Termine | 06.09.2024, 13:19 Uhr

Ein Abenteuer zwischen Geschichte und Gegenwart

Remagen. In Remagen begann ein aufregendes Abenteuer, als vier Kinder beim Spielen auf einem Spielplatz mit einem Metalldetektor eine römische Münze entdeckten. Was oft nur eine spannende Schlagzeile bleibt, entwickelte sich für die jungen Finder zu einer tiefgehenden Erkundungsreise in die Vergangenheit.

Nachdem der Fund ordnungsgemäß dem Amt für Denkmalpflege (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, GDKE) gemeldet wurde, begann die wahre Entdeckungsreise. Gemeinsam mit der Archäologin Miriam Steinborn nahmen die Kinder ihre Entdeckung genauer unter die Lupe. Am 31. August trafen sich die kleinen Entdecker und einige ihrer Angehörigen im katholischen Pfarrheim Remagen zu einem Kinder-Numismatik-Workshop. Das Regionalmanagement für Kunst und Kultur in Trägerschaft der Helfer-Stab gGmbH unterstützte das Vorhaben tatkräftig bei der Organisation. Ihr Mitarbeiter Adrian Waschow begleitete den Workshop mit der Kamera. Sein Film „Kunst & Kultur im Kreis Ahrweiler | Die römische Münze“ kann auf dem YouTube-Kanal des Helferstabs unter dem Link https://youtu.be/_vq4X9RW7hQ abgerufen werden.

In dem Workshop erhielten die Kinder eine Einführung in die Grundlagen der Münzkunde und bekamen einen spannenden Einblick in die Geschichte der Region. Sie erforschten die Bronzemünze aus dem frühen ersten Jahrhundert, die vermutlich mit römischen Soldaten ins Rheinland gelangte. „Die Münze war so viel wert wie ein großer Döner“, bemerkte eines der Kinder augenzwinkernd, als die Bedeutung der Münze für das tägliche Leben der Römer diskutiert wurde.

Neben der geschichtlichen Bedeutung war es der Archäologin wichtig, den Kindern den rechtlichen Rahmen für den Umgang mit Metalldetektoren zu erläutern. Besonders sensibel sind hierbei die Denkmal- und Grabungsschutzzonen wie die des Auxiliarlagers Remagen, die unter besonderem Schutz stehen.

Nach dem theoretischen Teil des Workshops wendeten die Kinder ihr neues Wissen direkt an und erkundeten die sichtbaren Überreste des UNESCO-Weltkulturerbes Niederrheinischer Limes in Remagen. Unterstützt durch das Regionalmanagement für Kunst und Kultur in Trägerschaft der Helfer-Stab gGmbH, das nicht nur als Mit-Initiatorin des Workshops agierte, sondern auch für eine erfrischende Überraschung sorgte, endete der Tag für die jungen Forschenden an der Rheinpromenade. Nach einem langen Tag voller neuer Erkenntnisse und spannender Entdeckungen belohnten sich die Kinder mit einem wohlverdienten Eis, das vom Regionalmanagement spendiert wurde.

Die Begeisterung der Kinder für die Geschichte ihrer Heimat war greifbar und zeigt, wie wertvoll es ist, junge Menschen frühzeitig für Kultur und Geschichte zu begeistern. Dank der gemeinsamen Initiative von Archäologin Miriam Steinborn und dem Regionalmanagement für Kunst und Kultur konnten die jungen Entdecker Geschichte hautnah erleben – ein Erlebnis, das ihnen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Pressemitteilung

Stadt Remagen

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