Die Ev. Mennonitengemeinde Neuwied K.d.ö.R. lädt ein
„Heilung der Erinnerungen“
Gastvortrag von Rainer W. Burkart, Mitglied des Exekutivkomitees der Mennonitischen Weltkonferenz, am 10. November
Neuwied-Torney. Die Ev. Mennonitengemeinde Neuwied K.d.ö.R. lädt am Freitag, 10. November, um 19.30 Uhr zu einem Gastvortrag von Rainer W. Burkart, Mitglied des Exekutivkomitees der Mennonitischen Weltkonferenz, ein. Der Vortrag trägt den Titel „Heilung der Erinnerungen. Versöhnung zwischen Lutheranern und Mennoniten nach 500 Jahren“ und findet bei der Ev. Mennonitengemeinde Neuwied, Pommernstraße 9, Neuwied-Torney, statt.
Die Mennoniten haben ihren Ursprung in der Täuferbewegung, die im Rahmen der Zürcher Reformation entstanden ist. Im Grundbekenntnis der evangelisch-lutherischen Kirche, der Confessio Augustana von 1530, das auch in den Gesangbüchern der meisten evangelischen Landeskirchen abgedruckt ist, werden die sogenannten „Wiedertäufer“ mit Verdammungssprüchen belegt. Spätestens damit wurde die Verfolgung der Täufer theologisch gerechtfertigt. Seit 1980 gab es Versuche, das Verhältnis zwischen Mennoniten und Lutheranern zu heilen. Höhepunkt war die Bitte um Vergebung im Rahmen eines Versöhnungsaktes bei der Versammlung des Lutherischen Weltbundes 2010 in Stuttgart. Die Gespräche über bleibende Unterschiede gehen seitdem weiter. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zum Gespräch.
