Schweigegang am 9. November zur Reichspogromnacht
Erinnern - Gedenken - Mahnen
Rheinbach. In Erinnerung an den 9. November 1938 findet in diesem Jahr in Rheinbach wieder der Schweigegang statt. Im Volksmund wurde die Nacht „Kristallnacht“ oder „Reichskristallnacht“ genannt. Der Begriff steht für das umfassende und systematische Pogrom gegen die Juden in Deutschland, das mit der sogenannten „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im Januar 1933 begann.
Der 9. November 1938 war Teil der Verfolgung und Ermordung von Millionen Juden, Sinti und Roma, Andersdenkender, Kranker oder von den Nazis unerwünschten Menschen im gesamten Machtgebiet der Faschisten. Wir erinnern an die Ereignisse des 9. Novembers, gedenken der Opfer und mahnen dazu, nie zu vergessen und aus der Vergangenheit zu lernen. Die Gegenwart zeigt, dass Brecht auch heute noch zu Recht sagen könnte: „Der Leib ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“
Der Schweigegang beginnt am Sonntag, 9. November um 17 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Gnadenkirche in Rheinbach an der Ramershovener Straße. Dort beginnt auch im Anschluss an den Gottesdienst der Schweigegang, der sich über die letzten Wohnstätten der Rheinbacher Juden, den jüdischen Friedhof, die Gedenkstätte im Rathausinnenhof bis zur Gedenktafel für die Rheinbacher Synagoge in der Schweigelstraße erstreckt, an der Bürgermeister Stefan Raetz sprechen wird. Um circa 18:30 Uhr wird der Schweigegang am Lindenplatz enden. Die Organisatoren des Schweigeganges zum 9. November laden alle zum Erinnern, Gedenken und Mahnen ein, die sich mit dem Anliegen verbunden zeigen möchten.
