Theaterverein Lüfthildis Mysterienspiele
Festspielwoche
Ab Donnerstag, 20. Juni
Lüftelberg. In der diesjährigen Festspielwoche bringt der Theaterverein „Lüfthildis Mysterienspiele e. V.“ ein Stück über einen großen Sohn Lüftelbergs, Johann Adam Schall von Bell, zur Aufführung. Kurt Faßbender schrieb das Theaterstück vor fast 40 Jahren, das jetzt erneut in einer überarbeiteten Fassung in der Kirche St. Petrus in Lüftelberg aufgeführt wird. Das Stück entführt die Zuschauer in die Zeit des 17. Jahrhunderts. Es begleitet Adam Schall, der als junger Jesuit und Wissenschaftler aufbricht, um von fremden Kulturen zu lernen und den Glauben an das Christentum zu lehren, auf seiner Reise nach Peking. Es erzählt eine Geschichte über Respekt und Achtung, Glaube und Wissenschaft, die auch heute noch nicht an Relevanz verloren hat. 1592 geboren wuchs Adam Schall von Bell zum Teil in Lüftelberg, zum Teil in Köln auf. Sein Geburtsort ist nicht sicher, wahrscheinlicher ist jedoch Köln. Er fühlte sich aber Lüftelberg und besonders der heiligen Lüfthildis zeitlebens verbunden. Nach seiner Schulzeit am Tricoronatum in Köln ging er mit knapp 17 Jahren nach Rom, um dort am Collegium Germanicum unter anderem Mathematik und Astronomie zu studieren. Als Jesuit reiste er über Macao, wo er vier Jahre blieb, nach Peking.
Dort fand er bald Zugang zum chinesischen Kaiserhof und stieg zum Mandarin auf.
Ein Leben zwischen den Kulturen
Er verband die europäische Wissenschaft mit der chinesischen Tradition und konnte astronomische Ereignisse genauer vorausberechnen, als es bisher möglich war. Auch auf militärischem Gebiet konnte er dem Kaiser zum Erfolg verhelfen. Seine missionarischen Aufgaben vernachlässigte er nicht, denn es wird berichtet, dass nur der frühe Tod des Kaisers dessen Taufe verhinderte. Nach dem Tod des Kaisers fiel er durch Intrigen in Ungnade, wurde verhaftet und verurteilt. Er starb 1666 kurz nach seiner Begnadigung und Freilassung. Das Erscheinen eines Kometen und ein gleichzeitig stattfindendes Erdbeben führten zur Aufhebung des Urteils. Posthum wurde er rehabilitiert und wird bis heute in China in Ehren gehalten. Die Aufführungen finden in der Pfarrkirche St. Petrus Lüftelberg statt am Donnerstag, 20. Juni, 17 Uhr; Samstag, 22. Juni, 18 Uhr; Sonntag, 23. Juni, 17 Uhr; Samstag, 29. Juni, 18 Uhr; Sonntag, 30. Juni, 17 Uhr.
Karten für die Aufführungen können im Vorverkauf ab dem 29. April von 17 bis 19 Uhr unter Tel. (0 22 25) 1 79 78 bestellt werden.
Pressemitteilung der Lüfthildis
Mysterienspiele e. V.
