer Schutzmechanismen – ersatzlos verschwindet.
„Der Abriss des neueren Anbaus ist verständlich. Aber der historische Altbau ist identitätsstiftend für Rheinbreitbach und seine Geschichte– sein Verlust wäre irreversibel.“
Einzelne Mitglieder des Gemeinderats haben sich bereits offen für diese Idee gezeigt. Stadtbild Deutschland begrüßt diese Bereitschaft ausdrücklich und ermutigt die Gemeinde, diesen Gedanken in den weiteren Verkaufsprozess einzubringen.
Der Verein ruft die Entscheidungsträger dazu auf:
1. den Verkauf nicht ohne Sicherung des Altbaus voranzutreiben,
2. eine verbindliche Abrisssperre für den historischen Teil in den Kaufvertrag aufzunehmen,
3. und damit ein Zeichen für verantwortungsvolle Ortsentwicklung und kulturelle Kontinuität zu setzen.
Sofern gewünscht, können die von Stadtbild Deutschland gefertigten Bauskizzen der Burg Steineck gerne an den neuen Eigentümer übergeben werden.
Pressemitteilung RV Unteres Mittelrheintal Stadtbild Deutschland e.V.
