Geschichtsverein Unkel
Geschichte und Geschichten aus dem Stadtarchiv
Unkel. Im Unkeler Stadtarchiv findet man unter einem Berg von amtlichen Papieren und Anordnungen auch Hinweise auf außergewöhnliche Ereignisse und menschliche Schicksale. In der losen Reihe mit Stadtarchivar Wilfried Meitzner werden beim kommenden Vortrag zwei weitere solcher Geschichten aus der Unkeler Geschichte vorgestellt.
Es geht zum einen um die Plünderung zweier Eisenbahnwaggons auf dem Unkeler Bahnhof im Juni des Jahres 1919 und das sich über Jahre hinziehende juristische Nachspiel. Kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs war die Versorgungslage so schwierig, dass sich einige Dutzend junger Männer über einen mit Lebensmittel beladenen Güterzug hermachten. Die gerichtlichen Folgen haben die Stadtoberen, darunter der gerade ins Amt gekommene Amtsbürgermeister Josef Decku, arg unterschätzt. Das Geschehen ereignete sich bereits vor Deckus Amtsübernahme, hielt ihn dann aber über Jahre hin beschäftigt.
Zum anderen geht es um die Einsetzung eines Arztes im Amt Unkel im Jahre 1898. Die Erpeler Bürgerschaft formulierte eine von fast allen maßgeblichen Personen unterschriebene Petition für einen bestimmten Kandidaten. Amtsbürgermeister Biesenbach in Unkel, der einen anderen Arzt favorisierte, vermutete ein falsches Spiel bei der Unterschriftensammlung. Diese Affäre schlug Wellen bis zum Neuwieder Landratsamt.
Donnerstag, 21. November um 19:30 Uhr im Gästehaus Korf, Unkel. Der Eintritt ist frei.
