Vortrag in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker
Honeckers geheimer Bunker
Ahrweiler. Der Honecker Bunker liegt versteckt im Barnimer Wald, nördlich von Berlin, in der Nähe von Prenden. Vorgesehen war die militärische Anlage für die Angehörigen des Nationalen Verteidigungsrates der DDR. 400 Menschen, darunter auch Spezialisten für die Nachrichten-übermittlung und technisches Personal, hätten hier 14 Tage überleben können. Das Grabenschutzbauwerk mit drei Etagen, wurde von DDR Spezialisten entwickelt und errichtet und gilt als Gegenstück zum Regierungsbunker West. Der Regierungsbunker Ost wurde zwischen 1978 und 1983 erbaut, verfügte über 7.500 m² Fläche und ist eines der größten und bekanntesten unterirdischen Schutzbauwerke auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Die offiziell als Schutzbauwerk 17/5001 (SBW 17/5001) benannte Anlage galt als technische Meisterleistung und war bei der Indienststellung im Jahr 1983 das wohl aufwändigste Bauwerk dieser Art im gesamten Ostblock. Jürgen Freitag war 25 Jahre als Ingenieur mit dem Bunkerbau und ab 1980 mit dem Betrieb dieser Anlage beschäftigt. Als einer der wenigen Zeitzeugen, die alle drei Regierungsbunker der DDR aus eigenem Erleben kennen, berichtet er in seinem 90-minütigen Vortrag, welche damals modernste Technik im Honecker-Bunker zum Einsatz kam. Als Insider erläutert er, wie es gelang, die Regierungsbunker Ost geheim zu halten, welche hohen Anforderungen bei Übungen an die Bunkerbesatzungen gestellt wurden und welchen Sinn und Zweck diese Bunkeranlagen in der Strategie des Kalten Krieges besaßen. Am 13. Dezember 1983 wurde Erich Honecker mit seinem Schutzbunker vertraut gemacht. Jürgen Freitag schildert, wie dieser Besuch verlief, warum der Staatschef seinen Ausweichsitz sehr nachdenklich verließ, und ob es noch einen weiteren Aufenthalt gab.
Weitere Informationen:
Veranstaltung in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker am: Samstag, 1. Oktober 2016 um 20 Uhr.
Anmeldung und weiter Informationen: www.dokmentationsstaette-regierungsbunker.eu
